Video: Graham Jarvis gewinnt beim Hell's Gate 2013

Jarvis festigt Führung mit dem Sieg bei der 10. Ausgabe des italienischen Klassikers Hell's Gate.
© Jonty Edmunds
Von Jonty Edmunds

Beim diesjährigen Hell's Gate und der gleichzeitig 10. Ausgabe des mörderischen Events, fackelte Jarvis nicht lange und sicherte sich den dritten Rennsieg in Folge. Hinter ihm wiederholte KTM's Jonny Walker sein Ergebnis aus 2012 und verteidigte den zweiten Platz, obwohl er sich nach dem Rennen kaum noch auf den Beinen halten konnte. Rang 3 sicherte sich Betas Cody Webb, der als erster Amerikaner überhaupt auf dem Podium stand.

Der schwer fallende Schnee verwandelte den populären Austragungsort Hell’s Gate in ein Alpines Ski Resort. Tiefe, verschneite Strecken, kombiniert mit brutalen felsigen Steigungen bescherten den 100 Teilnehmern an diesem morgendlichen Qualifikationsrennen verschiedenste extreme Herausforderungen.

Das laufende Rennen gab den Fahrern einen Vorgeschmack auf das, was folgen würde. Obwohl er aufgrund einer Erkrankung nicht fit war, kam Walker am Besten mit den Umständen klar und fuhr in zwei der drei Special Tests die schnellste Zeit. Hinter ihm lieferte Jarvis sein Gewinnerergebnis im letzten Special Test ab. Webb beendete das Rennen auf dem dritten Platz mit 30 Sekunden Rückstand und machte so das Set für das abendliche Rennen komplett.

Von der Startlinie an, nutzte Walker seinen Vorteil der Pole Position und schnappte sich die Führung, aber Jarvis und Webb blieben ihm dicht auf den Fersen, so dass es dem jungen KTM-Fahrer nicht möglich war, auszubrechen.

Überzeugt davon sich seinen Weg zurück an die Spitze des Felds erkämpfen zu können, arbeitete sich Jarvis schnell an Walker vorbei und sicherte sich eine solide Führung. Er legte ein wahnsinniges Tempo vor und hatte sich zum Ende der ersten Runde bereits einen einminütigen Vorteil herausgearbeitet. Unter den sich stetig verschlechternden Bedingungen setzte Jarvis die Mission Sieg in dem vier Runden langen Rennen weiter fort und erreichte in der Dunkelheit Hell’s Peak mit deutlicher Führung und überquerte letztlich die Ziellinie als verdienter Sieger.

Obwohl er stark gestartet war, scheiterte Walker an einigen zeitraubenden Stürzen in der Eröffnungsrunde und rutschte somit auf die dritte Position hinter Webb. In der zweiten Runde kämpfte er sich zurück und lieferte sich einen erbitterten Kampf mit dem Amerikaner, bevor sie in die vorletzte Runde kamen. Erschöpft und völlig ausgelaugt am Fuß von Hell’s Peak, kämpfte sich Walker durch den berüchtigten Aufstieg und erreichte das Ziel erst 12 Minuten nach Jarvis als Zweiter.

© Jonty Edmunds

Obwohl er noch nie ein Rennen in so tiefem Schnee absolviert hatte, erwies sich Webb als schneller Lerner. In der Hoffnung seine vierte Position des Vorjahres zu verbessern, schien er gut mit den schwierigen Umständen zurecht zu kommen. In den ersten Etappen des Rennens hielt er mit der Geschwindigkeit von Walker gut mit, konnte sich nach einigen Stürzen aber letztendlich nur als Dritter platzieren. Mit fünf Minuten hinter Walker wurde Webb der erste Amerikaner überhaupt auf dem Podium des Hell’s Gate.

Beeindruckend zeigte sich der Spanier Alfredo Gomez (Husaberg), der nach einem schwachen Start von der 13. Startposition als Vierter in der Gesamtwertung abschloss. Als fünfter und letzter Fahrer erreichte Betas Ben Hemingway die Spitze des Hell’s Peak und komplettierte die Top 5.

Hell’s Gate 2013 - Ergebnisse

1. Graham Jarvis (Husaberg)
2. Jonny Walker (KTM) +12 Min 17 Sek
3. Cody Webb (Beta) +17 Min 32 Sek
4. Alfredo Gomez (Husaberg) +21 Min 52 Sek
5. Ben Hemingway (Beta) +29 Min 28 Sek

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