Neuland

Nicht alle Top-Abenteuer werden publik – wer hat von diesen fünf extremen Leistungen gehört?
Olly Hicks rudert über den Ozean
„Selbstmörderisch“? Hicks will die Welt umrunden © Andy Smith
Von Will Gray

Wer: Olly Hicks
Das Ziel: 29.000km rudernd um die Welt
Badass-Level: 10/10

Sein letzter Versuch wurde als „gefährlich, wenn nicht gar selbstmörderisch“ beschrieben und endete nach nur 96 Tagen eines auf 20 Monate angelegten Trips. Unbeirrt plant Hicks einen weiteren Versuch, die Welt rudernd ohne Unterbrechung zu umrunden. Das geplante Unterfangen ist deshalb so extrem, weil die Route durch den wilden Südlichen Ozean führt, der Seeleute über Jahrhunderte das Fürchten lehrte. „Das ist eine der letzten großen Erst-Unternehmungen“, sagt Hicks. Wird es seine letzte werden? 2016 werden wir es herausfinden.
www.globalrow.com

Olly Hicks macht beim Rudern ein Selfie.
Gefährlich, wenn nicht gar selbstmörderisch © Andy Smith

Wer: Andy Smith
Das Ziel: 8.000km auf den Fahrrad zu den WM-Stadien Brasiliens
Badass-Level: 5/10
Okay, das ist vielleicht nicht gerade eine super-krasse Expedition, aber uns überzeugt die sonderbare Idee. Smiths hat vor, alle 12 WM-Veranstaltungsorte in Brasilien mit dem Fahrrad zu erreichen. Zehn Stadien hat er bereits besucht – und dafür 5.600km zurückgelegt. Er musste mit typischen Problemen wie platten Reifen und eingerasteten Ketten klarkommen, wurde außerdem mehrmals von riesigen LKWs von der Straße abgedrängt und stürzte auf regennassen, morastigen Straßen. Übernachtet hat er unter anderem in einem verlassenen Haus wie aus einem Horrorfilm, einem Märchenschloss mit Namen Camelot und, „rein zufällig, in einem „Love-Motel!“ – wir glauben es ihm!
smudgersambacycle.org

Weitläufige Sümpfe erschweren Andy seine Fahrt durch Brasilien.
Andy Smith erreicht das Ende des Weges © Andy Smith

Wer: Ash Dykes
Das Ziel: 3.200km Solo-Trekking durch die Mongolei
Badass-Level: 6/10
Dykes will, mit einem selbstgebauten Karren im Stile von Tippelbrüdern im Schlepptau, als Erster das mörderische Gebiet der Mongolei zu Fuß durchqueren. Die größten Gefahren für den 23-Jährigen werden dabei Dehydration, Graue Wölfe und wilde Hunde sein. Um sich auf sein Unternehmen vorzubereiten, lief er kreuz und quer durch Wales – also wird er zumindest wissen, was er tun muss, falls er auf eine Herde Schafe trifft.
www.ashdykes.com

 

Dykes läuft auf die Berge zu.
Dykes plant, zu Fuß die Mongolei zu durchqueren. © Ash Dykes

Wer: Cornelius Strohm / Michael Charavin
Das Ziel: 5.000km Drachenumseglung von Grönland ohne Unterstützung
Badass-Level: 8/10
Grönland ist unter Abenteurern sehr beliebt, um Erstbesteigungen zu wagen, sich auf die Pole vorzubereiten und wind-gestützte Reisen zu unternehmen. Doch bisher hat noch niemand die gesamte Insel mit Snowkites in Angriff genommen. Bisher. Doch jetzt sind der 40-jährige deutsche Experimentalphysiker Cornelius Strohm und der Polar-Reiseleiter Michael Charavin im Anmarsch. Das Paar hat bereits 1.200km ihrer Reise zurückgelegt, auf der sie keinerlei Unterstützung von Dritten erhalten. Ein echtes Abenteuer.
www.wingsovergreenland.com
 

Olly Hicks rowing on the ocean.
Unbekannte wagen oft die coolsten Sachen © Cornelius Strohm

Wer: Vitaly Shkel
Das Ziel: Bergrekorde
Badass-Level: 12/10
Der Russe Vitaly Shkel mit dem Spitznamen „das Monster“ war derjenige, der beim International Mount Elbrus-Rennen im letzten Jahr überraschend mit dem Berglauf-Champion Kilian Jornet mithielt – und er verdiente sich dadurch einen Auftritt in Déjame Vivir, dem neuen Film des Abenteuer-Filmemacher Sebastian Montaz.

Von dem zurückhaltenden Russen weiß man wenig, doch letztes Jahres wurde er zu einer lokalen Legende, als er den gesamten Sommer in einer Baracke in einer Höhe von 4.000 Metern auf den Hängen des 5.642m hohen Mount Elbrus verbrachte – nur um sich auf das Rennen vorzubereiten. Sein nächstes Ziel: Erstbesteigungen in Rekordzeit im Himalaya-Gebirge.
Seht euch Djamel Viver an, um ihn in Action zu erleben.

Vitaly Shkel posing for a portrait during an adventure.
Vitaly Shkels Spitzname ist „das Monster“ - wieso? © Sébastien Montaz-Rosset

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