Der Mann, der den „besten Job der Welt“ hatte

Allan Dixon wurde kürzlich dafür bezahlt, sechs Monate durch Australiens Busch zu touren. Puh…
Freudensprung in Australien
Ein Freudensprung © Allan Dixon
Von Tarquin Cooper

Als Tourism Australia für die Chance, sechs Monate im Busch zu leben und zu arbeiten, mit dem Slogan „Bester Job der Welt“ warb, wurden sie mit über 330.000 Bewerbungen überflutet. Die ausgeschriebenen Positionen reichten von Chef-Spaßvogel für den Staat New South Wales bis zum Verwalter der Tierwelt für Südaustralien. Wir sprechen mit Allan Dixon, 28, der der Busch-Abenteurer des Nordterritoriums wurde.

Das klingt nach einem harten Job.
Es war ein sehr harter Job.

Wasserfälle im Nordterritorium
Verlockende Wasserfälle im Nordterritorium © Tourism Australia

Was hast du gemacht?
Ich habe alles gemacht, was man dort so machen kann. Ich besuchte Ayers Rock (Uluru), den tropischen Norden und Darwin, ich war an Orten unterwegs, wohin niemand fährt, und lernte die Berge und die Kultur vor Ort kennen. Ich wurde ein „Kameltreiber“, campte in der Wildnis, unternahm eine Helikopter-Kneipentour und tat alles, was es im Zusammenhang mit Krokodilen zu tun gibt: sie füttern, mit ihnen schwimmen – und sie essen.

Lecker?
Sie schmecken ein bisschen wie Tintenfische.
 

Allan Dixon in Australien
Der beste Job der Welt? Sieht nicht schlecht aus. © Allan Dixon

Das klingt nach einem Abenteuer.
Es war ein gewisser Kontrast zu Irland.

Was hast du da gemacht?
Ich war der Kerl, der neun Stunden am Tag an seinem Rechner sitzt und Codes schreibt. Ich dachte, dass das Leben noch mehr zu bieten haben müsste. Australien war eine echte Abwechslung. Man sieht in Irland nichts wirklich Heimtückisches. In Australien lebt man im Überlebensmodus. Überall dort, wo es Wasser gibt, wird man das Gefühl nicht los, dass da ein Krokodil sein könnte. Einmal bin ich über eine [äußerst giftige] King Brown-Schlange gestolpert. Man muss wirklich sehr vorsichtig sein.

„Sie schmecken wie Tintenfische“ © Tourism Australia

Und du bist mit Krokodilen geschwommen?
In Darwin gibt es dieses Ding, das “Käfig des Todes” genannt wird. Da wird man in dieses Plexiglasrohr gesteckt und in das Wasser gesenkt. Ich hatte vorher noch nie ein Krokodil gesehen. In diesem Rohr ist man nur Zentimeter von ihnen entfernt – man spürt richtig, dass sie Killer-Maschinen sind.

Aussient im Nationalpark Kakadu
„So entlegen.“ Australiens Nationalpark Kakadu © Tourism Australia

Das beste Erlebnis?
Ich habe eine sechstägige Trekking-Tour auf dem Larapinta Trail durch die West MacDonnell-Bergkette unternommen. Das liegt so ziemlich genau in der Mitte von Australien, mit 40°C Grad Hitze, roten Felsen, absolut einsam. Wir sind 100km gewandert. Das ist so ein Erlebnis, wo man sich dauernd fragt, habe ich genug Wasser, habe ich genug Sonnencreme, werde ich das überleben? An einer Stelle bemerkte ich über mir ein Flugzeug. Ich hatte mich noch nie zuvor so sehr vom Rest der Welt abgeschnitten gefühlt.

Wanderung durch Australiens Simpsons Gap © Allan Dixon

Noch weitere Höhepunkte?
Eine der unglaublichsten Sachen, die ich unternahm, war auf eine Helikopter-Kneipentour zu gehen. In Australien läuft alles in großem Stil Die Leute sind ziemliche Radaubrüder – Farmer, Viehzüchter, die Cowboys Australiens. Es war allerdings zu heiß, um große Mengen Bier zu trinken.

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