Latvalas Geduldsspiel

Der frustrierte Finne sagt, es könnte Sommer werden, bevor er wieder um Siege kämpfen kann.
2013 Rally Sweden Jari-Matti Latvala Volkswagen
Latvala frustriert in Schweden © McKlein Image Database
Von Carl McKellar

Jari-Matti Latvala schätzt, dass es bis zu den ersten Runden im Sommer der World Rally Championship dauern könnte, bevor er wieder um Siege im VW Polo R WRC kämpfen kann.

Der Finne hatte einen frustrierenden Start in die Saison 2013, als er bei den Eröffnungsrunden vom französischen Teamkollegen Sebastien Ogier überholt wurde.

Während Ogier sich, dank eines zweiten Platzes in Monte Carlo und dann eines dramatischen, bahnbrechenden Sieges für Polo in Schweden, eine frühe Führung erarbeitet hat, steckt Latvala hinten auf dem fünften Platz mit weniger als einem Drittel der Punkte des Franzosen fest (46-14).

Ein Unfall am Ende des Monte Carlo-Rennens, bei dem er auf dem Weg zu einem Platz unter den ersten Sechs war, war ein Rückschlag. In Schweden, bei einem von Latvalas Lieblingsevents, wurde er mit mehr als einer Minute hinter seinem siegesreichen Teamkollegen Ogier nur Vierter, obwohl er anfänglich im Rennen um Platz 2 mitfuhr.

2013 Rally Sweden Jari-Matti Latvala Volkswagen
Eigentlich liebt Latvala die Schweden-Rally. © McKlein Image Database

Latvala gibt zu, dass er länger braucht, um sich an die Eigenheiten des Polos zu gewöhnen und dass er noch etwas Zeit benötigen wird, bevor er nach fünf Saisons mit M-Sports Fords wirklich eins mit dem Wagen sein kann. Tatsächlich fuhr Latvala die ganze letzte Saison den Fiesta RS WRC, bevor er zum deutschen Hersteller kam, dagegen war Ogier von Anfang an Teil des VW-Programms.

“Ich glaube, ich brauche mehr Zeit und mehr Tests, bevor ich wirklich um den Sieg kämpfen kann", erzählt Latvala RedBull.com. “Ich denke, es wird Sommer werden. Es gibt jetzt bis Ende März in Portugal keine Tests mehr. Die nächste Rally ist in Mexiko (7.-10. März) und dann Portugal. Wenn ich [bei diesen Events] das Podium erreichen kann, dann glaube ich, wäre das ein sehr, sehr gutes Ergebnis."

“Natürlich war ich von meiner Leistung in Schweden enttäuscht – sie war nicht auf dem Level, das ich mir erhofft hatte. Es gab einige gute Momente, aber es war nicht beständig genug. Ich habe mit dem Aufbau des Wagens gekämpft und Sebastiens Aufbau ausprobiert, der weicher ist und es leichter macht, den Wagen beim Bremsen zu kontrollieren, aber das hat für meine Zeiten keinen so großen Unterschied gemacht.

“Es geht nicht so sehr um den Aufbau. Ich muss mehr arbeiten und mein Fahrverhalten verbessern."

2013 Rally Sweden Jari-Matti Latvala, Sebastien Ogier Volkswagen
Latvala sucht Ideen für den Aufbau bei Ogier © McKlein Image Database

Er fügte hinzu: “Die Vorgabe war, ins Ziel zu kommen - das gibt dir Punkte und entspannt dich etwas. Ich fühlte mich ein bisschen unter Druck, als ich nach Schweden fuhr, da ich am Ende in Monte Carlo einen Unfall hatte. Aber nachdem ich in Schweden ins Ziel gekommen bin, hab ich die Möglichkeit, die Daten zu vergleichen und die Bereiche zu verstehen, die ich verbessern kann."

Latvala wird sicherlich hoffen, die Lücke zu Ogier in Mexiko zu schließen. Beide werden mit dem vorherigen besten Ergebnis eines dritten Platzes zu dem Event fahren, obwohl die einzige Erfahrung mit der mittelamerikanischen, staubigen und hochgelegenen Strecke, die Polo bisher gemacht hat, die des großen Tests war, den beide im letzten Jahr durchlaufen mussten.

“Mexiko hat eine harte Oberfläche und ziemlich rutschigen Schotter und der ist nicht wie der Schotter in Portugal, die Oberfläche dort ist aggressiver”, sagt Latvala. “Die Höhenlage beeinflusst auch die Motorleistung, aber ich glaube, dass der Wagen nach unseren Tests dort nicht wie die anderen untermotorisiert sein sollte. Ich denke, es wird schon einen Wettkampf geben und tatsächlich hatte ich im letzten Jahr in Mexiko eine ziemlich gute Geschwindigkeit."

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