12 Dinge, die du über die Streif wissen musst

Mythos "Die Streif" - 12 Dinge, die du einfach wissen musst!
Aksel Lund Svindal auf der Streif in Kitzbühel
Aksel Lund Svindal auf der Streif in Kitzbühel © Samo Vidic/Red Bull Content Pool
Von Thomas Wernhart

Letzten Winter sorgte Streif – One Hell of a Ride für klingelnde Kinokassen, nun kommt dieser spektakuläre Film endlich ins Free-TV. Servus TV  zeigt diesen cineastischen Adrenalinrausch als Einstimmung auf das Hahnenkammrennen 2016  am Samstag, den 16.01.2016 um 20:15 Uhr.

Die Wiederholungen sind dann am Sonntag, den 17.01.2016 um 0:25 Uhr und um 14.40 Uhr zu sehen. Ein Tipp: Nicht verpassen! Wer es zu dieser Zeit gar nicht vor den Fernseher schafft, dem steht der Film als “Video on Demand” in der Servus-Mediathek sieben Tage lang zur Verfügung.


1. 76 Jahre Streif

Der erste Abfahrtslauf in Kitzbühel fand 1906 statt, den ersten Sieg beim Hahnenkammrennen holte sich Ferdl Friedensbacher aus Österreich im März 1931. In 4:34,2 Minuten und mit über zwölf Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Siegfried Engl krönt er sich zum Sieger, Dritter wurde damals der Franzose Hansjörg Schlechter. Die ersten Hahnenkammrennen fanden nicht auf der legendären "Streif", statt, sondern auf der "Fleckalm", erst sechs Jahre später übersiedelte der Rennzirkus auf die “Streif”. Der Sieger: Thaddeus Schwabl aus Österreich.


2. Die Strecke

Der Start der “Streif”, wie wir sie kennen, liegt auf 1.665 Metern Seehöhe, das Ziel auf 805 Metern – die Athleten haben also eine Strecke von 3.312 m und 860 Höhenmetern zu überwinden.


3. Extreme Sprünge und Gefälle

Der erste Sprung bringt die Teilnehmer in die “Mausefalle”, die das steilste Stück der Strecke darstellt und ein Gefälle von 85 % (40,4°) aufweist. Je nach Schneelage und Präparierung segeln die Athleten bis zu 80 Meter weit durch die Luft.


4. Höllenritt mit über 140 km/h

Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Hahnenkammrennen liegt bei mehr als 103 km/h, vor dem Zielsprung, bei dem Sprünge um die 70 Meter möglich sind, beschleunigen die Athleten auf bis zu 143 km/h. Zum Vergleich, die Siegerzeit von 1906 lag bei rund acht Minuten auf die Streckenlänge von drei Kilometer – eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,5 km/h für diesen ersten Abfahrtslauf.

Thaddäus Schwabl: Erster Sieger auf der Streif
Thaddäus Schwabl: Erster Sieger auf der Streif © hahnenkamm.com

5. Didier Cuche – der „König der Streif“

Der Rekordsieger war lange Zeit der Kärntner Franz Klammer (AUT), der mit 25 Abfahrtssiegen sowie dem fünfmaligen Gewinn des Abfahrtsweltcups der erfolgreichste Rennläufer dieser Disziplin in der Weltcupgeschichte ist. Auf der Streif musste er seinen Rekorde jedoch an den Schweizer Didier Cuche abgeben – dieser stand fünf Mal ganz oben (1998, 2008, 2010, 2011, 2012). Der historische “King of Kitzbühel“ ist jedoch der Lokalmatador Andreas Moterer der sich in den fünfziger Jahren mit neun Siegen in die Geschichtsbücher eintrug (zweimal Abfahrt, dreimal Slalom, viermal Kombination).

 

6. Österreich Dominanz

Seit 1931 gab es 35 österreichische Triumphe – insgesamt kommen die Sieger aus gerademal acht Nationen - 35 Mal Österreich, 15 Mal die Schweiz, viermal Frankreich und Kanada, dreimal Deutschland, zweimal USA sowie je einmal Norwegen und Italien.


7. Junge Wilde und alte Hasen

Die jüngsten Abfahrtssieger auf der Streif sind Roland Colombin aus der Schweiz und Franz Klammer aus Österreich – bereits im zarten Alter von 21 Jahren bezwangen sie die Streif und deklassierten die Konkurrenz. Der Älteste Sieger in Kitzbühel ist Didier Cuche mit 37 Jahren.


8. „The Cat“ mit dem Streckenrekord

Den Streckenrekord hält seit 25. Jänner 1997 der spätere Olympiasieger (2002 Salt Lake City/USA) Fritz „The Cat“ Strobl aus Österreich mit 01:51,58.

Aksel Lund Svindal auf der Streif in Kitzbühel
Aksel Lund Svindal auf der Streif in Kitzbühel © Samo Vidic/Red Bull Content Pool


9. Geschwindigkeitsrekord

Den Geschwindigkeitsrekord auf der schwierigsten Abfahrtsstrecke der Welt darf sich Michael Walchhofer auf die Brust heften. Mit sage und schreibe 153 km/h raste er 2006 über den Zielhang.


10. Ruhm, Ehre & dicke Siegerschecks

Zu verdienen gibt es in Kitzbühel auch so einiges – für eine Sieg beim Super-G werden 64.000 Schweizer Franken (umgerechnet ca. 53.200 Euro) ausgezahlt, der Sieger der Kombination bekommt 58.000 CHF (48.200 Euro) und für die Siege in Slalom und Abfahrt gibt es 90.000, knapp 75.000 Euro.


11. Die Streif – ein Zuschauermagnet

Im Rekordjahr 1999 fanden 100.000 Zuschauer an dem Rennwochenende ihren Weg nach Kitzbühel. Im Durchschnitt sehen 15.000 den Super-G, 25.000 sind am Ganslerhang beim Slalom dabei und 45.000 verfallen bei der Königsdisziplin, der Abfahrt, in Euphorie.


12. Von Tirol in die ganze Welt

45 TV Stationen und 30 Radio Stationen sind am Rennwochenende vor Ort, in mehr als 55 Stunden Berichterstattungen werden über 262 Millionen Zuschauer erreicht.
 

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