Johnny Aubert KTM Red Bull Enduro World Championship Torres Verdras Portugal
© Johnny Aubert KTM Red Bull Enduro World Championship Torres Verdras Portugal

In der letzten Runde der Enduro World Championship in Portugal lief es für mich nicht gerade optimal. Ich hatte beim ersten Spezialtest an Tag eins einen schweren Unfall. Mir war sofort klar, dass ein paar Rippen gebrochen waren. Ich versuchte mein Bestes, den Tag glimpflich über die Runden zu bringen, aber unter Schmerzen zu fahren ist kein Zuckerschlecken.

Ich hatte nur im Sinn, so viele Championship-Punkte wie möglich zu holen. Als ich aber merkte, dass ich es aufs Podium schaffen könnte, ging ich noch einmal ganz tief in mich, holte die letzten Reserven aus mir heraus und gab für den letzten Test des Tages nach einmal alles. Am Ende wurde ich Dritter, trotz Verletzung.

Ich hatte sehr gehofft, dass ich in Spanien und Portugal gute Rennen machen würde. Am Ende waren es nicht die schlechtesten, aber sicherlich auch nicht meine besten.

So etwas wie leichte Punkte gibt es in der Enduro-2-Klasse dieses Jahr nicht. Die Geschwindigkeit in der Spitzengruppe ist unglaublich, und wenn du nicht 100 Prozent gibst, hast du keine Chance aufs Podium. Ich hatte sehr gehofft, dass ich in Spanien und Portugal gute Rennen machen würde. Am Ende waren es nicht die schlechtesten, aber sicherlich auch nicht meine besten. Ich bin enttäuscht, weil mir die Tests in Portugal gut gefallen hatten – es hätte ein richtig guter Grand Prix für mich werden könnte.

Tag zwei war richtig anstrengend. Wegen der Rippen konnte ich kaum schlafen, aber meine Motivation war dieselbe wie an Tag eins. Ich wollte einfach so viele Punkte wie möglich holen. Ehrlich gesagt konzentrierte ich mich nur darauf, nicht mehr Punkte zu verlieren, als unbedingt nötig. Und das schaffte ich auch und brachte es auf einen ansehnlichen vierten Platz. Ich meine ansehnlich, weil ich am Sonntagmorgen nicht wusste, wie ich den Tag überstehen könnte – das war einer der härtesten überhaupt.

Da ich mich am letzten Tag so hart gepusht hatte, lief mir ein großer Bluterguss quer über den Brustkorb.

Nach meiner Rückkehr nach Hause ließ ich Röntgenbilder und Scans machen und es wurden drei gebrochene Rippen hinter meinem Brustmuskel festgestellt. Da ich mich am letzten Tag so hart gepusht hatte, lief mir ein großer Bluterguss quer über den Brustkorb. Mir wurde mindestens eine Woche Ruhe verordnet.

Letzte Woche erst habe ich das Training wieder aufgenommen, aber um beim Enduro World Championship GP von Rumänien wieder 100 Prozent fit zu sein, habe ich beschlossen, auf die Teilnahme in der dritten Runde der italienischen Meisterschaft zu verzichten. Das ist enttäuschend für mich, weil ich in Italien wirklich gerne gefahren wäre, aber die Weltmeisterschaft hat einfach Vorrang.

Der Endspurt um die obersten Ränge bei der Enduro 2 Championship ist sehr eng.

Wir sind jetzt bereits in der zweiten Hälfte der Championship und der Große Preis von Rumänien ist nur noch wenige Wochen entfernt. Letztes Mal musste beim rumänischen GP verletzt aussetzen, darum freue ich mich sehr darauf, ein neues Rennen kennenzulernen.

Der Endspurt um die obersten Ränge bei der Enduro 2 Championship ist sehr eng. Und in Rumänien wird das auch so sein. Es kann immer noch alles passieren, und ich werde mein Bestes geben, um zu gewinnen.