Loeb in Frankreich zum Weltmeister gekrönt

Der Franzose nimmt seine neunte Krone entgegen, während Neuville an Tag 4 der Rallye beeindruckt.
Rallye de France, Elsass, 4. - 7. Oktober, Sebastien Loeb, Citroen DS3, WRC, 2012, World Champion.
Loeb bei seiner Heimrallye zum neunten Mal gekrönt © Citroen Racing
Von Greg Stuart

Sebastien Loeb wurde zum neunten Mal in Folge zum World Rally Champion gekrönt, nachdem er die Rallye von Frankreich im Elsass gewann.

Der Franzose überquerte die Ziellinie von SS22 mit einem Vorsprung von 15,5sek auf den Zweitplatzierten Jari-Matti Latvala. Er sicherte sich den Fahrertitel und half Citroen, unterstützt von seinem Teamkamerad Mikko Hirvonen, der Dritter wurde, den Konstrukteurstitel zu holen.

Der Sieg war Loebs 75. in der WRC, womit der 38-jährige, seinen Siege-Rekord weiter ausbaut, der jetzt schon der Top-Wert in der Geschichte des Sports ist.

Trotz Loebs Leistung stand Tag vier irgendwie im Zeichen des belgischen Ausnahmefahrers Thierry Neuville.

Rallye de France, Elsass, 4. - 7. Oktober, Thierry Neuville, Citroen Junior World Rally Team, DS3, WRC.
Neuville beeindruckt an Tag Vier © Citroen Racing

Der Citroen Junior World Rally Team-Fahrer gewann - bis auf eine - alle Prüfungen des Tages. Er sicherte sich den vierten Platz, den er beim Start der Rallye ins Visier genommen hatte.

Als es die drei führenden Fahrer an diesem regendurchnässten Tag im Elsass ruhig angehen ließen, machte der belgische Fahrer Druck und überflügelte den Norweger Mads Ostberg auf den Vierten.

Währenddessen musste Dani Sordo aufgeben, als er an seinem MINI WRC Probleme an der Lenkhilfe bemerkte. Schon früher am Tag hatte der Spanier, der auch den vierten Platz jagte, Probleme mit seiner Handbremse, die die Fronträder blockierten, wenn er sie zog.

Rallye de France, Elsass, 4. - 7. Oktober, Jari-Matti Latvala, Ford Fiesta, WRC.
Latvala verteidigt den zweiten Platz © Ford

Mit dem Vorsatz Latvalas zweiten Platz anzugreifen, war Mikko Hirvonen in den Tag gestartet, aber nach Ende von SS18 gab sich der finnische Fahrer mit seinem dritten Platz zufrieden. Er musste einsehen, dass Latvala uneinholbar in Führung war.

Zwischenzeitlich war Ott Tanak zum Überraschungssieger aufgestiegen, als er die Power-Etappe SS20 in Vignoble de Cleebourg 2 gewann. Dafür sammelte er drei WRC-Extrapunkte. Neuville sicherte sich als zweitschnellster zwei und Ostberg den letzten Punkt, als die Führenden sich wieder entschieden auf den letzten Etappen der Rallye nicht Vollgas zu geben.

Auf SS22, der letzten Etappe des Tages, sicherte sich wieder Neuville den Sieg, mit einer halben Sekunde vor Ostberg.

Am Ende des Tages wird, trotz der Bemühungen von Neuville, der Tag in Erinnerung bleiben, weil Loeb seinen neunten WRC-Titel gewann und damit seinen Ruf als bester Rallye-Fahrer seiner Zeit und als einer der Besten aller Zeiten zementierte.

Nach seiner Ankündigung in der letzten Woche, im Jahr 2013 nur in Teilzeit anzutreten, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Loebs 2012er Meisterschaft auch sein letzter Triumph war.

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