Cédric Dumont: So funktioniert ein Wingsuit

Hier erfährst du, warum dir ein Wingsuit Flügel verleiht.
So funktioniert ein Wingsuit
Von Josh Sampiero

Für alle, die am Boden stehen, sieht ein Fallschirmspringer oder BASE-Jumper in einem Wingsuit vielleicht aus wie jemand in einem Fledermausanzug – doch wie Red Bull BASE-Jumper Cedric Dumont erklärt, ist die Technik dahinter etwas komplizierter, als man denkt.

1. Der Absprung
Ich lebe in Belgien. Dort gibt es nicht viele Berge, auf denen man BASE-Jumping betreiben kann, daher trainiere ich das Fliegen im Wingsuit beim Fallschirmspringen. Das Foto wurde nur eine Millisekunde nach meinem Absprung aus einem Flugzeug aufgenommen.

2. Der Anzug
Ich nutze für alles den gleichen Anzug – ob ich aus einem Flugzeug springe oder von einer Klippe. Mich an meinen Anzug zu gewöhnen ist mir wichtig, damit ich genau weiß, wie er sich verhält. Heutzutage haben die Anzüge ein Gleitzahl von 3,5 oder 4 zu eins – das bedeutet: Pro vier Meter, die du vorwärts fliegst, fällst du nur einen Meter. Dabei kannst du Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreichen. Der Windwiderstand erlaubt keine schnelleren Geschwindigkeiten.

3. Lufteinlass
Sobald ich von einer Klippe oder aus einem Flugzeug springe, wird der Anzug über diese Einlässe mit Luft gefüllt und es wird Druck aufgebaut. So erhält der Wingsuit seine Form und Stabilität. Umso schneller der Wingsuit sich aufbläst, desto besser ist die Leistung.

4. Armflügel
Deine Arme halten die Flügel vom Körper weg, doch das geschieht nicht nur durch deine Muskelkraft – der Druckaufbau im Anzug trägt auch sein Übriges dazu bei. Eine Schaumstoffkante an den Armen sorgt zudem dafür, dass glatte Luft über die Oberfläche der Flügel geleitet wird.

5. Fallschirm
Der Fallschirm ist im Flügelsystem integriert, wobei er auch ausgetauscht werden kann. Wenn du aus einem Flugzeug springst, brauchst du zwei Fallschirme: einen Hauptfallschirm und einen Reservefallschirm. Der Griff für den Hauptfallschirm befindet sich auf dem Rücken. So kannst du bequem hinter dich greifen, um den Fallschirm zu öffnen. Beim Öffnen benötigst du eine gute Koordination, um im Flug stabil zu bleiben.

6. Go Pro
Ich habe immer eine GoPro mit dabei – und nein, ich werde nicht von dem Unternehmen gesponsert. Es geht weniger um Ruhm und Ehre – sondern mehr darum, den Spaß des Sprunges danach noch einmal erleben zu können.

7. Reservegriff
Den willst du nicht anrühren müssen, doch wenn du ihn brauchst, ist er da. Mit einem Zug am roten Griff öffnest du deinen Reservefallschirm, falls dein Hauptfallschirm sich nicht öffnen lässt oder den Flug nicht stark genug abbremst.

8. Schuhe
Ich springe einfach in den Schuhen, die für den Untergrund geeignet sind, auf dem ich landen werde. Meistens sind das die gleichen Schuhe, die ich auch beim Longboarden auf dem Skateboard anziehe.

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