Video: Robby Naish surft... auf dem Amazonas!

Windsurf-Legende Robby Naish kennt sich mit Wellen aus – auf dem Amazonas lernte er aber noch dazu.
Von Josh Sampiero

Wellen haben Namen, und hinter jedem Namen steckt eine Bedeutung. Sunset, Pipe, Jaws... alle ziemlich eindeutig. Das ist auch bei der Gezeitenwelle namens Pororoca, die auf dem Amazonas in Brasilien zu finden ist, nicht anders. „Pororoca“ bedeutet in der Sprache der Ureinwohner „großer Lärm“ - kein Wunder, denn die Welle donnert oft auf einer Strecke von 800 Kilometern über den Fluss. Es ist der perfekte Spot für unglaublich lange Wellenritte.

„Das ist bei Weitem die längste Welle, die ich je gesurft bin. Ich habe mich zuvor schon mal in Indonesien und Frankreich auf Gezeitenwellen gewagt, aber eine Welle fast drei Kilometer lang zu surfen, ist unglaublich“, sagt der 24-fache Windsurf-Weltmeister Robby Naish. „Ich bin mitten auf dem Amazonas, lerne ganz neue Orte, neue Menschen und eine neue Art von Welle kennen, die mir in meiner Karriere als Windsurfer nicht begegnet wären. Ich freue mich sehr, hier zu sein.“

Wissenschaftlich erklärt wird diese Gezeitenwelle durch das Aufeinandertreffen des Flusses mit dem Strom des Atlantiks. Es heißt, die Welle wäre manchmal stark genug, um einen 10 Meter hohen Baum aus der Erde zu reißen, und auf ihr wurde mit einer Dauer von 43 Minuten der Weltrekord für den längsten Wellenritt auf einem Surfboard aufgestellt. Die größte Gefahr? Nicht die Felsen, Riffe oder Haie, sondern die hohe Konzentration an teilweise sehr großen Fremdkörpern im Wasser – wie zum Beispiel ganze Bäume.

Für Robby ging es bei dem Abenteuer hauptsächlich darum, seinen Horizont zu erweitern. „Ich werde meistens als 'Wassermann' bezeichnet, doch ich sehe mich eher als Wellenreiter. Ein 'Wassermann' taucht gern – und das tue ich nicht. Er geht auch gerne Angeln, aber ich esse nicht mal gerne Fisch!“ sagt Robby. „Es ist egal, ob es um Windsurfen, Surfen, Kitesurfen, Stand-Up-Paddling oder auch Skateboarden und Snowboarden geht – ich bewege mich gern stehend vorwärts. In meiner Zeit als Windsurfer wäre ich nie hierhergekommen, denn es gibt keinen Wind. Das SUP-Board hat mir hier ganz neue Möglichkeiten eröffnet!“

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