Brian Grubbs Eisberg-Wakeskate-Session

Brian Grubb macht das Beste aus einem einmaligen Naturereignis in der Nähe von Boston
Von Kevin McAvoy

Der Wakeskater Brian Grubb aus Florida hat seinen Sport schon in die ganze Welt hinaus getragen, an Wettkämpfen teilgenommen und einzigartige Filmprojekte an Orten realisiert, an denen man diesen “Schönwetter”-Sport normalerweise nicht erwartet hätte.

Kurz nach seiner letzten Schnee-Session in Bosnien bekam Grubb Wind von einem Wetterphänomen vor der Cape Cod National Seashore, bei dem riesige Eisberge vor der Küste von Massachussets auftauchten. Grubbs Flug nach Boston war innerhalb weniger Stunden beschlossene Sache.

Hier das Video und das Interview, das wir mit Grubb auf dem Rückweg von seinem fantastischen Trip geführt haben:

Wie seid ihr auf dieses Projekt gekommen?
Brian Grubb: Es sah danach aus, dass es dort gutes Potential für eine coole Session gab, also haben wir beschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und den Flug zu buchen. Es war total kurzfristig, aber wir wollten dorthin kommen, bevor alles zu schmelzen begann oder weggeschwommen wäre.

Du bist Wakeskater, warum also so ein Projekt?
Es war Zufall, aber die Bedingungen erinnerten mich an meine letzte Schnee-Session in Bosnien. Wir dachten also, dass es sich lohnt, mal einen Blick auf den Spot zu werfen.

Was waren die Herausforderungen?
Das Eis war durch die Gezeiten in ständiger Bewegung und wir hatten starken ablandigen Wind, ein Kampf gegen die Elemente also. Aber die Lichtverhältnisse waren den ganzen Tag über super und durch die Sonne war es auch nicht sehr kalt. Als wir das erste Mal an jenem Morgen rausgingen, war Niedrigwasser und das ganze Eis lag an der Küste. Wir warteten also darauf, dass die Flut kam und wir Wasser zum Fahren hatten. Bis dahin war genug Zeit, um uns einige Locations anzusehen und einen Plan zu machen, wo wir starten konnten.

Hast du gewusst, dass es klappen würde oder war es eher Glücksache?
Es war totale Glücksache. Ich war vorher noch nie auf Eis oder in einer ähnlichen Umgebung gefahren. Wie bei meinem Projekt in Bosnien war alles vollkommen anders als alles, was wir bis dahin erlebt hatten und wir wollten uns unbedingt diese Location ansehen und schauen, was wir damit anfangen konnten. Es war total cool und als das Wasser kam, haben wir ein paar Eisbrocken aus dem Weg geräumt, damit wir Platz zum Riden und ein paar Eis-Features zum Shredden hatten.

Was muss ein neues Projekt für dich bieten?
Das Wichtigste bei einem neuen Projekt ist für mich, dass es noch nie jemand vor mir versucht oder auch nur daran gedacht hat. Die Session auf den Philippinen war echt cool, weil die Umgebung unglaublich reizvoll war. Danach machten wir uns auf die Suche nach Spots und Bedingungen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt nach dem perfekten Ort zum Wakeskaten aussehen, aber mit ein bisschen Phantasie und Mühe eine krasse Session bieten.

Bist du schon einmal unter solch winterlichen Bedingungen gefahren?
Zum ersten Mal in Bosnien - bei diesem Projekt hatten wir eine Menge Spaß und anschließend viele gute Reaktionen. Als ich also von Cape Cod erfuhr, dachte ich sofort: „Yeah, das machen wir!“ Es war total anders; in Bosnien hatten wir Pulverschnee und die Bedingungen waren angenehmer. In Cape Cod war es durch Ozean, Wind und Gezeiten schwieriger.

Welche Traumspots oder –Setups stehen noch auf deiner Liste?
Wir hatten schon einige Ideen, als wir in Bosnien waren und ein paar stehen noch auf unserer Liste, die wir hoffentlich in den nächsten ein bis zwei Jahren realisieren können. Wir suchen immer nach neuen Plätzen zum Riden.

Wie siehst du Projekte wie dieses im Vergleich zu Wasser-Sessions?
Die positiven Reaktionen, die wir auf Projekte wie dieses bekommen, spornen uns total an. Ich nehme im Sommer immer noch an Wettkämpfen teil und bin viel unterwegs, aber Projekte wie dieses machen mir wirklich Spaß. Ich versuche, den Wakeskate-Sport bekannter zu machen und auf Eis und Schnee zu riden ist erstens total cool und bringt außerdem die Leute zum Zuschauen. Red Bull hat mir ermöglicht, Projekte wie dieses zu realisieren und das hat mich ermutigt, nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Die Welt ist groß und es gibt eine Menge Wasser zum Riden!

Checkt Grubbs wilde Session in Nitro City Panama mit den Wakeboardern Parks Bonifay und Steel Lafferty in der Video-Serie Wakecation.

Was tust du außer Wakeskaten?
Ich mache eine Menge Dinge, wie zum Beispiel Skydiving und Bungeejumping. Manchmal spiele ich auch Golf. Hier in Florida ist das Wetter immer gut und wenn ich zu Hause bin, versuche ich zum Strand zu kommen, wenn es Wellen gibt. Weil ich direkt am Wasser lebe, stehen Wakesurfing und Wakeskating immer auf dem Programm. Ich versuche, immer in Bewegung zu bleiben und Spaß zu haben.

Was kommt als Nächstes? Was steht für 2015 noch auf dem Programm?
Wir bereiten uns auf die Wettkampf-Saison vor und weil es jetzt in Florida wärmer wird, können wir die Neopren-Anzüge zur Seite legen und viel mehr Riden. Ein paar Trips stehen auch noch auf dem Programm und dann bin ich noch als Judge bei der Pro Wakeboard-Tour dabei.

Ich freue mich total, dass Red Bull mit uns die Wakecation-Serie gemacht hat und hoffe, dass wir etwas in der Art in diesem Jahr wiederholen können. Bei jedem Red Bull-Projekt haben wir eine großartige Zeit, dafür leben wir.
 

Mehr von Grubbs spektakulären Aktionen gibt es auf Instagram.
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