Amazon Dive Nr. 2: Ein Alligator zum Mittagessen

Begleite Klippenspringer Orlando Duque auf seiner einmaligen Reise am Amazonas.
Von Evan David

Orlando Duque und Eber Pava gleiten durch den glatten, öligen Rio Javari, einen Nebenarm des Amazonas – immer noch auf der Suche nach den einmaligsten Locations für ihre spektakulären Sprünge. Bisher war diese Reise kein Spaziergang. „Es sind überall Tiere um uns herum“, sagt Orland Duque. „Im Dschungel ist es nicht sehr angenehm, aber das gehört zu unserem Abenteuer, das macht es zu einer Herausforderung.“

Zwar haben die beiden den optimalen Absprungplatz für Weltklasse-Sprünge noch nicht gefunden, aber dafür sind sie den indigenen Bewohnern des Amazonas-Beckens begegnet. „Man kann viel von ihnen lernen“, erzählt Orlando. „Besonders von den Kindern. Sie finden einen Baum, klettern hoch und springen – das ist für sie der Höhepunkt des Tages. Sie haben so viel Spaß mit dem Fluss – das hilft uns, ein neues Bewusstsein zu entwickeln.“

Natürlich haben sie noch viel mehr gelernt – beispielsweise, dass die Kinder hier Schildkröten als Haustiere halten und die Familie Kaimane zum Mittagessen verspeisen, die Alligator-ähnlichen Reptilien des Amazonsgebiets (aber nur die großen, sagt ein Anwohner). Doch das waren nicht die wichtigsten Lektionen, sagt Duque: „Man lernt auch sein komfortables Leben zu Hause wieder neu schätzen – man kann das, was man kennt, nicht mit der Lebensweise der Menschen im Urwald vergleichen!“

Inzwischen ist die Suche nach dem perfekten Baum fast vorbei – hier kannst du sie erleben.

MEHR: Orlando Duques Poisedon-Sprung in Griechenland

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