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Train Like A Pro: 7 Tipps von Hannes Arch

Der Red Bull Air Race Pilot gibt 7 Trainingstipps, die deine Kraft & Ausdauer nachhaltig verbessern
Hannes Arch (AUT) - Action © Joerg Mitter / Red Bull Content Pool
Von Henner Thies

Red Bull Air Race Pilot Hannes Arch besticht nicht nur mit körperlicher Fitness, er überzeugt außerdem mit Nervenstärke. Bei seinem 2. Saisonsieg in Budapest hat der Österreicher beides erneut unter Beweis gestellt. Wie der 47-Jährige es schafft, selbst in Drucksituationen bei über 40 Grad auf den Punkt zu performen? Die Fitness macht den Unterschied. Hier erfährst du, was du tun musst.

Hannes Arch: Fitness auf den Punkt gebracht © Predrag Vuckovic/Red Bull Content Pool

1. Grundlagenausdauer ist das A und O
Gerade beim Red Bull Air Race ist es wichtig, dass der Körper daran gewöhnt ist, viel mit Sauerstoff zu arbeiten. Das lernt man nirgends besser, als beim Ausdauertraining im aeroben Bereich. Am liebsten trainiere ich die Grundlagenausdauer am Mountainbike oder am Rennrad. Zur Abwechslung streue ich auch mal einen Berglauf ein. Alles was Spaß macht.

2. Effektivität macht den Unterschied
Ich möchte, dass mich jede Trainingseinheit weiterbringt. Deshalb trainiere ich ausschließlich mit Pulsuhr: So kann ich mich während des Workouts immer exakt an der anaeroben Schwelle bewegen, also dort, wo das Training für mich am effektivsten ist. Um zu wissen, wo genau meine aerob-anaerobe Schwelle ist, mache ich regelmäßig Laktattests.
 

Arch setzt auf Konzentration und Kraftausdauer © Balasz Gardi/Red Bull Content Pool


3. Klettern und Bouldern

Klassisches Krafttraining hab ich eigentlich noch nie gemacht. Für den Kraftzuwachs gehe ich lieber in die Kletterhalle zum Bouldern, oder direkt zum Klettern an den Berg. Das stärkt den ganzen Körper, vor allem die Arme, die Hände und die Körpermitte. Zudem ist man beim Klettern stets hochkonzentriert. Dieser Mix aus Kraftausdauer und Konzentration kommt der Anspannung im Rennflugzeug schon recht nahe – ohne die G-Kräfte versteht sich!

4. Kenne deinen Körper
Beim Rennen in Budapest, wo es um die 40 Grad heiß war, hat sich wieder einmal gezeigt: Wer seinen Körper aufgrund regelmäßigen Trainings kennt, weiß auch in Extremsituationen, was er braucht. Das gilt sowohl für die Zeit vor dem Wettkampf, wo es gilt die eigene Flüssigkeitszufuhr zu managen, als auch während des Rennens im Flugzeug, wo ausdauertrainierte Piloten deutlich mehr Power abrufen können, als weniger trainierte.
 

Ausdauer für den Sieg: Körperlich & mental © Balasz Gardi/Red Bull Content Pool


5. Beweglichkeitstraining

Wer viel Sport treibt, neigt zu Verkürzungen – ein ordentliches Beweglichkeitstraining sollte daher zu jedem Trainingsplan dazu gehören. Leider mag ich Stretching überhaupt nicht. Genauso wie Yoga. Ich weiß, ich sollte regelmäßig stretchen, tue es aber viel zu selten. Von daher ist hier sicherlich noch Platz nach oben...

6. Der stete Tropfen hölt den Stein
Regelmäßigkeit ist beim Training meiner Meinung das aller Wichtigste. Es bringt nichts, drei Wochen voll anzugreifen und jeden Tag ans Limit zu gehen, um dann drei Wochen platt zu sein. Besser, man arbeitet sich langsam an die Belastung heran und absolviert diese effektiv und regelmäßig. Mit der nötigen Disziplin kommen die Ergebnisse ganz von alleine.

7. Mentaltraining für den entscheidenden Moment
Zu Beginn dieser Saison habe ich mich wieder verstärkt mit meinem Mentaltrainer Thomas Baschab zusammengesetzt. Zu den Übungen, die ich absolviere, gehören vor allem klassische Visualisierungen. Sie helfen mir, meine Leistung konstant abzurufen und selbst im Eifer des Gefechts ruhig und konzentriert zu bleiben.
 

Wie erholt man sich richtig? Vier Tipps für regeneratives Training findet ihr hier auf sportaktiv.com.
 

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