Der leuchtende Nouss fliegt wieder

Am 26. Juli findet in Zuchwil die 2. Ausgabe des Red Bull Hornussen statt – mit Finale im Dunkel
Ein Teilnehmer beim Abschlag
Red Bull Hornussen: Bereit für 2014 © Thomas Stöckli / Red Bull Content Pool
Von Stefan Stein

Hornussen ist ein Schweizer Nationalsport – genau wie Schwingen und Steinstossen. Der Sport, der auf einem Feld ausgetragen wird und wie eine Mischung aus Golf und Baseball anmutet, ist eine der letzten Bastionen für echte Männer, Kerle, wie sie zu Jeremias Gotthelfs Zeiten im Mittelland lebten.

Red Bull verpasst den Schlägern einen leuchtenden Nouss und ein Spielfeld mit LED-Beleuchtung. Aus allen vier Schweizer Teilverbänden wurden die Besten der Verbandsfeste für den Anlass eingeladen, um das 78 Gramm schwere Kunststoffgeschoss so weit als möglich ins Ries hinaus zu befördern. Weitere lizenzierte Hornusser ab 16 Jahren können sich am Vormittag für das Haupttableau der 32 Besten qualifizieren. Am Nachmittag werden in Vierergruppen jeweils die besten zwei eruiert, welche im Turnier weiterkommen.

Das Finale wird im Dunkeln ausgetragen. Damit es bis zum letzten Schlag spannend bleibt, findet zuerst das kleine Finale um die Ränge 3 und 4 statt, anschliessend das Superfinale, das den Sieger ermittelt. Jeder Finalist hat vier Schläge, abgeschlagen wird abwechslungsweise.
 

Stefan Studer talks to another competitor at the Red Bull Hornussen in Zuchwil, Switzerland on July 27th, 2013
Red Bull Hornussen 2013 -Stefan Studer © Thomas Stöckli / Red Bull Content Pool

Zusammengestellt hat das Teilnehmerfeld, ein eigentliches "who is who" der Hornusser-Welt, der Zuchwiler Jürg Eggimann, selber zweifacher Schlägerkönig an Eidgenössischen Hornusserfesten. "Ich habe die jeweils sechs Besten der Verbandsfeste 2013 von allen vier Schweizer Teilverbänden eingeladen", sagt der passionierte Hornusser, der sich freut, dass der Traditionssport mit dem Anlass im Juli eine völlig neue, sehr moderne Facette dazugewinnt. „An der ersten Austragung im vergangenen Jahr waren wir extrem erstaunt über das riesengrosse Publikumsinteresse. Deshalb freuen wir uns sehr auf die Fortsetzung“, sagt er.

Wieder dabei sein wird in Zuchwil auch Stefan Studer, Sieger des letztjährigen Wettbewerbs. Der 1.91 grosse Höchstetter hatte den gelbgrün leuchtenden Nouss damals auf eine 303 Meter lange Reise geschickt – und gleichzeitig auf einen Trip in die Zukunft eines Schweizer Traditionssports.
 

read more about
Zur nächsten Story