Mark Webber über sein nächstes Abenteuer

Die F1-Legende konzentriert sich auf neue Herausforderungen, wie MTB-Rennen und Leadville 100.
Webber und sein Teamkollege ziehen ein Kayak.
Von Tarquin Cooper

Mit neun Siegen, mehr als 40 Podiumsplatzierungen und einer sehr gradlinigen Persönlichkeit ist Mark Webber unter F1-Fans eine Art Legende. Doch der australische Fahrer hat nicht nur eine Leidenschaft für starke Motoren.

Unter Adventure-Race Teilnehmern und in der Outdoor-Szene ist er auch für sein Adventure Race bekannt – den Swisse Mark Webber Tasmania Challenge, der gerade sein zehnjähriges Jubiläum feierte.

Und tatsächlich waren Adventure Sports während seiner zwölf Jahre in der Formel 1 eine beständige Konstante. Und auch wenn er allseits bekannte Pläne hat, mit Porsche an der World Endurance Championship teilzunehmen, so erzählte er dem Adventure Channel, dass er ebenfalls große Pläne für Abenteuer auf zwei Rädern hat.

Webber gibt auf eine andere Weise Gas

„Mir fällt es schwer, ins Fitnessstudio zu gehen, das macht mir keinen Spaß,“ gibt er zu. „Du steigerst deine Herzfrequenz und bringst dein Endorphine in Schwung, wenn du draußen an der frischen Luft bist, in der Natur. Ich liebe Trailrunning, Mountainbiken und Kayaken – der Abenteuer-Aspekt dieser Sportarten gefällt mir!“

Ein Zeitlang trainierte Webber während seiner Karriere mit einem früheren Performance Coach der Special Forces names Bernie Shrosbree, der unter F1-Fahrern und Olympiateilnehmern durch seine Outdoor-Crosstrainingsmethoden wohlbekannt ist, und der seine Sportler mit zum Kayaken, Mountainbiken und Langlaufen nimmt. „Bernie ist super altmodisch,“ sagt Webber, „aber das war an diesem Punkt meiner Karriere genau das Richtige für mich.“
 

Mark Webber nimmt an seinem eigenen Rennen teil.

Webber sagt, er habe für sein Challenge Adventure Race große Pläne. Die dreijährige Partnerschaft mit Tasmanien sei zu Ende, und sie würden 2014 nicht für einen weiteren Contest zusammenarbeiten, aber der Event würde dennoch weitergeführt.

„Wir arbeiten an einem neuen Konzept. Im nächsten Jahr wird sich der Challenge einiges weiterentwickeln. Wartet’s ab!“

Anfangs war der Wettbewerb als Spendensammelaktion ins Leben gerufen worden, und entwickelte sich dann von einem Erfolg zum nächsten. „Er zieht eine Menge unterschiedlicher Athleten an,“ sagt Webber, „ganz schön harte Kerle, von Wochenendkämpfern, die sich selbst auf einer harten Strecke testen wollen, bis hin zu Olympiateilnehmern, Weltklasse-Adventure Racern, bis hin zu Tennis- und Cricket-Stars.“

Wettkämpfer radeln durch den Wald. © Perfect Prints

Bei dem Adventure Race mussten Teams zwischen verschiedene Stationen laufen, Mountainbiken und Kayaken, und so hunderte von Kilometern in der tasmanischen Wildnis zurücklegen. Bisher wurde schon fast eine Million Euro für gemeinnützige Zwecke eingenommen.

„Es ist ein Rennen, bei dem du definitiv viel über dich selbst lernst,“ sagt Webber. „Du bist sechs bis zehn Stunden am Tag mit deinen Teamkollegen im Busch unterwegs. Einige dieser Tage waren die härtesten meines Lebens.“

Laufen auf unterschiedlichstem Terrain. © Perfect Prints

Es ist vielleicht eine Ironie des Schicksals, dass Webbers schlimmste Verletzung nicht von einem Rennen mit 350km/h auf einer Rennstrecke kam, sondern von seinem eigenen Mark Webber Challenge in 2008, wo er sich ein Bein brach, nachdem er mit seinem Mountainbike mit einem Auto kollidierte. „Der Wagen kam aus dem Nirgendwo. Die Feuerwehrzufahrtsstrasse hatte hohe Böschungen, und ich konnte nicht ausweichen,“ erinnert er sich.

Vielleicht gibt es 2014 keinen Webber Challenge, aber Webber selbst wird sich nicht zurücklehnen und die Füße hochlegen. „Ich habe ein paar Mountainbike-Rennen im Kalender, und ich ziehe Leadville in Betracht,“ sagt er.
 

Das 100 Meilen-Rennen ist ein Langestrecken-Klassiker, der nicht nur wegen seiner Länge, sondern vor allem wegen der Höhe gefürchtet ist: Er beginnt auf 2.804m (9.200ft) und geht am höchsten Punkt bis hinauf auf 3.790m (12.424ft).

Interessanterweise sagt Webber, dass Mountainbiken Parallelen mit Hochgeschwindigkeitsrennen aufweist. „Die Art, wie du Entscheidungen triffst, wie du weit vorausschaust... wenn du auf einer technischen Mountainbikeabfahrt bist, dann musst du hochkonzentriert sein.“

Wie auch immer Webbers Plan für 2014 aussehen wird, eines es sicher: Es wird auf jeden Fall ein Abenteuer.

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Tarquin Cooper kannst du hier auf Twitter finden @adventuretarq.
 

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