Europas Sterne leuchten beim Nations

Tag 1 beim Motocross of Nations brachte dem Publikum unglaubliche Fahrten und fesselndes Drama.
© Picklemedia
Von RedBull.com-Team

Am Ende der drei Rennen standen Ergebnisse, die vorher sicher niemand so vorhergesagt hätte. Es waren die europäischen Fahrer, die sich alle Siege schnappten. Antonio Cairoli (ITA), Ken Roczen (DEU) und Jeffrey Herlings (NED) haben den Wettbewerb beeindruckend gerockt.

Im ersten Rennen der MX1-Klasse war Cairoli lange nicht allein unterwegs. Er lieferte sich einen engen Wettbewerb mit seinem KTM-Werks-Kollegen Max Nagl (DEU), der sich am Anfang des Rennens für kurze Momente vor den Sizilianer setzen konnte, bis Cairoli den Hammer rausholte und sich verabschiedete.

Clement Desalle hielt das Heimpublikum bei Laune, indem er mit einem soliden dritten Platz das belgische Punkte-Konto eröffnete.

Clement Desalle hielt das Heimpublikum bei Laune, indem er mit einem soliden dritten Platz das belgische Punkte.Konto eröffnete. Marc De Reuver (NED) gelang ein atemberaubender Start in sein Rennen, konnte aber die Geschwindigkeit nicht halten und rutschte, bis er die karierte Flagge sah, auf Sieben ab.

Ryan Dungey (USA) konnte seine sonst so beeindruckenden Fähigkeiten nicht abrufen. Er begann als Sechster und landete, obwohl er viel Druck machte und zwischendurch auf Vier vorfuhr, am Ende doch nur wieder auf dem Sechsten.

Beim zweiten Rennen waren die KTMs von Glenn Coldenhoff (NED), Roczen (DEU) und Jake Nicholls (GBR) in der ersten Kurve an der Spitze des Feldes. Doch die Führung des Holländers war innerhalb von Sekunden weg, als Rozcen durchschlüpfte und die anderen hinter sich lies. Jeremy Van Horebeek (BEL) folgte dem Deutschen vorbei an Nicholls und Coldenhoff und schloss auf dem zweiten Platz ab.

Dungey schien im ersten Rennen nicht so stark, wie er zu erwarten war.

Hinter ihnen arbeitete Blake Baggett aus dem Team USA hart, um sich vom Sechsten zu verbessern, aber wie Dungey im Ersten, war auch er nicht so stark, wie erwartet.

Coldenhoff, der ins hintere Glied des Feldes zurückfiel, brachte es auf den dritten Platz, allerdings mit weitem Abstand auf Roczen und Van Horebeek. Frankreichs Marvin Musquin schlängelte sich seinen Weg durchs Feld bis auf den Vierten. Nicholls komplettiert die Top-5 für das Team GB.

Motocross of Nations, 2012 Lommel, Belgien, das Publikum.
Das belgische Publikum © Picklemedia

Rennen drei brachte endlich gute Nachrichten für das US-Team, als Justin Barcia sich mit einem tollen Start an die Spitze setzte.

Unerwartet hing Herlings im Feld fest, war aber nach einigen kurzen Runden wieder in Schlagdistanz von Honda. Als Herlings in Führung schlüpfte, war Barcia natürlich noch längst nicht bereit, sich mit Platz Zwei zu begnügen, also gab er richtig Gas um den KTM im Blick zu behalten.

Das wirklich dramatische Ende lag noch vor ihm: Barcia drehte sich in einer Wende kurz vor der Boxengerade und rammte sein Bike in eine Werbebande.

Max Anstie (GBR) fuhr ein starkes Rennen. Er startete als Zweiter hinter Barcia, bevor ihn ein Ölfleck in Runde Drei einige Plätze kostete. Das wirkliche Drama, die Story des Tages, folgte, als sich Barcia in einer Wende kurz vor der Boxengerade drehte und sein Bike in eine Werbebande rammte. Er kämpfte wütend, um sein Bike frei zu bekommen. Im war sein Frust deutlich anzusehen, als die Hilfe kam, und er vom Rennen disqualifiziert wurde.

Das kann nur ein Klassiker wie das Nations.

Am Ende von Tag 1 hielten Deutschland, Belgien, Italien, Holland und Frankreich die Top-Positionen, das US-Team den sechsten Platz.

Glenn Coldenhoff, Niederlande, MX2 Motocross of Nations, Lommel, Belgien 2012.
Glenn Coldenhoff © Picklemedia
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