Fotos: Klettern und Rafting am Grand Canyon

Der Colorado River fließt 280 Meilen durch den weltberühmten Grand Canyon. Kann man auch klettern?
Von Brendan Leonard

Der Redakteur des Adventure-Channels Brendan Leonard begab sich auf ein einmaliges Abenteuer – Wildwasser-Rafting im Grand Canyon, auf dem Colorado River. 280 Meilen (450km) in 28 Tagen, die berühmteste Schlucht der Welt hinunter. Es gab nur eine kleine Schwierigkeit: Brendan ist kein Paddler. Er ist ein Kletterer. Unten erfährst du, was er dazu sagte.

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Bouldern per Boot
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Bouldern per Boot Vermutlich unternimmt niemand eine Flussreise im Grand Canyon, um bouldern zu gehen. Aber da gibt es Millionen Jahre alte Felsen. Millionen! Wir dachten einfach, dass Teile davon bekletterbar sein müssten. Und genauso war es — „Teile davon“ waren tatsächlich bekletterbar. © Forest Woodward
Kajaken im Grand Canyon
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Kajaken im Grand Canyon Der 280 Meilen lange Abschnitt des Colorado Rivers weist einige knifflige Stromschnellen auf. Hier vergnügt sich ein Kajaker im Wasser. © Forest Woodward
Nasser Kopf
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Nasser Kopf In Seitenströmen und Nebenflüssen findet man Wasserfälle. Ein Bootsfahrer kühlt sich unter einem kleinen Wasserfall den Kopf ab. © Forest Woodward
Schattenwand
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Schattenwand Die verschiedenen Stopps waren für uns die Gelegenheit, auf Erkundungstour zu gehen. Getrieben von unserer Neugier wanderten wir in Seiten-Canyons und fanden dort Blöcke, die groß genug zum Bouldern waren. Wenn der Felsen fest genug war, schufen wir eigene Boulder-Schwierigkeiten und Überquerungen. © Forest Woodward
Blauer Weg
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Blauer Weg Der Colorado River ist eine große Show. Dennoch lohnt es sich, sich die Zeit zur Erkundung der vielen Nebenflüsse zu nehmen, wie beispielsweise des Havasu Creeks. © Forest Woodward
Das Rafting kann losgehen
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Das Rafting kann losgehen Das Campen, die Logistik und die Ausrüstung für mehrtägige Rafting-Trips wollen gut geplant sein. Die Worte „Wir brauchen auch noch…” stoßen stets auf offene Ohren, seien es 1.600 Dosen Bier, eine Gitarre, ein Gasofen, mehrere Tagesrationen Steaks, ein Schmortopf, Crashpads oder Kletterzubehör. © Forest Woodward
Probleme ungeahnter Art
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Probleme ungeahnter Art Beim Bouldern hier unten gibt es ein ganz spezielles Problem: Wenn etwas nicht klappt, kann man nicht am nächsten Tag wiederkommen und es nochmal versuchen—da ist man schon 10 oder 20 Meilen weiter flussabwärts. Und nächste Woche hat man 80 oder 100 Meilen zurückgelegt. © Forest Woodward
Löcher in der Wand
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Löcher in der Wand Der Grund des Canyons ist ein Spielplatz mit Tonnen von Kohle und einigen Diamanten. Wenn du einen Diamanten findest —eine vergnügliche V2-Überquerung nahe beim Camping-Lager, ein V1-Problem auf einem Boulderfelsen mitten im Fluss—, dann freust du dich riesig, dass du kletterst. © Forest Woodward
Stromschnellen-Rafting
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Stromschnellen-Rafting Als Kletterer lässt du Quadratmeile um Quadratmeile von Felsen an dir vorüberziehen und suchst nach einer Naht, einem Riss, einer Ecke, etwas, für das sich das Anhalten lohnt. Meist taucht der gute Felsen im falschen Moment auf—und man muss einfach wegschauen, wenn man an ihm vorbeifährt. © Forest Woodward
Packwut
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Packwut 15 Menschen, die 28 Tage im Backcountry leben, brauchen wahnsinnig viel — Zelte, Campingstühle, feuerfeste Pfannen, Rafting-Pumpen, Tische, Dutzende 5-Liter-Wassertanks, 25 Gallonen Propangas, ein Erste-Hilfe-Kit und neun spezielle 8,1-Gallonen-Behälter für die Fäkalienentsorgung. © Forest Woodward
Unter einem Dach
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Unter einem Dach Es gibt kaum Informationen über das Klettern in der berühmtesten Schlucht der Welt. Keine Bewertungen, Beschreibungen oder Erwartungen. Manchmal fanden wir ein Stück Kreide, die ein anderer Kletterer lange vor uns zurückgelassen hatte. Und er war sicher so wie wir angekommen — von flussaufwärts. © Forest Woodward
Finde den Kletterer
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Finde den Kletterer Nächstes Jahr wirst du einer von ‘zig Millionen von Leuten sein, die eine Erlaubnis für eine Flussfahrt im Grand Canyon beantragen. Du bekommt maximal einen Tag mit einer Felsen-Kletteroute – allerdings nur, wenn du neben all den für einen Rafting-Trip erforderlichen Dingen die Zeit dafür findest. © Forest Woodward
Feuer bei Nacht
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Feuer bei Nacht Man verbringt morgens und abends Stunden mit dem Auf- und Abbau des Camps, dem Takeln und Enttakeln der Boote, dem Standortwechsel der Expedition um einige Meilen pro Tag durch den berühmtesten Canyon der Welt. © Forest Woodward
Klettern, egal worauf
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Klettern, egal worauf Der Trip vom Zu-Wasser-Lassen in Lee’s Ferry bis zum Ziel in Pearce Ferry ist 280 Flussmeilen lang. Vorbei geht es dabei an mehrstufigen, bis zu 4500 Fuß (1.371m) hohen Felsen auf beiden Seiten des Flusses. Der Großteil davon ist nicht bekletterbar. © Forest Woodward
Paradies auf Erden
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Paradies auf Erden Wenn wir endlich klettern konnten, wurden wir wieder zu Kindern. Wie versuchten alles Mögliche aus, manchmal ohne Erfolg, wir zerbrachen Haltegriffe und stürzten ab, wir ruderten zu Boulderfelsen mitten im Strom, aktivierten eine Kamera auf dem Boot, während wir die Felsen untersuchten. © Forest Woodward
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