Report von der Rally d'Italia

Die ganze Action aus Sardinien, wo Mikko Hirvonen seinen ersten Sieg für Citroen einfuhr.
Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen bei der Rally d’Italia in Sardinien.
Mikko and Jarmo lassen sich bejubeln © Citroen Racing
Von Greg Stuart

Mikko Hirvonen fuhr problemlos und profitierte von den Fehlern der anderen Fahrer, um ungefährdet einen komfortablen Sieg bei der Rally d’Italia zu sichern. Am Ende lag er 1min 20.6sek vor dem jungen russischen Fahrer Evgeny Novikov.

Der erste Sieg des Finnen 2012, seit seinem entrissen Sieg in Portugal im April, bei dem an seinem Citroen DS3 irreguläre Teile entdeckt worden waren. Der Sieg unterbricht seine Negativserie und sollte ein gutes Omen für 2013 sein, wenn er zum Fahrer Nummer Eins im Team aufsteigt.

Sebastien Loeb, der mit seinem halben Rückzug den Weg auf der Leiter für Hirvonen bei Citroen freimacht, überraschte negativ, als der Rallye-Rentner am Freitag bei der ersten Etappe an einen Felsen knallte und seine Lenkung zerstörte.

„Ich habe einen Fehler gemacht und bin raus.“, sagte Loeb in Anbetracht der Tatsachen nachher. „Ich bin ein Mensch – das passiert.“

Rally d’Italia, Sardinien, 18. - 21. November, Petter Solberg, Ford Fiesta, WRC.
Bei Ford tat sich Einiges © Ford

Nachdem er seine neunte Weltmeisterschaft bei der letzten Rallye in Frankreich gesichert hatte, scheint es, als würde Loeb sein Ausfall keine schlaflosen Nächte bereiten. Nachdem verkündet wurde, dass sein Citroen nicht zu reparieren sei, verbrachte der Franzose den Rest der Rallye damit, mit einem Motocross-Motorrad von Etappe zu Etappe zu fahren.

Jari-Matti Latvala sorgte für den ersten Paukenschlag der Rallye, als er am Donnerstag die Qualifikations-Etappe gewann. Fords Nummer 1-Fahrer entschied sich als erster der Konkurrenten am Donnerstag auf die Straßen der beiden Etappen zu gehen. Beide Rennen auf frischem Boden, in der Hoffnung weniger Zeit damit zu verlieren den Kies von der Strecke zu räumen, als wenn er durch den Staub der anderen Fahrer fahren muss.

Das stellte sich als Fehler heraus, wie Latvala am Ende des Tages bekannte. Der Schlammstaub unter der Kiesschicht, die er weggefegt hatte, verhalf den Fahrern nach ihm zu deutlich besserem Grip. Komplett waren die Probleme des Finnen, als er auch beim zweiten Lauf auf frischem Boden dreißig Sekunden verlor, einen Felsen rammte und dabei ein Rad brach. Am Ende des ersten Tages beherrschten die beiden Citroen von Loeb und Hirvonen die Wertung, mit Loeb 1,1sek vor seinem Teamkameraden.

Rally d’Italia, Sardinien, 18. - 21. November, Thierry Neuville, Citroen DS3, WRC.
Neuville schiebt mit verbrannten Fingern © Citroen Racing

Es war während der ersten Etappe am Freitag an Kilometer 29,68 in Monte Lerno als Loeb bei der Rallye ausschied. Der Franzose hat viel Druck gemacht, bis er überhitzte als er in einen schnellen Linkshänder ging. Später verfluchte er den Fehler als Fehler in seinen Geschwindigkeits-Aufzeichnungen.

Von Loebs Rente profitiert Petter Solberg, der hinter dem neuen Frontrunner Hirvonen zum zweiten Mann aufsteigt. Wie auch immer, drei Etappen später, auf SS7, erwischte es Solberg, dessen Lenkung brach. Der Todesstoss für diesen Event ereilte die Bemühungen vom Ford Factory-Team, als Latvala auf SS4 in Stauwasser fuhr und seinen Kühler schrottete. „Ich konnte Dampf aus dem Kühler sehen und sah rüber zu meinem Co-Fahrer, um zu sehen, ob am Armaturenbrett ein Warnlicht an ist.“, sagte Latvala nach dem Vorfall.

„Als ich wieder auf die Straße schaute, bemerkte ich, dass ich nicht rechtzeitig vor der nächsten Kurve stoppen kann. Ich hätte mich auf’s Fahren konzentrieren sollen und ihm die Kontrolle des Armaturenbretts überlassen sollen.“

Beide Werksteam-Autos konnten weiterfahren und die Rallye beenden. Solberg wurde Neunter, während Latvala auf Zwölf einfuhr, obwohl der es sogar schaffte die Power-Etappe SS13 zu gewinnen. Vielleicht fühlt sich Ford nach so einem Resultat nicht ganz so schlecht, wenn sie die WRC verlassen…

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