Fotos: 20 Tage auf einem Rennsegelboot

Kein WC, kein Kühlschrank, kein Problem – Abenteuerfotografin Jen auf einer Pazifiküberquerung.
Von Josh Sampiero

Als die Fotografin Jen Edney sich für einen Job als On-Board-Reporterin für das Volvo Ocean Race bewarb, dachte sie, dass es sicher gut wäre, noch ein bisschen Erfahrung zu sammeln. Sie bekam ihre Chance durch die Überführung eines der 70-Fuß Volvo Ocean Race Boote von Honolulu zu den Philippinen.

Das bedeutete für sie, 20 Tage an Board eines leichtgewichtigen, spartanisch ausgestatteten Rennsegelbootes zu leben, das dafür gebaut wurde, schnell zu sein, anstatt komfortabel - und das als einzige Frau inmitten von sieben Männern aus sechs verschiedenen Ländern. Das ist nicht unbedingt ein Ort, an dem du damit rechnest, auf ein Mädchen aus Omaha, Nebraska zu stoßen, das einst große Angst vor dem Ozean hatte.

 

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Das fliegende Vorderdeck
Das fliegende Vorderdeck Mit viel Wind in den Segeln, der das 8 Millionen-Boot vorwärts treibt, hat sich die Crew für das kleinere Fock entschieden, anstatt für das größere Genua-Segel, welches man hier eingerollt im Vordergrund sieht. © Jen Edney/edneyap.com
Team Work
Team Work Ein Volvo Ocean Race Boot hat nichts mit einem gemeinen Segelboot gemeinsam. Beinahe jedes Manöver auf dem Boot – ob es nun ums Wenden, Halsen oder um das Hissen der Segel geht – alles braucht eine aufeinander abgestimmte Choreographie der Crew. © Jen Edney/edneyap.com
Das Verräumen der Leinen
Das Verräumen der Leinen Auf einem Segelboot heißen die Seile Leinen, sie werden benutzt, um die Segel zu hissen, herunterzulassen und zu trimmen. Und sie in Ordnung und aus dem Weg zu halten, ist ein Vollzeitjob. © Jen Edney/edneyap.com
Durch die Sturmböen
Durch die Sturmböen „Wir befanden uns genau hinter einem Supertaifun, der die Philippinen ein paar Tage vor unserer Ankunft erreichte, und ein anderer folgte uns auf den Fersen, aber bedrohte uns nicht. Es sieht ziemlich schlimm auf diesem Bild aus, aber der Wind wehte selten stärker als 20 Knoten." © Jen Edney/edneyap.com
Frischer Fisch
Frischer Fisch „Leider fingen wir nur wenige Fische – und ohne Kühlschrank mussten wir sie gleich essen. Also machten wir Sashimi draus. Frischer geht es nicht!“ © Jen Edney/edneyap.com
Mann über Board
Mann über Board Ein wohlverdienter Sprung ins kühle Nass zur Feier des Tages, an dem die Philippinen erreicht wurden. © Jen Edney/edneyap.com
Im Schatten der Segel
Im Schatten der Segel „Die Sonne zwang uns zur Kreativität – und wir bauten uns einen Sonnenschutz aus den Segeln. Einmal fabrizierten die Jungs sogar einen Pool aus ihnen. Es gibt viel Zeit zum Ausruhen, die immer wieder durch Perioden heller Aufregung unterbrochen werden. Die Energie muss ja auch irgendwo hin!“ © Jen Edney/edneyap.com
Flüssige Erfrischung
Flüssige Erfrischung „Unter keinen Umständen konnten wir genug Wasser für acht Leute für 20 Tage mitnehmen. Das Wasser kam von unserer Entsalzungsmaschine. Ich gab noch ein paar Elektrolyten hinzu, um mich mit Vitaminen zu versorgen und die Wasseraufnahme des Körpers zu verbessern.“ © Jen Edney/edneyap.com
Harte Arbeit
Harte Arbeit Das Hissen und Trimmen der riesigen Segel braucht mehr Kraft, als ein Mensch aufbringen kann – zwei Segler drehen die Winde. Jen berichtet: „Ich war der achte Mann und hatte vier Stunden Arbeit, vier Stunden frei. Auch ich wechselte Segel dank der Winde und durfte sogar steuern, wenn es sicher war.“ © Jen Edney/edneyap.com
Schnelles Segeln
Schnelles Segeln „Dieses spartanisch ausgestattete 70-Fuss Volvo Ocean Race-Boot wurde für Schnelligkeit und nicht für Komfort gebaut. Unsere durchschnittliche Geschwindigkeit betrug zwischen 12 und 20 Knoten, aber das Boot schafft auch 40 Knoten.“ © Jen Edney/edneyap.com
Ein nasser Trip
Ein nasser Trip Auch wenn die meiste Zeit ruhige See herrschte, warf ein rauerer Seegang das Wasser über die Brüstung. Und das hört auch nicht auf, wenn die Sonne untergeht. „Bremsen kann man nicht“, sagt Jen. „Du segelst die ganze Nacht.“ © Jen Edney/edneyap.com
Die Sauna aus Carbon
Die Sauna aus Carbon „Das Boot ist aus Karbon, also ist es sehr laut – und heiß. Wir lebten in unserer Unterwäsche. Ich gewöhnte mich daran. Als ich an Board ging, sagte ich, behandelt mich wie einen von euch. Als sie ihren Abfall (ja, menschlichen Abfall) über Board warfen, riefen sie: Achtung, Bomben!“ © Jen Edney/edneyap.com
Bananen Boot
Bananen Boot „Als wir im Kanal in der Nähe der Philippinen ankamen, wollten die Männer sofort an einen Strand, hauptsächlich, um Bier und Zigaretten zu finden. Aber der echte Bonus? Jemand kam, um uns frische Früchte aus seinem Garten zu bringen. Darüber haben wir uns echt gefreut!“ © Jen Edney/edneyap.com
Auf den Philippinen angekommen
Auf den Philippinen angekommen Die über 4.000 nautische Seemeilen lange Reise endete in Subic Bay, in der Nähe von Manila, auf den Philippinen. „Ja, es fühlt sich toll an, vom Boot runterzukommen!“ sagt Jen. © Jen Edney/edneyap.com