7 Songs, die mit Moog-Synths zu Klassikern wurden

Wir haben 7 musikalische Legenden ausgegraben, die ohne Bob Moog nicht das wären, was sie heute sind
Moog Synthesizer Ripple Effect Gary Numan
Der Moog beeinflusst die Musik seit den 60ern © Peter Hamblin/Red Bull Content Pool
Von Phillip Williams

Seit den 60er-Jahren haben die revolutionären Synthesizer-Kreationen von Bob Moog maßgeblichen Einfluss auf die Populärmusik. Sie sind es, die die Songs zu dem machen, was wir (bis) heute kennen und lieben.  Wir nehmen das zum Anlass, um dir 7 Meilensteine der Pop-Musik vorzustellen, die ohne etwas Moog-Technologie nicht so klingen würden, wie sie klingen.

Falls du mehr über Bob Moog erfahren möchtest, dann sieh dir The Ripple Effect auf Red Bull TV an.

1. Gary Numan – Are ‘Friends’ Electric?

Als er das erste Mal ins Studio ging, um Tubeway Armys selbstbetiteltes Debut-Album aufzunehmen, gehörte Gary Numan noch zur Punk-Rock Gilde. Im Studio bekam er dann einen Minimoog in die Finger. Dass dieser Synth es war, der Numan bekehrte, ist nach seinem zweiten Album „Replica“ aus dem Jahr 1979, in dem er den Fokus das erste Mal ganz klar auf seine Synth-Visionen legte, wahrlich nicht zu bestreiten.

2. Kraftwerk – Autobahn

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die Robo-Pop-Pioneere aus Deutschland zu großen Fans von Moogs Innovationen wurden! Wer braucht auch schon einen Sportwagen, wenn man einen Minimoog hat, der uns auf einen 23-Minuten langen, gemächlichen Spaziergang auf der deutschen Autobahn mitnimmt – damals ein kleiner Blick in die Zukunft, heute ein Welthit.

3. New Order – Blue Monday

Die Rocker aus Manchester haben mit diesem Hit im Jahr 1983 ihren Weg in den ekstatischen Disco-Pop gefunden. Die Bass-Line stammt aus einem Moog Source und einem Powertran-Sequencer, den Bernard Summer selbst gebaut hat.

4. Nine Inch Nails – Head Like a Hole

Trent Reznor benutzt Moog-Synths, seitdem er die Demos für "Pretty Hate Machine" aus dem Jahr 1989 aufgenommen hat. Kein Wunder, dass sie seiner Ansicht nach seither „Teil des Vokabulars sind“, mit dem er seine Musik arrangiert. Als Moog sich dazu entschieden hat, nach 30 Jahre langer Pause den Minimoog Model D zurückzubringen, zählte Reznor zu den ersten, die den neuen Synth verwendeten.

5. Donna Summer – I Feel Love

Der italienische Disco-Gigant Giorgio Moroder war ein großer Verfechter des Moog, weshalb der Synth auch das zentrale Element in diesem Disco-Smash-Hit aus dem Jahr 1977 ist, den er produziert und mitgeschrieben hat. Zu dieser Zeit meinte Brian Eno, dass das „der Sound der Zukunft ist“. Damit hatte er wahrscheinlich recht.

6. Parliament – Flashlight

Zum ersten Mal bekam Bernie Worrel, das Keyboard-Mastermind von Parliament und Funkadelic, einen Moog in den Händen von Progressive-Legende Keith Emerson zu hören. Danach machte er den Synth zum Kernelement des Sounds von Funkadelic. Die Bass-Line von „Flashlight“ wurde angeblich auf drei oder vier miteinander verbundenen Minimoogs eingespielt.

7. Portishead - SOS

„Dummy“, das klassische Album der britischen Trip-Hop-Band aus dem Jahr 1994, wurde zum Großteil mit Roland-Synths aufgenommen. Adrian Utley hat sich für den zweiten Longplayer dann aber einen Minimoog zugelegt, da ihn der „massive“ Sound gänzlich überzeugt hatte. Das faszinierende Cover von ABBAs Song „SOS“, in dem der Moog zum Einsatz kommt, ist dafür Beweis genug.

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