12 sagenhafte Orte für eure Urlaubsreise

    Die antiken Griechen meinten, dass es nur 7 Weltwunder gab. Sie lagen falsch – hier sind 12.
Von Tarquin Cooper

Auf der ganzen Welt gibt es so viele Wunder. Vom Amazonas bis hin zur Antarktis, von berühmten Denkmälern bis hin zu riesigen Wasserfällen, jeder von uns kennt die üblichen Verdächtigen, aber wir haben hier noch einige weitere Orte, die ihr unbedingt sehen müsst.

In dieser neuen Reihe besuchen wir einige der weniger bekannten Schätze dieses Planeten. Das können merkwürdig aussehende natürliche Phänomene wie der Giant’s Causeway in Nordirland sein, oder von Menschen geschaffene Kuriositäten wie der Unterwasser-Skulpturenpark in Mexiko. Hier sind zwölf tolle Orte, die euren Entdeckungsgeist antreiben werden:

Drachenbaum auf Sokotra, Jemen

Ein Mann sitzt im Jemen im Schatten des Drachenbaum.
Der Drachenbaum auf Sokotra, Jemen © De Agostini/Getty Images

Normalerweise sind es die tollen Aussichten, die die Vorstellungskraft der Menschen anregen. Denkt nur an den Grand Canyon oder die gigantischen Victoriafälle in Südafrika. Aber manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem ins Auge stechen. Der Drachenbaum auf Sokrota im Jemen ist eines dieser Dinge. Der Detailreichtum seiner Äste ist herausragend, als ob sie von einem Künstler entworfen wurden. Seinen Namen hat der Baum von seinem dunkelroten Harz, das einst als Drachenblut angesehen wurde, und in antiken Medikamenten und merkwürdigerweise auch in Zahnpasta verwendet wurde.

Diamantenmine Mir, Russland

Schnee bedeckt das riesige Ausgrabungsloch der Diamantenmine Mir in Mirny, Russland.
Eine ehemalige Diamantenmine in Sibirien © Bloomberg via Getty Images

An einigen Orten bleibt man stehen und staunt vor Bewunderung; an anderen Orten ist es der Schock, der einen nicht wegsehen lässt. Die Diamantenmine Mir in Russland gehört zur zweiten Kategorie. Sie wurde von Menschen geschaffen und hat einen Durchmesser von über 1 Kilometer, was sie zum zweitgrößten ausgegrabenem Loch auf der Welt macht.

Aber wenn eine frische Lage Schnee auf dieser Mine in Mirny, im Osten von Sibirien, liegt, dann muss man dieses Bauwerk einfach bewundern. Die Mine ist allerdings seit zehn Jahren geschlossen.

Ta-Prohm-Tempel, Kambodscha

Die Bäume wachsen aus den Ruinen von Ta Prohm.
Die Natur holt sich den Ta-Prohm-Tempel zurück © LightRocket via Getty Images

Die Menschen haben überall auf der Welt ihre Spuren hinterlassen. Deswegen war es mal ganz schön zu sehen, dass die Natur an einigen Orten zurückschlägt und sagt: Ihr zähmt mich nicht. Aber im Fall des antiken Ta-Prohm-Tempel in Kambodscha zeigt der alte Baum, der in den Ruinen des Tempels wächst, wohl eher den Lauf der Zeit.

Der damals als Rajavihara bezeichnete Tempel wurde im späten 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut und war einst die Heimat von 18 Hohepriestern und 615 Tänzern. Allerdings wurde Ta Prohm fast 400 Jahre später verlassen. Der Ort wird gerne besucht, dennoch werdet ihr ihn staunend verlassen.

Death Valley, USA

Ein Stein wirft einen Schatten auf den Wüstenboden des Death Valley.
Death Valley: Hier muss man gewesen sein © De Agostini/Getty Images

Wenn es einen Ort auf der Welt gibt, nach dessen Besuch ihr angeben könnt, dann ist es Death Valley – das Tal des Todes – in den USA. Es hat seinen Namen aus einem guten Grund – Menschen haben hier nichts zu suchen. Hier in der Wüste wurden 1913 die heißesten Temperaturen auf dem Planeten gemessen: ganze 56,7 °C. Das ist so heiß, dass eure Schuhe mit dem Asphalt verschmelzen würden. Um hier zu überleben, müsst ihr ständig Flüssigkeiten mit Elektrolyten zu euch nehmen, um die wichtigen Mineralien zu ersetzen, die ihr durch das Schwitzen verliert. Außerdem wäre es wahrscheinlich sinnvoll, Sonnencreme aufzutragen.

Unterwasser-Skulpturenpark, Mexiko

Ein Taucher erkundet den Unterwasser-Skulpturenpark in Cancún in Mexiko.
Taucher erkundet den Unterwasser-Skulpturenpark © Barcroft Media via Getty Images

Seit Jahrhunderten sind Entdecker auf der Suche nach der verlorenen Stadt Atlantis. Und man kann es wohl niemandem, der zum ersten Mal an diesem Ort ist, verdenken, wenn er meint, eine antike, im Meer versunkene Zitadelle gefunden zu haben.

Leider ist die Geschichte dieses Ortes etwas banaler – hier wurde ein künstliches Riff angelegt und mit Skulpturen verziert. Dennoch ist es ein herrlicher Ort zum Tauchen und mal etwas anderes, als immer nur die tropischen Fische zu sehen, die vor einem davon schwimmen.

Slot Canyons, Arizona

Der Antelope Canyon zeigt im Sonnenlicht seine schönen Farben.
Antelope Canyon, Arizona © UIG via Getty Images

Slot Canyons sind wunderschöne Orte. Viele Fotografen träumen davon, einmal die Farben und das Licht des Antelope Canyons in Arizona einfangen zu können. Allerdings bieten diese durch immer wiederkehrende Sturzfluten erschaffenen Slot Canyons viele Gefahren – wie Aron Ralston 2003 in Utah feststellen musste. Der Arm des Wanderers wurde von einem Felsblock eingeklemmt und er entkam nur, weil er sich diesen mit einem einfachen Messer absägte. Diese Tortur wurde später mit James Franco in der Hauptrolle im Film „127 Hours“ auf die Leinwand gebracht.

Giant’s Causeway, Nordirland

 

Die Besucher genießen den BLick auf die Basaltsäulen vor der Küste von Nordirland-
Giant’s Causeway, Nordirland © De Agostini/Getty Images

Nordirland: Wenn ihr ehrlich seid, müsst ihr zugeben, dass das Land nicht gerade auf Platz eins eurer Wunschliste für den nächsten Urlaub steht. Wenn ihr die dramatische Küste und Wildnis von Großbritannien sehen wollt, dann treibt es euch wohl eher in die romantischen Highlands von Schottland. Und wenn ihr auf die irische Insel reist, dann wollt ihr natürlich deren berühmten Akzent hören, und in einem Pub, in dem früher ein bereits seit langer Zeit verstorbener Poet einkehrte, deren schwarzes Bier trinken.

Aber in Nordirland findet man auch das eine oder andere Wunder und Giant’s Causeway ist eines davon. Der Damm ist bei einem antiken Vulkanausbruch entstanden und besteht aus etwa 40.000 Basaltsäulen.

Osterinsel, Polynesien

Sonnenuntergang mit Blick auf die Steinstatuen der Rapa Nui auf der Osterinsel.
Die Steinstatuen der Osterinsel © AFP/Getty Images

Die Statuen der Osterinsel haben Entdecker Jahrzehnte lang vor ein Rätsel gestellt. Wie sind sie dahin gekommen? Wer hat sie gebaut? Es hat eine ganze Zeit lang gedauert, bis sie das Puzzle zusammengesetzt hatten, aber schließlich entdeckten sie, dass die Osterinsel im ersten Jahrtausend eine blühende Zivilisation war.

Aber durch die Abrodung der Wälder, Überbevölkerung und Krankheiten verstarb die Gesellschaft der Polynesier, die ersten Rapa Nui, schließlich. Sie hinterließen 887 bemerkenswerte Statuen, die inzwischen von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet sind.

Salar de Uyuni, Bolivien

An einem sonnigen Tag zeigt die Salar de Uyuni ihr schönes Gesicht.
Die Salztonebene in Bolivien © AFP/Getty Images

Es gibt einige Orte auf diesem Planeten, die aus einer anderen Galaxie zu stammen scheinen. Die Salztonebene in Bolivien ist gleichermaßen unwirtlich und unwirklich. Diesen Ort muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

Während der Regensaison erschafft das frische Wasser einen Spiegeleffekt auf der Ebene, der einem das Gefühl gibt, über einen See zu fahren. Aber vergesst eure warme Kleidung nicht. Die Ebene befindet sich in einer Höhe von 4.000 Metern. Hier schneit es ziemlich häufig, dazu sinken die Temperaturen regelmäßig unter null Grad.

Kappadokien, Türkei

Das Mönchskloster strahlt im Sonnenlicht
Das Kızlar Manastırı wurde in den Fels gebaut © De Agostini/Getty Images

Wir wissen, was ihr denkt: Das ist doch nur ein Haufen Felsen, ab zum nächsten Ort. Aber nicht so schnell, dass hier sind keine gewöhnlichen Gesteinsformationen. An diesem Ort haben sich die Menschen buchstäblich unter die Umgebung gemischt. In labyrinthartigen Höhlen wurden hier Häuser, Hotels und Gebäude in das Höhlensystem eingebaut. Hier seht ihr das Kizlar-Kloster. Dem Kloster müsst ihr unbedingt eure Ehre erweisen.

Nazca-Linien, Peru

Nazca-Linien aus der Luft
Nazca-Linien: Das Werk von Außerirdischen? © UIG via Getty Images

Die Nazca-Linien sind die ursprüngliche Verschwörungstheorie. Wer hat diese anatomisch perfekten Zeichnungen, die nur aus der Luft heraus genau erkannt werden können, erschaffen? Sind sie Beweise für eine höhere Kultur oder das Werk von Außerirdischen?

Die Nazca-Linien befinden sich im Süden von Peru und bieten den perfekten Hintergrund für ein tolles Flugabenteuer. 2013 sind die Wingsuit-Flieger Cedric Dumont und Jhonathan Florez über zwei Minuten über der Wüste Nazca geflogen und haben dabei Geschwindigkeiten von bis zu 190 km/h erreicht. Das Video findet ihr hier.

Madschlis al-Dschinn, Oman

Sonnstrahlen trauen sich in die Majlis Al Jinn Höhle in Oman.
Sonnenstrahlen dringen in die Majlis al Jinn ein © Klaus Fengler/Red Bull Content Pool

Die Höhle Madschlis al-Dschinn ist eine der größten Höhlenkammern der Welt. Die „Höhle der Geister“ ist ein ungewöhnliches Wunder in der Omani-Wüste und war bereits Bestandteil vieler Abenteuer.

2007 zeigte Felix Baumgartner hier seinen berühmten 120 Meter tiefen BASE-Jump im Innern der Höhle. Und 2014 waren Chris Sharma und Stefan Glowacz die ersten Kletterer, die das 13 Pitch lange Höhlendach überwinden konnten.

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