Red Bull Hornussen: Wenn die Nacht zum Tag wird

Am 26. Juli 2014 fliegt der leuchtende Nouss wieder über den Zuchwiler Nachthimmel
Von Antonio Falke

Hornussen ist ein Schweizer Nationalsport – genau wie Schwingen und Steinstossen. Der Sport, der auf einem Feld ausgetragen wird und wie eine Mischung aus Golf und Baseball anmutet, ist eine der letzten Bastionen für echte Männer. Kerle eben, wie sie zu Jeremias Gotthelfs Zeiten im Mittelland lebten.

Red Bull verpasst den Schlägern einen leuchtenden Nouss und ein Spielfeld mit LED-Beleuchtung. Aus allen vier Schweizer Teilverbänden wurden die Besten der Verbandsfeste für den Anlass eingeladen, um das 78 Gramm schwere Kunststoffgeschoss so weit als möglich ins Ries hinaus zu befördern. Weitere lizenzierte Hornusser ab 16 Jahren können sich am Vormittag für das Haupttableau der 32 Besten qualifizieren. Am Nachmittag werden in Vierergruppen jeweils die besten zwei eruiert, welche im Turnier weiterkommen.

Das Finale wird im Dunkeln ausgetragen. Damit es bis zum letzten Schlag spannend bleibt, findet zuerst das kleine Finale um die Ränge 3 und 4 statt, anschliessend das Superfinale, das den Sieger ermittelt.


Hornussen so modern wie nie
Red Bull Hornussen inszeniert den Schweizer Traditionssport einmal mehr so, wie man es bisher noch nie gesehen hatte. So zum Beispiel zeichnet sich der Schweizer Fotograf Lorenz Richard für ein ganz spezielles Foto verantwortlich: „Wir haben stundenlang versucht, den Stecken mit LED-Dioden zum Leuchten zu bringen. Leider gelang uns dies nie so, wie wir es uns vorstellten. Manchmal wegen dem Licht, dann wieder wegen der Reflektion, und dann mal wieder wegen Wind und Wetter. Am Schluss meinte es aber wohl jemand gut mit uns, denn wir konnten den Hornusser Thomas Keller genau so ablichten, wie wir uns das vorstellten. Ich bin schon ziemlich stolz auf das Resultat“, meint der 30-jährige Berner.

Nicht nur die Fotos sorgen für Staunen – auch der offizielle Trailer zu Red Bull Hornussen ist ein Augenschmaus. Für diesen Videoclip konnte niemand geringeres als der Schweizer Charakterdarsteller Christian Liniger („Der Goalie bin ig“, „der Bestatter“) gewonnen werden. Der Trailer erzählt die Geschichte eines Missverständnisses zwischen Pilot und Tower. Christian Liniger spielt den Linienpiloten, der zur grossen Überraschung der Flugverkehrsleiter nicht in Zürich landen möchte, sondern sich den 350 Meter langen Ries von Red Bull Hornussen als Landebahn aussucht: „Wir hatten die einmalige Gelegenheit, im legendären Swissair Coronado des Verkehrshauses Luzern zu drehen. Es war gar nicht so einfach, einem stillgelegten Cockpit aus den 60er Jahren neues Leben einzuhauchen, aber unsere kleine und wendige Crew hat das hervorragend gemacht.“

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