60 Sekunden, die dir das Blut gefrieren lassen

Eisklettern in der Schweiz: Wir zeigen dir, was Kälte ist – hol dir besser schon mal eine Decke...
Von Corinna Halloran/Astrid Heinz

Es waren einmal drei Abenteurer-Buddies, die lebten tief im Herzen der Schweiz und hatten eine glorreiche Idee: Sie starteten eine Serie mit Kletterpartien durch gefrorene Canyons. Ziemlich cool, aber vor allem saukalt...

In der Gletscherschlucht Rosenlaui kletterte das Trio gefrorene Wasserfälle hinab und watete durch eisiges Wasser. Im Video kannst du mit Laso Schaller, Ines Riepl und Kameramann Matteo Attanasio mitfrieren.

„Beim ersten Sprung ins Wasser bleibt dir fast das Herz stehen. Aber dann ist es wie Schwimmen in einem Pool“, sagt Laso Schaller. Wären da nicht Eis, Schnee und bitterkalter Wind – wenn du da zu lange im Wasser bist, dann kann es schnell kritisch werden.

Das eisige Abenteuer in Zahlen

Die Ausrüstung war bereits tiefgefroren – die Abenteurer jedoch nicht. Sie trugen einfache 4/3-Surfing-Wetsuits mit einer Goretex-Schicht als Windschutz darüber. Wenn es sehr kalt war, dann haben sie ihre Gesichter eingecremt. Außer die Creme war bereits gefroren.

Die extremen Bedingungen haben das Team jedenfalls vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Da ist die Kunst der Improvisation gefragt.

Das wichtigste ist, in Bewegung zu bleiben. Dann ist dir warm. Sobald man aber fünf oder zehn Minuten wartet, wird es kalt.

Und dann war da noch die mentale Belastung, denn hinter jeder Ecke kann eine Überraschung warten. Trotzdem muss man aber Ruhe bewahren und darf nicht nervös werden.

Man schaut sich ständig um und hört auf Geräusche. Das Eis in einem Canyon ist einfach unberechenbar.

Ines Riepl

Für das Team war Ines übrigens der Fels in der Brandung. Sie selbst beschreibt das Abenteuer so: „Ich war überrascht, wie sehr man den Kopf ausschalten kann. Du kannst deine Hände und deine Zehen nicht mehr fühlen, es aber trotzdem genießen.“

Das Dreiergespann pusht sich ständig gegenseitig selbst und stachelt sich immer zu neuen Höchstleistungen an. Und so war dieses Abenteuer auch ganz sicher nicht ihr letztes.

Was bleibt, sind atemberaubende Bilder wie diese …

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