Die 10 wohl schrägsten Festivals der Welt

Mit Musik haben diese Events wenig am Hut – in die «Season of Festivals» passen sie dennoch bestens.
La Tomatina Festival © Imgur
Von Tobias Wedermann

La Tomatina Festival

In der letzten August-Woche wird das kleine spanische Dorf Buñol zum Schauplatz der grössten Essenschlacht der Welt. Zehntausende reisen aus der ganzen Welt an, um während einer Stunde überreife Tomaten rumzuschmeissen. Schätzungen zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 145’000 Kilogram Tomaten durch die Strassen geworfen, was zu roten Tomatensaft-Flüssen in den Gassen des 9000-Einwohner-Dorfs führte.

 

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Konaki Sumo

Zwei Sumo-Ringer halten je ein Baby in den Händen – mit dem Ziel, die Säuglinge zum Weinen und Schreien zu bringen - ganz so, als würde die Welt untergehen. Dieses beliebte Festival wird jeden April in unterschiedlichen Regionen Japans gefeiert. Je lauter die Babys schreien, desto mehr freut es die Eltern. Die verflossenen Tränen sollen den Kindern derweil ein langes und glückliches Leben beschweren.

 

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The Cooper’s Hill Cheese-Rolling Festival

«Say Cheese»: Es ist das Volksfest schlechthin an Pfingsten in Gloucestershire, im Südwesten Englands. Dutzende Teilnehmer rennen einem Käselaib hinterher, der mit rund 110 km/h einen steilen Hügel hinunterrollt. Dem Teilnehmer, der zuerst den Käse in den Händen hält, winkt ein Preisgeld, Ruhm - und natürlich der Käse selbst. Der Grossteil der Teilnehmer geht jedoch mit einem verstauchten Knöchel nach Hause.

 

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Kanamara Matsuri

Egal ob in Form von Süssigkeiten, Zeichnungen, Gebäck, Mützen oder übergrossen Holzobjekten – im japanischen Kawasaki dreht sich am ersten Samstag im April alles um den Penis. Die Geschichte dazu hat mit einem bösen Dämon zu tun, der sich in der Vagina einer jungen Frau versteckte, die verheiratet werden sollte – und ihren Ehemännern dort den Penis abbiss.

 

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El Colacho

Das Baby-Spring-Festival zum jährlichen Fronleichnam im spanischen Dorf Castrillo de Murcia sorgt international immer wieder für Kopfschütteln. Gar als gefährlichstes Festival der Welt wurde es bereits betitelt. Ein als Teufel verkleideter Mann springt dort nämlich über mehrere Babys, die auf der Strasse auf Matratzen liegen. Der Sprung über die einjährigen Babys soll diese vor künftigen Sünden und Schicksalsschlägen schützen.

 

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Boryeong Mud Festival

Millionen von Menschen pilgern jährlich für mehrere Juli-Sommertage ins südkoreanische Dorf Boryeong, um am renommierten Schlamm-Festival teilzunehmen. Das Festival wurde 1998 ins Leben gerufen, als bekannt wurde, dass der Schlamm in dieser Region besonders gesund für die menschliche Haut ist. Neben unzähligen Beauty-Events stehen bei diesem Festival auch ein Mud-Wrestling-Event oder ein Schlamm-Feuerwerk auf dem Programm.

 

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Harbin International Ice and Snow Sculpture Festival

Im chinesischen Harbin findet man das weltweit grösste Festival für Eisskulpturen – auf einer Fläche von 600’000 Quadratmeter. Rund zehntausend Arbeiter helfen jedes Jahr die imposante Eisstadt aufzubauen – einzelne Skulpturen sind über 46 Meter hoch. Bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad müssen sich die 10 bis 15 Millionen Besucher zwischen Januar und Ende Februar aber ziemlich warm anziehen.

 

© Gordon Richardson

Golden Retriever Festival

Von internationalen Medien wurde dieses Festival schon zum «glücklichsten Ort der Welt» oder zur «niedlichsten Party aller Zeiten» gekürt. Hunderte Golden Retriever Hunde und ihre Halter treffen sich alle paar Jahre im schottischen Dorf Tomich, um die Hunderasse zu feiern. In dieser Gegend liegt auch der Ursprungsort des Golden Retrievers. Das nächste Festival ist für Juli 2018 angekündigt.

 

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Yi Peng Lantern Festival

Das Laternenfestival im thailändischen Chiang Mai könnte einem durchaus die Sprache verschlagen. Zehntausende Laternenlichter fliegen dort in jedem 12. Monat des Thai-Kalenders - normalerweise im November - durch den Vollmond-Nachthimmel und sorgen für ein einzigartiges Bild. Buddhistische Mönche kümmern sich zudem um ein spannendes Rahmenprogramm, das sowohl Thais, als auch Touristen begeistert.

 

© Chris Chandler

Mermaid and Merman Festival

Das Merfest im US-Bundesstaat North Carolina ist ein jährliches Treffen im Januar – von Meerjungfrauen und Meerjungmännern. Dabei soll alles rund ums Meer gefeiert werden. Im Mittelpunkt steht jedoch das „Leben“ der unterschiedlichen Meerjungfrauen und -Männer. Denn ja, das Ganze ist längst mehr als nur ein Hype – mittlerweile gibt es unter den verkleideten sogar echte «Promis».

 

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