Red Bull XRow: «Es ist ein Rennen für Spinner»

Diese 24 «Spinner»-Teams starten am Samstag an der 5. Austragung der anspruchsvollen Ruderregatta.
Ein deutsches Team unterwegs auf der Landstrecke © Romina Amato / Red Bull Content Pool
Von Jana Grubenmann

Allen voran kämpfen die Titelverteidiger des Schweizer Goldvierers um Mario Gyr und Simon Schürch mit revanchelustigen Olympioniken um den Sieg. Die Strecke führt die 24 Teams vom Zuger Seebecken ins Ziel beim Jesuitenplatz in Luzern. Wo es keine direkte Wasserverbindung gibt, müssen die Ruderer ihre Boote schultern.

Die Wechsel vom Wasser aufs Land dürften den Sieg massgeblich mitentscheiden. «Der Event bringt die Leistungssportler an ihre Grenzen, psychisch sowie physisch», sagt Sportdirektor Beat Mundhaas. Die Landgänge fordern die Ruderer durch die Beanspruchung ungewohnter Muskelgruppen extrem, zumal das Tragen der Boote kein leichtes Unterfangen ist:

Die 16 Meter langen Achter bringen knapp 100 Kilo auf die Waage. Beim Tragen erschwerend dazu kommen teaminterne Unterschiede der Körpergrössen sowie acht unhandliche Ruder. Teamgeist und Taktik ist gefragt, wenn die Ruderer insgesamt 20 Kilometer im Wasser und 7 Kilometer zu Land zurücklegen. «Es ist ein Rennen für Spinner», sagt Mario Gyr.

Herausforderer aus Frankreich, Dänemark und Mexiko

Ganz vorne zu erwarten sind die Titelverteidiger von «Switzerland Selection». Dieses Team besteht aus dem Schweizer Goldquartett Gyr, Schürch, Niepmann und Tramèr, verstärkt mit dem ebenfalls Rio erprobten schweren Doppelvierer. Zu den gefährlichsten Herausforderern zählt das Boot «Unlimited 8», in dem allesamt Ruderer verschiedener Nationalitäten sitzen, die dem Schweizer Boot in Rio unterlagen.

Dieses Team soll sich noch im Ruderbecken von Brasilien zu einer Revanche formiert haben. Es ist kaum davon auszugehen, dass die Dänen Jørgensen und Barsoe oder der Franzose Franck Solforosi den Schweizern nochmals zum Sieg gratulieren wollen.

19 Männer-, drei Damen- und zwei Juniorenformationen

Ein anderer, erfolgsverwöhnter Herausforderer ist der dreifache deutsche Weltmeister Lars Wichert mit seiner italienisch verstärkten Mannschaft GERITA. Zum Favoritenkreis gehört schliesslich auch das Team Austria mit den Gebrüder Sieber sowie ein Boot aus Mexiko mit Sportlern aus Spanien und Argentinien. Neben 19 Booten der Kategorie Men’s Elite starten zwei Juniorenmannschaften sowie drei Damenformationen.

Mit dem Boot durch die Hohle Gasse

Auf Höhe des Zuger Boothafens fällt der Startschuss, wonach die Strecke zunächst nach Immensee im Kanton Schwyz führt. Dort werden die Boote erstmals ausgewassert und durch die Hohle Gasse nach Küssnacht am Rigi getragen. Über den Vierwaldstättersee geht es nach Meggen zur nächsten Auswasserstelle mit anschliessender Tragdistanz über ca. drei Kilometer nach Ober Rebstock. Nach der letzten Wasserstrecke befindet sich das Ziel beim Jesuitenplatz in Luzern.

read more about
Zur nächsten Story