Paul Sieber: „Es hat sich saugut angefühlt“

10.000 Athleten. 400.000 Zuseher. Wie die Siebers das Megaevent „Head Of The Charles“ erlebt haben.
Paul und Bernhard Sieber © Brian Nevins/Red Bull Content Pool
Von Miyato Kazuki

Die österreichischen Ruder-Stars Bernhard und Paul Sieber nahmen als Abschluss ihrer Saison Mitte Oktober an der traditionsreichen Regatta „Head Of The Charles“ teil. Vor über 400.000 Zuschauern erlebten sie in Boston ein Spektakel der Superlative: 10.500 Athleten gingen in 55 Kategorien ins Rennen, Paul und Bernhard traten als Teil eines Achter-Teams und in ihrer Paradedisziplin den Doppel-Zweier an.

Kurz nach seiner Rückkehr nach Österreich blickt Paul Sieber auf eine turbulente Zeit zurück und verrät, wie es für die Sieber-Bros weitergeht.

… über das Rennen: „Es hat sich saugut angefühlt, wir hatten ein super Zusammenspiel im Boot, unsere Steuerfrau hat eine super Linie gefunden. Deshalb waren wir im Ziel überrascht, dass wir nur auf Rang 16 gefahren sind. Wir sind davon ausgegangen, dass es für die Top-Ten reichen würde. Aber vielleicht war der Gegenwind für uns Leichtgewichte ein bisschen zu stark.“

Bernhard und Paul Sieber im Achter © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

… über die Vorbereitungen: „Bernie und ich sind am Bug gesessen, unsere Aufgabe war es, das Boot zu stabilisieren. Und das war bei diesem Achter gar nicht so einfach. Aber es hat eigentlich vom ersten Training weg gut geklappt. Da ist es natürlich ein Vorteil, wenn man acht sehr gute Ruderer im Boot hat.“

Bernhard und Paul Sieber bei den Vorbereitungen © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

… über das Besondere des Rennens: „Wir haben gleich beim ersten Abfahren gesehen, dass der Kurs wirklich einzigartig ist. Mit den Kurven, den Brücken und den Engstellen. Da müssen die Kommandos und die Kommunikation mit der Steuerfrau wirklich perfekt passen. Auch damit man nach den Stellen, wo man aufgrund der Schwierigkeit Tempo rausnehmen muss, wieder g’scheit Gas geben kann.“

Bernhard und Paul Sieber im Team © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

… über gefährliche Situationen: „Im Achter hat alles gut geklappt, da hatten wir nach vorne und hinten viel Luft. Aber im Doppel-Zweier wären wir fast mit den Kroaten zusammengekracht. Viel hat nicht gefehlt, mit den Blättern haben wir uns bereits berührt. Aber sie haben sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und mit Rekordzeit gewonnen.“

Achter-Team im Rennen © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

… über Faszination HOCR: „Es sind beeindruckende Bilder, wenn an einem Steg 20 Achter angestellt sind, um aufs Wasser gehen zu können. Es waren so viele Athletinnen und Athleten unterwegs, dazu mehr als 400.000 Zuschauer. Die Brücken waren voll mit Menschen, die Stimmung war fantastisch. Das war Rudern, wie man es sich wünscht und für uns definitiv eine neue Seite unseres Sports, die wir in diesen Tagen persönlich erleben durften.“

Bernhard und Paul Sieber vor dem Rennen © Brian Nevins/Red Bull Content Pool

… über die „next steps“ am Weg in die Saison 2015: „Wir nehmen am 31. Oktober wieder offiziell das Training auf. Zunächst sind wir mit dem Team drei Tage in Völkermarkt, dann geht es weiter nach Avis, Portugal. Dort absolvieren wir das erste Trainingslager, außerdem fahren wir auch noch nach Lanzarote.“

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