So spektakulär kann Eisklettern sein

Die Schweizer Dani Arnold, Thomas Senf & David Hediger erforschten die Frostriesen von Eidfjord.
Von Josh Sampiero

Das norwegische Eidfjord, drei Stunden östlich von Bergen, ist berühmt für seine Eisfälle. Die gefrorenen Wasserfälle sind der Traum jedes Eiskletterers – und die perfekte Kulisse für die surrealistischsten Kletteraufnahmen, die wir je zu sehen bekommen haben. Dies ist das Land der berüchtigten „Frostriesen”.

Dani Arnold, Rekordhalter auf der Eiger-Nordwand, und weitere Kletterer des Mammut-Teams begleiteten den Fotografen Thomas Senf und den Künstler David Hediger für dieses unglaubliche Projekt. Wir könnten dir noch viel mehr über das Fotoshooting erzählen, aber wir lassen lieber die Bilder für sich sprechen.

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Eine vertikale Kathedrale
Eine vertikale Kathedrale Nachtklettern in Norwegen ist für Dani nichts Neues, aber die eindrucksvollen Licht- und Farbeffekte, die von Scheinwerfern hinter dem Eis kreiert wurden, waren es sicher. Arnold dazu: „In einem Moment sah der Wasserfall aus wie eine Tropfsteinhöhle, im nächsten wie eine gotische Kathedrale.“ © Mammut/Thomas Senf
Land der norwegischen Legenden
Land der norwegischen Legenden Viele kennen die Frostriesen aus den neuesten Marvel-Filmen, die von Thor und Loki handeln – aber die Ursprünge der „Frostriesen” liegen in der nordischen Mythologie. Der Legende nach wurde der erste Frostriese aus einem Eiszapfen geboren.
Ein Eisfall-Mekka
Ein Eisfall-Mekka Eidfjord war in der Eiskletterwelt relativ unbekannt, bis der Entdecker Will Gadd und andere hier im Jahre 2010 ein Fotoshooting machten.
Mächtiges Eis
Mächtiges Eis Eidfjord ist einer der wenigen Orte der Welt, wo es mehrere 500m hohe Eiskletterrouten gibt. © Mammut/Thomas Senf
Knifflige Nachtaufnahmen
Knifflige Nachtaufnahmen „Eiskletterer sind schon oft fotografiert worden, auch nachts, aber in der eisigen Realität der norwegischen Nacht war es doch einiges schwieriger, als erwartet,” sagt Senf. „Nur mit vereinten Kräften und dank des hohen technischen Könnens der Kletterer waren diese Aufnahmen überhaupt möglich!” © Mammut/Thomas Senf
Erleuchtete Nacht
Erleuchtete Nacht Die Beleuchtung war das Werk von David Hediger, einem Schweizer Künstler, der mit Licht arbeitet. Die Lampen wurden im Eis befestigt, mit zeitraubenden Seilkonstruktionen und an mehr als 500m langen Kabeln. © Mammut/Thomas Senf
Green Room
Green Room „Ich hatte mir schon lange überlegt, dass ich gerne einmal in den echten Bergen mit künstlichem Licht arbeiten würde, was normalerweise nur ein einem Fotostudio möglich ist,” sagt Thomas Senf. „Die Idee, gefrorene Wasserfälle zu beleuchten, entstand bei einem Treffen mit Mammut.“ © Mammut/Thomas Senf
Eine (Eis-)riesige Aufgabe
Eine (Eis-)riesige Aufgabe Das Kletterteam war nicht nur da, um für die Kamera Modell zu stehen – ihr Können war vonnöten, um die Beleuchtungsausrüstung zu platzieren. „Wir liessen alles Material vom oberen Ende der Wasserfälle hinab und mussten oft wegen der verrückten Eisformationen improvisieren,” sagt Dani Arnold. © Mammut/Thomas Senf
Ein interessanter Fotograf
Ein interessanter Fotograf Thomas Senf macht nicht nur Fotos – er klettert auch seine eigenen Routen. Zusammen mit Freunden gelang ihm die Erstbesteigung der Harvest Moon Route am Thalay Sagar, und die Nordwand des Arwa Towers im indischen Himalaya. © Mammut/Thomas Senf
Versteckte Herausforderungen
Versteckte Herausforderungen Die vielen Schluchten und Spalten in Eidfjord verbergen einige der grössten, schwierigsten Eiskletter- und Mixed Climbing-Routen der Welt. © Mammut/Thomas Senf
Die perfekte Ausleuchtung
Die perfekte Ausleuchtung Die Kletterer mussten oft die Position der Lampen mit Hilfe von bizarren Seilkonstruktionen um nur wenige Zentimeter korrigieren, damit der Lichtstrahl in genau der richtigen Position war. © Mammut/Thomas Senf
Blaues Eis
Blaues Eis Für soviel Blue Ice hätten Walt und Jesse noch mindestens fünf mehr Staffeln von Breaking Bad lang Meth kochen müssen. Hey, vielleicht gar keine so schlechte Idee... © Mammut/Thomas Senf