Red Bull XRow: Schweizer siegen vor Olympioniken

Von „Brutal hart“ bis „einfach nur geil, dies zu erleben.“ Hier die Review der Crossruderregatta.
Die Siegerehrung auf dem Jesuitenplatz, Luzern. © Lorenz Richard / Red Bull Content Pool
Von Martin Schweizer

Pünktlich um 14:15 Uhr fiel heute der Startschuss im Zuger Seebecken zur fünften Aus-tragung Red Bull XRow. Im international hochkarätig besetzten Starterfeld übernahmen die Titelverteidiger des verstärkten Schweizer Goldvierers um Mario Gyr und Simon Schürch gleich von Beginn weg das Tempodiktat und gaben ihre Führung bis zum Ziel beim Luzerner Jesuitenplatz nicht mehr her. Wo es unterwegs keine direkte Wasserverbindung gab, mussten die über 100kg schweren Achterboote geschultert werden.

„Es war brutal hart“, meinte ein sichtlich erschöpfter Simon Schürch im Zielbereich und ergänzte: „Wir sind die erste Tragepartie gerannt, als hätten wir kein Boot auf den Schul-tern. Am steilen Hügel in Richtung Hohle Gasse litten wir am meisten, konnten dort aber das Rennen klarmachen.“

Der Italiener Martino Goretti pflichtete ihm bei: „Sie killten uns auf der ersten Laufstrecke. Wir hatten Probleme beim Tragen. Auf der zweiten Strecke änderten wir unsere Positionen. Danach wurde es zwar besser, aber da waren die Schweizer schon weg. Obwohl wir gewinnen wollten, sind wir zufrieden und es war uns ein Vergnügen dabei zu sein“, so der Captain einer revanchelustigen Auswahl an internationalen Topruderern, die dem Schweizer Boot bereits in Rio unterlagen waren.

Überglückliche Schweizer feiern Teamleistung

„Heute war ich noch fast nervöser als vor dem Olympiafinal“, lachte Simon Schürch, der in den vergangenen Wochen eigenen Angaben zufolge hauptsächlich alternatives Training wie Schwimmen oder Joggen betrieben hat. „Die Lust zu Rudern war ehrlich gesagt nicht allzu gross. Aber nach heute muss ich sagen, dass es schon immer noch Spass macht!“ Ein ebenso glücklicher Mario Gyr ergänzte: „Es war einfach nur geil, dies als Team zu erleben. Jeder ging für jeden. Genau darum machen wir Spitzensport.“

Den dritten Rang belegt mit den „Dukla Prag Scullers“ ein tschechisches Team. Im Kampf zwischen den beiden gestarteten Juniorenmannschaften behielt das deutsche Team „RAW/BRC Wannsee“ die Oberhand und siegte über die Schweizer Jungruderer aus dem Seeclub Zürich. Von den drei Damenformationen am Start siegten wiederum die „Swiss Ladies“.

Mit dem Ruderboot durch die Hohle Gasse

Von Zug führte die Strecke zunächst nach Immensee und von dort durch die Hohle Gasse nach Küssnacht am Rigi. Über den Vierwaldstättersee ging es danach via Meggen nach Ober Rebstock. Nach der letzten Wasserstrecke befand sich das Ziel beim Jesuitenplatz in Luzern. Insgesamt legten die 24 Mannschaften 20 Kilometer im Wasser und 7 Kilometer an Land zurück.

Rangliste Men’s Elite
1. Switzerland Selection
2. Unlimited 8
3. Dukla Prag Scullers
4. Ruderfreunde
5. Seeclub Zürich
6. ESP/MEX/ARG
7. Gerita
8. Berlin Express
9. Club Aviron Vevey
10. Team Austria
11. Vergane Glorie
12. VSR
13. 1. WRC LIA
14. See-Club Zug
15. Red’N’Green
16. See Club Luzern
17. British Bull Dogs
18. Kiwi Fulham 8
19. Last Man Standing


Rangliste Women

1. The Swiss Ladies
2. Aviron Lorraine
3. Fulham Reach BC

Gewinner U19
1. RAW / BRC Wannsee Junior Achter
2. Seeclub Zurich

read more about
Zur nächsten Story