Diese krassen Blitz-Bilder werden dich schockieren

Der Sturmjäger Christophe Suarez liefert die Knüller seiner Blitz-Jagd durch Europa.
Lightning strikes Lake Geneva in Switzerland during a storm in this photo captured by renowned storm photographer Christophe Suarez.
Aus der Wolke in den Boden © Christophe Suarez
Von Evan David

Er bringt es vielleicht nicht auf 30 km pro Sekunde, doch mithilfe seiner ausgefuchsten Kameratechnik kann Christophe Suarez dem Blitz hinterherjagen wie kaum ein anderer. Der in der Schweiz lebende Sturm- und Naturfotograph hat für uns eine Galerie seiner Lieblings-Blitz-Bilder zusammengestellt und uns ein wenig erklärt, wie er sie geschossen hat.

Der Blitz schlägt in Borgnone, Frankreich ein; Foto von Sturmfotograf Christophe Suarez.
Wein und Regen in Borgnone © Christophe Suarez

Der Fotograph beschäftigt sich schon nahezu sein ganzes Leben lang mit Sturm- und Gewitter-Fotographie. „Seit ich ganz jung bin, faszinieren mich Blitze. Jeder Blitz ist besonders – mitten in der Nacht bringt er eine dunkle Landschaft ans Licht“.

Das letzte Sommergewitter, Foto von Fotograf Christophe Suarez.
Das letzte Sommergewitter © Christophe Suarez

Die Ergebnisse sind spektakulär, doch die Anforderungen übersteigen die der normalen Fotographie bei weitem. Zum Beispiel weiß man nicht, wie das Objekt aussehen wird, da es ja nicht erscheint, bevor es an der Zeit ist, auf den Auslöser zu drücken. Suarez sagt: „Da die Position und die Form des Blitzes unvorhersehbar sind, bestimme ich einen Ausschnitt und überlasse es der Natur, die Komposition zu erschaffen.“

Ein typisches Sommergewitter in den schweizer Alpen, Foto vom örtlichen Fotografen Christophe Suarez.
Typisches Abendgewitter in den Alpen © Christophe Suarez

„Die Regeln der Komposition ähneln denen der Landschaftsfotographie“, führt der Fotograph fort. „Doch das Aufkommen der digitalen Fotographie ermöglicht es dem Fotographen, seine Grenzen zu erweitern und Wetterphänomene zu zeigen, die wir uns niemals hätten vorstellen können.“

Der Blitz schlägt im Genfersee in der Schweiz ein, Foto vom Fotografen Christophe Suarez.
Blitze auf dem Wasser © Christophe Suarez

Die Bilder sind dramatisch, doch Suarez begibt sich kaum in Gefahr, da er in der Nähe des Unwetters bleibt und nicht mittendrin. „Ich ziehe es vor, nicht im Zentrum des Sturmes zu sein, sondern lieber ein bisschen an der Seite, damit ich die Show verfolgen kann, ohne selbst vom Blitz gefällt zu werden!“

Sturmrüssel formen sich über dem Genfersee, Schweiz, Foto von Christophe Suarez.
Doppelrüssel über dem Genfersee © Christophe Suarez

Die herausfordernde Arbeitssituation verlangt einen perfekten Umgang mit seiner Kameraausrüstung. „Ich kenne mein Equipment durch und durch, also muss ich über Anpassungen nicht nachdenken. Das reduziert den Stress beim Fotographieren erheblich!“

Das Meer in Marseille, Frankreich wird von einem Blitz getroffen, Foto von Christophe Suarez.
Marseille wird von einem Blitz erleuchtet © Christophe Suarez

„Es gibt europäische Sturmjäger, die ihre amerikanischen Kollegen imitieren wollen und in großen Autos unterwegs sind, die voll mit Aufklebern sind. Doch eigentlich ist das hier in Europa nicht die Regel“, sagt Suarez. „Einerseits sind unsere Stürme von Natur aus etwas anders. Trotz heftigerer Stürme in den letzten Jahren sind unsere Stürme nicht so gewaltig wie in Amerika. Zudem ist das Straßennetz hier ganz anders und der Verkehr viel dichter. Wenn man in Europa durch kleine Dörfer fährt, empfehle ich, den großen 4WD zu Hause zu lassen und ein kompaktes Auto zu fahren!“

Sommergewitter im Himmel über den Französischen Alpen, Foto von Christophe Suarez.
Vom Boden in die Wolke © Christophe Suarez

Timing ist der schwierigste Aspekt bei der ganzen Unternehmung – sowohl bezüglich der Blitze, als auch der Stürme. „Mein Equipment ist immer einsatzbereit und manchmal breche ich in letzter Minute auf, doch ich ziehe es vor, mich ein paar Tage im Voraus vorbereiten zu können. Eine Woche im Voraus gucke ich, ob die Wetteraussichten Chancen bergen, ein paar Tage später habe ich dann eine gute Vorstellung des groben Ziels. Ein Tag im Voraus wähle ich das Ziel aus. Kurz vor meiner Abreise bestätigt ein kurzer Blick auf die Wetterkarte meine Wahl. Während der Jagd, im freien Feld, traue ich eher meine Augen und dem Radar als den Analysen“.

Doch wenn er dann vor Ort ist, muss er immer noch warten, bis es wirklich blitzt!

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Ein starker Blitz schlägt in Genf in der Schweiz ein, Foto von Christophe Suarez.
Schweres Gewitter über Genf © Christophe Suarez
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