POV-Video: Freediver auf Tauchgang im Flugzeug

Haltet den Atem an und erforscht unter Wasser einen alten Flieger aus der Perspektive der Freediver.
Daan Verhoeven erkundet unter Wasser ein Flugzeug.
Der Flieger liegt in einem Süßwasser-Steinbruch © Daan Verhoeven
Von Tarquin Cooper

Es liegt 30 Meter unter Wasser in einem stillgelegten Steinbruch im Westen Englands, ein längst vergessenes Flugzeug, dass einst den Luftraum patroullierte. Doch seit 2006, dem Jahr, in dem es absichtlich versenkt wurde, ist es zu einer großen Attraktion für Freediver geworden, die genug Mut aufbringen, dort hineinzutauchen.

In diesem Clip zeigen uns die Freediver Daan Verhoeven und Tim Money, wie die Erforschung des Flugzeugs aus ihrer Perspektive aussieht. Ihre einzigen Hilfsmittel: eine Monoflosse und ein Atemzug.

Diese Infografik zeigt, was beim Freitauchen mit dem menschlichen Körper passiert.

Sie tauchen bis auf 27 Meter, wo sich das Flugzeug auf dem Seegrund befindet und schwimmen dann durch den 20 Meter langen Flieger, aus dem es während des Tauchgangs keinen Ausgang gibt.

Es ist kalt, dunkel und grün. Da kommt einem der Steinbruch bereits unheimlich vor, doch erst das Wrack macht es richtig gespenstisch.

„Man muss sich selbst überreden, dort hineinzutauchen“, so Verhoeven. „Jeder Freedive in ein geschlossenes Objekt hat seine Tücken, denn der Weg zur Wasseroberfläche ist versperrt. Man muss erst wieder herauskommen. Deshalb muss man dabei absolute Ruhe bewahren.“

Und das wurde für Money fast zum Problem: Er kam zunächst nicht aus dem Cockpit heraus.

Daan schießt ein Hai-Selfie.
Daans Hai-Selfie bei einem anderen Tauchgang © Daan Verhoeven

Das ist kein Tauchgang für Anfänger!

„Es stellte sich heraus, dass Tims Monoflosse breiter als die Cockpittür war“, so Verhoeven, „so dass er beim Durchtauchen mit der Flosse steckenblieb. Andere Taucher wären da in Panik geraten, doch Tim schaute ganz ruhig nach hinten, um die Lage zu beurteilen, erkannte das Problem, drehte seine Beine, damit die Flosse durchpasste und kam raus. Er hatte die Situation voll unter Kontrolle.“

Wollt ihr den Tauchfilm noch authentischer erleben? Dann haltet mal während des Clips den Atem an. Daan und Tim kamen mit einem Atemzug zwischen 1:40 und 1:50 Minuten aus, fast so lange, wie das Video dauert. (Aber übertreibt es nicht mit dem Luftanhalten!)

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