Video: Red Bull Bird's Eye im bulgarischen Gebirge

Gleitschirmflieger Veso Ovcharov erzählt von den Bergen Bulgariens und Haien auf Hawaii.
Von Josh Sampiero

Nur 70 Kilometer entfernt von der bulgarischen Hauptstadt Sofia liegt Musala, der höchste Gipfel des Rila-Gebirges. Für den bulgarischen Gleitschirmflieger Veso Ovcharov und seine Freunde ist es einer der schönsten Spots im Land.

Vom 2.925 Meter hohen Gipfel können die Piloten hoch über die berühmten Sieben Rila-Seen fliegen. „Die Sieben Rila-Seen sind heilig“, sagt Ovcharov. „Für die Bulgarier ist es ein wichtiger spiritueller Ort”.

Cross-Country-Piloten, die lange Strecken zurücklegen möchten, bauen diesen Teil gerne in ihre Route ein. Ovcharov und seine Freunde nutzen beim Gleitschirmfliegen die unter ihnen liegenden Seen als „Sicherheitsnetz” für ihre akrobatischen Einlagen. Sie führen risikoreiche Manöver wie Wing-Overs, Spins und Infinity Tumbles aus (dabei macht der Pilot einen Salto über den Flügel).

Doch selbst wenn man sich nicht in der Luft auf den Kopf stellt, sind die Bedingungen im Rila-Gebirge eine Herausforderung. „Man fliegt unter schwierigen Bedigungen“, so Ovcharov. „Die Kontraste zwischen Felsen und Seen erzeugen Temperaturunterschiede, die das Entstehen von Aufwinden fördern. Da ist eine Menge Luft, die sich nach oben und unten bewegt!”

Am Ende der Sommerflugsaison in Bulgarien machte sich Ovcharow zu den Inseln Hawaiis auf, wo man dank Passatwinden und vulkanischer Bergrücken exzellent in der Luft schweben kann. Er ist schon vom Haleakala-Krater auf Maui und vom Makapu'u Ridge auf Oahu geflogen und plant, demnächst die üppigen Tropentäler von Kauai zu erkunden. Doch erstaunlicherweise machte er eine seiner intensivsten Erfahrungen auf seinem Trip nicht in der Luft, sondern im Wasser.

„Im Oktober waren wir mit Kiteboards am Kite Beach von Maui unterwegs, als meine Freunde und ich einen anderen Kiteflieger bemerkten, der im Wasser merkwürdige Bewegungen ausführte“, erzählt Ovcharov. „Wir fuhren zum ihm hinüber und es stellte sich heraus, dass er von einem Hai ins Bein gebissen worden war. Wir zogen ihn aus dem Wasser und sorgten dafür, das er medizinische Hilfe bekam.” Der Kiteboarder überlebte die Attacke mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen.

Was steht also demnächst für Ovcharov an? Er fliegt noch ein bisschen auf Hawaii und wird dann auf dem amerikanischen Festland aufs Fallschirmspringen umsatteln. Aber keine Sorge – nächste Woche gibt es noch ein Bird's Eye-Video. Darin nimmt Ovcharov euch mit auf einen Rundflug über Bulgariens herrliche Küste.

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