Loeb ist bereit für Pfeife und Puschen

Loeb will die Sache im nächsten Jahr lockerer nehmen.
Sebastien Loeb in Sardinien.
Sebastien Loeb in Sardinien © Citroen
Von Anthony Peacock

Loeb wird im nächsten Jahr nur fünf Rallyes bestreiten, die wohl Monte Carlo, Schweden, Argentinien, Deutschland und Frankreich sein werden. Er sucht in der World Touring Car Championship eine neue Herausforderung. Wie fühlen sich die Vorbereitungen auf die Teilzeit-Rente an? Wir haben den Rallye-Superstar vor dem Start der Rally d’Italia getroffen, um das herauszufinden…

Seb, freust du dich darauf die Dinge im nächsten Jahr ruhiger anzugehen?

Tatsächlich bin ich mir nicht sicher, ob die Zeit ruhiger wird. Mit den Rallyes und den Vorbereitungen auf die WTCC gibt es viel zu tun. Ich glaube nicht, dass ich viel Freizeit haben werde. Dazu habe ich mein Sebastien Loeb Racing Team in der Endurance Championship. Ich glaube, ich habe alle Hände voll zu tun.

Ich glaube, ich habe alle Hände voll zu tun.

Aber machst du dir keine Sorgen dich zu langweilen?

Wer weiß... Das Problem ist, dass ich immer ziemlich viel zu tun und nie viel Freizeit hatte. Von daher weiß ich nicht, wie es ist, so viel Freizeit zu haben, dass man sich langweilt. Gerade am Anfang werde ich mich nicht langweilen, weil dafür alles zu neu ist.

Sebastien Loeb, Rally d'Italia, 18. – 21. October 2012, Citroen DS3, WRC.
Der Champion ist wieder im Geschäft © Citroen

Wirst du nächstes Jahr irgendwas an der WRC vermissen?

Ich werde gar nicht die Chance bekommen sie zu vermissen, weil ich ja immer noch da bin. Ich denke aber, dass ich den Kampf um den Titel vermissen werde. Weil ich nicht die ganze Serie fahre, werde ich im nächsten Jahr zum ersten Mal seit Ewigkeiten keine Titelchance haben, was einen sonst offensichtlich motiviert. Das wird merkwürdig.

Es wäre dumm von mir nun etwas Dummes zu tun.

Was wirst du nicht vermissen?

Das Reisen und die Tests: Solche Dinge. Es gilt auch den Sicherheitsaspekt zu bedenken. Der Unfall von Marcus Gronholm in Amerika hat mich ein wenig ins Grübeln gebracht. Es wäre dumm von mir nun etwas Dummes zu tun, oder nicht?

Aber ist es nicht auch merkwürdig sich nach neun Titeln zurück zu ziehen? Zehn wären doch eine runde Sache?

Ich habe schon zehn, weil ich 2001 die Junior World Championship gewonnen habe. Einige werden sagen, dass das nicht zähle, aber wenn Valentino Rossi seine 125ccm-Meisterschaften mitzählt, kann ich auch meinen Juniorentitel zählen.

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