Das Red Bull KTM-Werksteam bei der Rallye Dakar
© Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Die Herausforderungen, denen wir uns bei der Dakar stellen müssen, rauben einem enorm viel Kraft. Es ist daher extrem wichtig, so viel Erholung und Schlaf zu bekommen wie nur möglich. Hier und da eine Stunde weniger zu erwischen, kann böse Folgen haben. Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist während des Rennens einzuschlafen.

Es geht jeden Morgen vor Sonnenaufgang schon wieder weiter.

Schlafen ist aber ehrlich gesagt keine leichte Aufgabe. Wenn eine Etappe beendet ist, gibt es jede Menge zu tun: Mit dem Team und der Presse sprechen, essen, trinken und das Roadbook für den kommenden Tag vorbereiten. In der Vergangenheit haben wir in Zelten neben dem Supportfahrzeug geschlafen. Diesmal steht mir in Südamerika aber glücklicherweise ein Wohnmobil zur Verfügung. Im Vergleich zum Zelt ist das wie ein 5-Sterne-Luxushotel. Viel Zeit verbringe ich darin aber nicht, da es jeden Morgen schon vor Sonnenaufgang wieder weitergeht.

Dieses Jahr gibt es zwei Marathonetappen, bei denen wir von den Teams getrennt sind. Das bedeutet auch, zwei Nächte im Zelt zu verbringen. Mir macht das jedoch nichts aus, da ich während meiner gesamten Karriere bei der Dakar meistens in einem Zeit geschlafen habe. Bei den Marathonetappen zu zelten, hält quasi den Geist des Rennens aufrecht.