Enduro Stars: Was uns Red Bull ISDE bedeutet

Nervenflattern unter den 473 Konkurrenten aus 36 unterschiedlichen Nationen kurz vor ISDE 2012.
Von Jonty Edmunds

Mit Kevin Rohmer aus Frankreichs Junior Trophy-Team, crashte am ersten Tag ein Fahrer aus dem Wettbewerb, am zweiten Tag musste mit dem Spanier Cristobal Guerrero, der sich die Schulter verrenkte, ein weiterer aussteigen.

Solche Dramen sind aber nicht nur für die Senior Class reserviert: An Tag 2 verlor das italienische Team, das noch am Ende des ersten Tages die Führung in der Junior Trophy übernommen hatte, gleich zwei Fahrer mit mechanischen Problemen, was bedeutete, dass nur noch die Hälfte des Teams im Wettbewerb blieb.

Eero Remes, Finnland, FIM International Six Day Endurancen 2012, Deutschland.
Eero Remes

An vorderster Front des World Trophy Wettbewerbs vergrößerte Frankreich seine Führung erheblich und liegt nun 12 Minuten vor dem zweitplazierten Australien. Vier ihrer sechs Fahrer besetzen jetzt die vier Top-Positionen in der Gesamt-Einzelfahrer-Wertung. Italien rundet die Top-3 vor Finnland, Spanien und den USA als Sechstem ab.

Großbritannien setzte seinen Weg an die Spitze der Junior Trophy-Teamwertung fort und profitierte von einer tollen Leistung von Manxman Danny McCanney.

Vorbei am guten Italien, das aufgrund seiner beiden mechanischen Ausfälle genau genommen aus dem Rennen ist, rückte Frankreich vom Dritten auf den Zweiten vor und liegt nur 38 Sekunden hinter den Britten. Die USA sitzen auf der Drei.

Johnny Aubert, Frankreich, KTM, mit Trophäe, FIM International Six Day Endurance, 2012, Deutschland.
Johnny Aubert

Frankreichs Damen Trophy Team baute seine Vorteile am zweiten Tag aus. Mit nun 13 Minuten Vorsprung, liegen sie klar vor dem Zweitplatzierten Australien. Es war ihre Anführerin Ludivine Puy, die den Tag als schnellste weibliche Wettkämpferin beendete, gute zwei Minuten vor Australiens Jessica Gardiner.

Auf dem gleichen Kurs wie an Tag Eins hatten die Konkurrenten erneut Glück mit dem Wetter, weil alles trocken blieb. Bei einem Enduro-Spezialtest erwischte es den spanischen KTM-Fahrer Guerrero, der gegen einen Baum prallte, wo er eine Schulter-Verrenkung davontrug. Australiens Junior Trophy Teamfahrer Ben Burrell musste das Rennen wegen mechanischer Probleme verlassen.

Team USA beim 2012er ISDE Enduro.
Team USA © Edmunds J.

Mike Brown vom Team USA und Aigar Leok aus Estland teilen eine einzigartige Verbindung: Beide traten sowohl bei der Motocross of Nations, als auch bei den Red Bull Six Days an.

„Ich fühle mich in einer privilegierten Position, für das Team USA die Motocross of Nations und die Six Days zu fahren“, gestand Brown. „Es gibt kein besseres Gefühl, als sein Land zu vertreten und jetzt, wo ich auch beim Enduro dabei bin, kann ich das gleich eine ganze Woche lang, bei den Six Days, machen.“

Enduro-Fahrer Aigar Leok aus Estland.
Aigar Leok aus Estland

„Bei mir ist das auch so“, sagte Leok. „Ich bin für Estland die Motocross of Nations gefahren und das jetzt auch bei den Red Bull Six Days zu tun, ist eine sehr besondere Auszeichnung. Ich hoffe, dass wir als Team eine gute Leistung abliefern können und hoffentlich einige Leute überraschen können. Ich persönlich bin immer noch neu in der Enduro, weshalb jedes Rennen für mich eine Lernerfahrung ist. Sechs Tage lang, mit so vielen verschiedenen Spezialtests Motorrad zu fahren, ist schon einzigartig.“

Francisco Arredondo, Guatemala, FIM International Six Day Endurance, 2012, Deutschland.
Francisco Arredondo
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