Fotos: Der Kampf gegen Oregons "Turkey Monster"

Im Wald von Oregon verbirgt sich eine nur selten genutzte Kletterroute. Ben Herndon bringt uns hin.
Von Ben Herndon

Eingebettet in ein Tal des Naturparks „Oregon Menagerie Wilderness“ erhebt sich über die umliegenden Nadelbäume das 107 Meter hohe „Turkey Monster“. Inmitten plätschernder Bäche, dichten Laubwerks und uralter Bäume wirkt der Monolith merkwürdig deplatziert.

Auf der Suche nach der mystischen Kreatur habe ich mich gemeinsam mit Kletterpionier Wayne Wallace und Felskletterin Bekah Herndon (gleichzeitig meine Ehefrau) über alte Forststraßen in die unerschlossenen Waldgebiete von Oregon begeben.

Pro tip: use your keyboard to jump between photos
Ein turmhoher Truthahn
Blick auf das "Turkey Monster" in Zentral-Oregon
Ein turmhoher Truthahn Das "Turkey Monster", ein 107 Meter hoher, in vier Kletterabschnitte unterteilter Monolith in der Wildnis von Oregon. © Ben Herndon
Wir nehmen es mit dem Truthahn auf...
Blick über das "Turkey Monster"
Wir nehmen es mit dem Truthahn auf... Eingebettet in ein Tal des Naturparks „Oregon Menagerie Wilderness“ erhebt sich über die umliegenden Nadelbäume das 107 Meter hohe „Turkey Monster“. Nachdem wir uns durch steil abfallendes Gelände gekämpft hatten, erreichten wir einen Felsvorsprung mit Blick auf das „Turkey Monster“. © Ben Herndon
Herndon ist kurz vorm Ziel
Herndon ist kurz vorm Ziel
Herndon ist kurz vorm Ziel Herndon auf den letzten Metern des Abschnitts mit dem Schwierigkeitsgrad 5.11. Oben angekommen, schrie Herndon im Adrenalinrausch „Ich liebe Klettern!“. Danach ballte sie beide Hände zur Faust, vermutlich eine der weltweit enthusiastischsten Gesten überhaupt. © Ben Herndon
Klettern und "Klick!"
Wallace fotografiert Bekah Herndon beim Klettern
Klettern und "Klick!" Bekah Herndon befindet sich auf dem dritten (und längsten) Abschnitt, während Wallace von oben aus fotografiert. Weil Wallace ein Sicherungsgerät mit automatischer Blockierfunktion nutzt, ist Herndon auch vor einem Sturz geschützt, während Wallace Fotos macht. © Ben Herndon
Zentimeterweise bis nach oben
Wallace und Herndon erklimmern Abschnitt 3 des Turkey Monsters
Zentimeterweise bis nach oben Wallace und Herndon auf Pitch 3, einem Vorsprung mit fixierten Bohrhaken, um Stürze zu verhindern. Für natürlichen Schutz war nur wenig Spielraum. Die Route von Wallace und Herndon, die „Dod Route“, ist wegen der unberechenbaren Natur des Felsens normalerweise eine Route für technisches Klettern. © Ben Herndon
Völlig entspannt
Wallace nähert sich auf dem Turkey Monster einem Abschnitt mit eher lockerem Gestein.
Völlig entspannt Selbst Veteranen sind bisweilen verunsichert. Wallace, ein erfahrener Kletterer und Alpinist, bezeichnete das Gestein des Monsters als das „vielleicht lockerste meiner Karriere“ – angesichts hunderter anspruchsvoller Kletterrouten, die Wallace im Lauf der Jahre bewältigt hat, ein starkes Statement. © Ben Herndon
Griff in die Spalte
Wallace erklettert das "Turkey Monster".
Griff in die Spalte Das „Turkey Monster" ist ein freistehendes Überbleibsel uralter Lavaröhren und wird aufgrund des lockeren Gesteins meist nur einmal im Jahr erklettert - darüber denkt kein Kletterer gerne nach. Hier erreicht Wallace einen steilen Abschnitt mit dem Schwierigkeitsgrad 5.10c. © Ben Herndon
Das Monster ist bezwungen!
Oben angekommen, wickelt Wallace das Kletterseil auf.
Das Monster ist bezwungen! Nach 3,5 Stunden hat das Team den Gipfel erreicht – gerade noch rechtzeitig, um im Nachmittagslicht den Blick auf das umliegende Tal zu genießen. © Ben Herndon
read more about
Zur nächsten Story