Fotos: Freediving-Bilder zum Eintauchen

Freediving ist ein einzigartiger Sport, der uns ehrfürchtig staunen lässt, wie diese Fotos zeigen.
Von Tarquin Cooper

Freediver sind seltsam faszinierend, denn sie begeben sich mit einem einzigen Atemzug in scheinbar unmögliche Tiefen. Der Sport hat eine klare Schönheit und ist dabei unglaublich beeindruckend.

Ein Teil dieser Faszination liegt in der Anregung unserer Vorstellungskraft. Vielleicht ist es das Wasser selbst, das uns magisch anzieht – denn Menschen sind fürs Freediving geradezu geschaffen. Im Wasser verlangsamt sich unser Herzschlag, das Blut fließt weniger in die Extremitäten, um unsere lebensnotwendigen Organe zu versorgen. Wir haben viel mit anderen Wassersäugern gemeinsam.

Bei Freediving-Wettkämpfen geht es darum, so tief wie möglich zu tauchen. Der aktuelle Rekord für die reinste Form dieses Sportes, dem Tieftauchen mit konstantem Gewicht ohne Flossen (Constant weight without fins/CNF), liegt bei 101 Metern und wird von Will Trubridge gehalten. Bei dieser Variante müssen die Freediver aus eigener Kraft ab- und wieder auftauchen, ohne die Hilfe von Flossen. (Die gesamte Liste der Weltrekorde beim Atem-Anhalten und Freitauchen findest du hier.)

Aber für die meisten Taucher geht es bei diesem Sport darum, Spaß zu haben und die Unterwasserwelt zu erkunden. Mit diesen Fotos kannst du richtig eintauchen…

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Eintauchen
Ein Freediver taucht im "Blue Hole" in Ägypten.
Eintauchen Menschen sind von Natur aus amphibisch und sind tatsächlich zum Tauchen gemacht. Hier taucht ein Freediver in das weltberühmte Blue Hole in Dahab in Ägypten. © Jacques de Vos
Schwimmen mit Schildkröten
Linda Paganelli schwimmt mit einer Suppenschildkröte.
Schwimmen mit Schildkröten Die italienische Rekord-Freitaucherin Linda Paganelli schwimmt mit einer Suppenschildkröte in Dahab in Ägypten. © Jacques de Vos
Wunderbare Stille
Lotta Ericson taucht in Ägypten.
Wunderbare Stille Lotta Ericson schwimmt mit einer Monoflosse beim Freediving in Ägypten. Diese Technik ist wesentlich schwieriger zu beherrschen als das Schwimmen mit zwei einzelnen Flossen, aber dafür effizienter, da die Freediver damit tiefer tauchen können. © Jacques de Vos
Auftauchen aus der Tiefe
William Trubridge taucht nach einem Trainingstauchgang wieder auf.
Auftauchen aus der Tiefe William Trubridge aus Neuseeland taucht nach einem Trainingstauchgang ohne Flossen aus Dean’s Blue Hole auf den Bahamas wieder auf. Trubridge hält den Weltrekord in dieser Disziplin – mit unglaublichen 101 Metern, die er 2010 in 4 Minuten und 8 Sekunden schaffte. © Daan Verhoeven
Wasserringe
Der US-Freediver Ren Chapman taucht durch einen Blasenring während des Suunto Vertical Blue Freediving-Wettbewerb 2012
Wasserringe Der US-Freediver Ren Chapman taucht durch einen Blasenring – während eines ruhigen Moments beim Suunto Vertical Blue Freediving-Wettbewerb 2012. Ren war Teil des Sicherheits-Teams, das aus erfahrenen Tauchern besteht und die Sportler bei den letzten 20-30 Metern ihres Auftauchens begleitet. © Daan Verhoeven
Der lange Weg nach unten
Der Däne Jesper Stechmann beim Abtauchen in eine Tiefe von 71 Metern ohne Flossen.
Der lange Weg nach unten Der Däne Jesper Stechmann beim Abtauchen in eine Tiefe von 71 Metern ohne Flossen bei den Weltmeisterschaften in Kalamata. Jesper ist bei diesem Tauchgang früh umgekehrt, aber er hat es mit Flossen bis zur magischen 100-Meter-Marke geschafft. © Daan Verhoeven
Auftauchen und durchatmen
Tetsuo Hara taucht nach einem 75-Meter-Tauchgang wieder auf.
Auftauchen und durchatmen Der japanische Freediver Tetsuo Hara taucht nach einem 75-Meter-Tauchgang beim Suunto Vertical Blue Freediving-Wettbewerb 2012 mit einer Monoflosse wieder auf. Nur zwei seiner Landsleute sind beim Freediving tiefer getaucht als Tetsuo. © Daan Verhoeven
Atem anhalten
William Trubridge praktiziert Yoga
Atem anhalten Die Yogapraxis ist ein wichtiger Teil des Freedive-Trainings, denn sie hilft nicht nur dabei, die Lungen zu öffnen, sondern lässt die Taucher auch vor dem Tauchgang einen Zen-artig gelassenen Zustand erreichen – und das ist entscheidend, um mehr Sauerstoff zu speichern und länger zu tauchen. © Samo Vidic
In die Tiefe
In die Tiefe Trubridge schwebt in Dean’s Blue Hole. Mit 200 Meter Tiefe ist es das tiefste bekannte Meerwasser-Blue Hole der Welt. Der Rekordhalter im Freediving trainiert dort das ganze Jahr über. „Wenn ich tauche, habe ich das Gefühl, dass der Ozean mich in sich aufnimmt“, sagt er. © Agustin Munoz
Abtauchen im Flug
Brian Pucella taucht in Dean's Blue Hole auf den Bahamas.
Abtauchen im Flug US-Freediver Brian Pucella scheint in Dean’s Blue Hole hinabzufliegen. Nach 20 Metern haben Freediver keinen Auftrieb mehr – das bedeutet, sie sinken von selbst. Das hat Vorteile auf dem Weg nach unten, aber macht das Auftauchen umso schwerer, gerade, wenn der Sauerstoff aufgebraucht ist. © Daan Verhoeven
Blasen machen
US-Freediver Brian Pucella macht einen Blasenring unter Wasser.
Blasen machen US-Freediver Brian Pucella macht einen Blasenring am Rand von Dean’s Blue Hole auf den Bahamas. Er befindet sich in ungefähr 9 Metern Tiefe. So ein Blasenring kann intakt bis zur Oberfläche aufsteigen. © Daan Verhoeven
Verlockende Dunkelheit
Verlockende Dunkelheit Dieses Bild von Rafal Meszka kam ins Finale des Red Bull Illume-Fotowettbewerbs. Es zeigt den ersten Freedive von Emilia Biala nachdem einem schweren Zugunfall. „Die Ärzte sagten, sie würde wahrscheinlich nie mehr tauchen können“, sagt Meszka. „Aber Emilia ist immer noch eine tolle Freitaucherin.“ © Rafal Meszka / Red Bull Illume
Unterm Eis
Stig Severinsen taucht unterm Eis.
Unterm Eis Stig Severinsen stellte einen neuen Weltrekord für den längsten Freedive-Tauchgang unter Eis auf. Der Däne schwamm letztes Jahr 152,4 Meter im eisigen Wasser des Qorlortoq-Sees in Ostgrönland. © Dan Burton
Per Anhalter durch den Ozean
Julia Petrik mit einem Beluga-Wal in der russischen Arktis.
Per Anhalter durch den Ozean Freitaucherin Julia Petrik erwischt eine ungewöhnliche Mitfahrgelegenheit mit einem Beluga-Wal in der russischen Arktis. Unterwasser-Fotograf Dan Burton hat während der letzten 20 Jahre viele der weltbesten Freediver fotografiert. © Dan Burton
Denkpause
Das Tauch-Model posiert für ein Foto
Denkpause Freediving-Wettkämpfe fallen den meisten Menschen zuerst ein, wenn sie an den Sport denken. Aber es geht auch einfach um den Spaß unter Wasser. Hier nimmt ein Freediver eine Denkerpose im Tauchgebiet Dahab in Ägypten ein. © Aurélie Cottier
Wo geht es nach oben?
60 Freediver tauchen gemeinsam auf Bali.
Wo geht es nach oben? Dutzende von Freedivern versammeln sich wie ein Fischschwarm während des One Breath Jamboree im Oktober 2013 in Tulamben auf Bali. © Aurélie Cottier
Geschafft!
Trubridge taucht auf beim Sunto Vertical Blue
Geschafft! Bei Wettbewerben müssen die Taucher drei Protokolle absolvieren, wenn sie an die Oberfläche kommen, damit der Freedive zählt: die Brille abnehmen, das OK-Zeichen geben und laut sagen: „Ich bin okay“. Klingt einfach, aber die geistigen Fähigkeiten sind bei tiefen Tauchgängen stark eingeschränkt. © Samo Vidic