Entdecke Afrikas atemberaubendsten Vulkan

Diese Landschaften wirken wie aus einer anderen Welt, machen sprachlos – und schmelzen Schuhsohlen.
Die unglaublichen, vielfarbigen Mineral-Ansammlungen machen den Dallol Vulkan in Äthiopien ist einer der außergewöhnlichsten Orte der Welt.
Ein unglaubliches hydrothermales Gelände. © Olivier Grunewald
Von Josh Sampiero

Diese Bilder wirken wie vom Set eines Science-Fiction-Films. Aber sie sind nicht nur echt, sondern auch auf diesem Planeten aufgenommen. Diese Krater in der Danakil Senke in Äthiopien sind durch Vulkan-Explosionen entstanden und ein Hotspot für hydrothermale Aktivitäten – wortwörtlich, denn die Temperaturen klettern oftmals auf über 50°C und Entdecker müssen aufpassen, nicht in kochendes Wasser zu steigen.

Es gibt viele Geyseriten in der Danakil Senke, in welcher sich der Dallol Vulkan befindet.
Helle Terassen aus Geyseriten. © Olivier Grunewald

Fotograf Oliviér Grundewald erinnert sich: „Im Jahr 2000 war das Gebiet wegen des Krieges zwischen Eritrea und Äthiopien völlig in Vergessenheit geraten.“

2000 flog ihn ein Helikopter der Army in die Danakil Senke. Der Pilot war von der beeindruckenden Landschaft so begeistert, dass er beschloss, zu landen. „Wir blieben nur für eine Stunde, in der wir versuchten, die Schönheit zu verarbeiten. Wir entschieden, dass wir zurückkommen würden.“ Seitdem war Grundewald fünf Mal dort.

Aufsteigendes, heißes Wasser kreiert diese fremdartigen Aufschichtungen und Wellen in den Seen am Dallol Vulkan.
Aufsteigendes Wasser kreiert Aufschichtungen. © Olivier Grunewald

Aber wie entsteht so etwas? Grundewald gibt uns die vereinfachte Erklärung: „Dallol liegt mitten im Afrikanischen Graben, einem aktiven Vulkan-Gebiet. Unter einer sehr dicken Schicht, die noch von einer Verbindung zum Roten Meer von vor Ewigkeiten zurückgeblieben ist, liegt der Dallol Vulkan, der heißes Wasser, das voller Mineralien ist, an die Oberfläche drückt. Die Mineralien bleiben oben zurück und so entsteht ein richtiger Mineralien-Regenbogen!“

Der Dallol Vulkan ist eine der unglaublichsten Sehenswürdigkeiten der Welt.
Der Salz-See bei Nacht. © Olivier Grunewald

Damals, im Jahr 2000, war nicht nur der Zugang zum Vulkan schwierig, es war auch fast unmöglich, dort Bilder zu machen. Die digitale Fototechnik war noch nicht so weit vorangeschritten und analoger Film drohte, bei den hohen Temperaturen zu schmelzen. Heute gibt es eine Straße, die zum Dallol Vulkan führt und den Zugang leichter macht, auch wenn man immer noch von einem Führer mit militärischer Ausbildung begleitet werden muss – und digitale Kameras erleichtern die Arbeit ungemein.

Erst der ständige Niederschlag gibt der brüchigen Erde von Dallol in Äthiopien Leben und Farbe.
Jau, das sieht heiß aus. Sehr, sehr heiß. © Olivier Grunewald

Trotzdem ist es zwischen April und September eigentlich zu heiß und wenn man sich doch zu einem Besuch entschließt, dann sollte man sicherstellen, täglich sieben Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen – und seine Füße nicht in einer Pfütze aus kochendem Wasser zu verbrühen.

Der Hitze und dem Stress zum Trotz bleibt der Dallol einer der Lieblingsorte des Fotografens: „Es gibt so viele verschiedene hydrothermale Gelände auf der Welt, aber ich habe noch nirgendwo anders einen so farbenfrohen und vielseitigen Ort gesehen. Von Reise zu Reise, von Jahr zu Jahr verändert sich dieser Ort – es sieht dort jedes Mal anders aus!“

Das Beste von RedBull.com jetzt auch für unterwegs. Die Mobile App gibt es unter RedBull.com/app.
 

read more about
Zur nächsten Story