Video: Straßenlage ist in Mexiko wichtig

WRC-Fahrer messen der Qualifikation in Mexiko immense Bedeutung bei.
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Von Carl McKellar

Ein starker Lauf in der Qualifizierung für die Rally Mexico wird von großer Bedeutung sein, da er darüber entscheidet, auf welcher Startposition die Fahrer bei diesem Event landen - das bekanntermaßen schwierig für diejenigen an der Spitze des Feldes ist.

Die Fahrer mit den schnellsten Zeiten dürfen sich ihre Startposition als Erste aussuchen und werden fast zwangsläufig so spät wie möglich starten wollen. Damit müssen die langsameren Fahrer vor ihnen starten und fungieren so als Straßenfeger auf der staubigen Oberfläche der Schotterpisten.

Die Qualifizierungsrunde in Llano Grando wird am Donnerstag um 11:23 Ortszeit nach einer ersten Trainingssession stattfinden.

Auf den Straßen von Mexiko
Auf den Straßen von Mexiko © McKlein Image Database

Mikko Hirvonen von Citroen, der wirklich dringend ein gutes Ergebnis braucht, um im Titelkampf wieder mitzumischen, sprach mit RedBull.com: “Man muss in Mexico wirklich eine Menge aufräumen. Die Qualifizierung wird wirklich sehr wichtig sein. Es ist eine echt schwierige Oberfläche, die für das erste oder zweite Auto auf der Straße extrem rutschig ist. Es kann schon passieren, dass du deine Rallye in der Qualifizierung verlierst – ein schlechter Lauf und du bist raus aus dem Titelkampf.”

M-Sports Mads Ostberg, der Dritte auf der Rangliste, die bei der Rallye mitfahren, fügt hinzu: “Es hat alles mit dem Bodenbelag in Mexiko zu tun. Er besteht oben aus losem Sand und ganz feinem Schotter und ist sehr rutschig. Du brauchst die ersten Fahrer, die diese Schicht vom Boden abfahren, bevor du den guten Grip darunter findest. Darum ist es so wichtig, in der Qualifizierung einer der Ersten zu sein.”

Die Rally Mexico wird außerdem der erste Lauf auf Schotter sein, bei dem die neuen Regeln von 2013 gelten - darunter die Begrenzung der Reifen-Anzahl, die benutzt werden darf.

The Long and Winding Road
The Long and Winding Road © McKlein Image Database

Nicolas Goubert, Technischer Direktor bei Michelin, die die meisten der WRC-Top Teams beliefern, sagt dazu: “Jetzt sind es 40% weniger Reifen als noch vor drei Jahren. Der Reifen muss also die gleiche Leistung bieten, dabei aber länger halten und das ist die große Herausforderung – sie müssen effektiv 20% mehr Fahrleistung bringen. Wir werden uns den Verschleiß in Mexiko sehr genau ansehen, da es der erste Schotter-Lauf in dieser Saison ist. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es mit unseren Reifen keine Probleme geben wird. Wenn der Reifen strapazierfähig genug ist, sollte es keine Schwierigkeiten geben.

“Eine andere Sache, die man beachten muss, ist, dass die Crews jetzt nur noch vier anstatt fünf Reifen (einschließlich des Ersatzreifens) beim Service auswechseln können. Und wenn man bedenkt, dass das Ersatzrad und der Ersatzreifen ungefähr 20 kg wiegen - werden sie es riskieren und es nicht mitnehmen, um Gewicht zu sparen und schneller zu sein? So oder so ist es ein Risiko und sehr interessant.”

Der Geschäftsführer der Konkurrenz DMACK, Dick Cormack, erklärt: “Einige der Etappen in Mexiko sind extrem lang. Etappen Drei und Acht (El Cubilete) sind über 20 km lang und die ersten 10 km gehen bergauf, Serpentine nach Serpentine auf Beton, das geht wirklich auf die Reifen. Wenn du zu schnell bist, ruinierst du die Reifen und du kannst später auf der Etappe in alle möglichen Schwierigkeiten geraten. Es gibt noch andere und längere Etappen als die und am letzten Tag gibt es eine mit 54 km (Guanajuatito). Die Fahrer dürfen die wirklich nicht vergessen.”

Straßenlage ist in Mexiko wichtig © McKlein Image Database

Auf 2500 Metern über dem Meeresspiegel ist die Kraft der Motoren in Mexiko um ungefähr 20% oder mehr reduziert, was "zumindest auf dem Papier bedeutet, dass es für die Reifen etwas leichter wird", erklärt Ostberg.

Hirvonen fügt hinzu: “Die Reifen-Regel hat das Fahren in den letzten drei Jahren komplett verändert und du musst wirklich die ganze Zeit aufpassen, während das vorher nicht ganz so kritisch war. Ich musste meinen Fahrstil auf jeden Fall ein bisschen anpassen.”

Die Rallye Mexico beginnt nach der Qualifizierung am Donnerstagabend (20:09 Ortszeit) mit der Etappe durch Guanajuatos unglaubliche Altstadt - Teile führen durch die Bergwerktunnel der alten Silberminen - gefolgt von einer kurzen Sprintetappe auf dem Weg zurück in die Gastgeberstadt Leon.

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