Heißer Start der Enduro Weltmeisterschaft 2013

Nach vier Monaten Pause ging die FIM Enduro Weltmeisterschaft 2013 in die erste Runde.
Johnny Aubert legt einen heißen Start hin .
Johnny Aubert legt einen heißen Start hin © Jonty Edmunds
Von Robert Lynn

Beim GP von Chile, dem ersten von sieben Events, sah man einige Pre-Race-Favoriten gewinnen und auch ein paar Überraschungen...

In der Klasse Enduro 1 war es Antoine Meo von KTM, der mit einem Doppelsieg einen perfekten Saisonstart hinlegte. Für den Franzosen lief aber nicht alles wie geplant. Meo legte beim Super-Test am Freitagabend zwar die schnellste Zeit seiner Klasse vor, wurde beim Rennen an Tag 1 dann aber von Juha Salminen (Husqvarna) herausgefordert. Meo gelang es allerdings sein Tempo zu erhöhen und er gewann vier der fünf finalen Special-Tests und behauptete den Auftaktsieg der Saison für sich. Salminen wurde Zweiter und Matti Seistola (Husqvarna), nach einem Crash in der ersten Runde, Dritter.

Auch am zweiten Tag, war der Kampf um den Sieg heiß. Diesmal stand Meo Thomas Oldrati (Husaberg) gegenüber. Der Abstand war sehr gering, aber Meo war im finalen Test schließlich schneller als sein italienischer Rivale. Mit Oldrati auf dem zweiten Platz war es der Finne Eero Remes, der ein erfolgreiches Renndebüt für TM Racing hinlegte und Dritter wurde.

Die Klasse Enduro 2 erwies sich als am wenigsten vorhersehbar. Zwei Fahrer standen im Laufe des Wochenendes auf der obersten Stufe des Podiums. Am ersten Tag verteidigte Pela Renet (Husaberg) erfolgreich seinen Titel. Renet ergatterte, trotz ständiger Herausforderung durch Johnny Aubert (KTM), mit schlanken vier Sekunden Vorsprung, den Sieg. Aubert wurde Zweiter, der Italiener Alex Salvini (Honda) Dritter.

Pela Renet verteidigte seinen Titel .
Pela Renet verteidigte seinen Titel © Jonty Edmunds

Am zweiten Tag wurde Renet vom Pech verfolgt. Zahlreiche Fehler warfen ihn aus dem Kampf um den Titel und zurück auf den vierten Platz. Stattdessen gehörte der Tag Salvini. Der Honda-Fahrer hatte offensichtlich Spaß an dem trockenen und staubigen südamerikanischen Terrain. Er fuhr alle neun Special-Tests des Tages konstant stark und sicherte sich den ersten Sieg seiner Enduro-Karriere.

Hinter Salvini, schaffte es Ivan Cervantes (KTM), seinen Teamkollegen Aubert zu bezwingen und wurde Zweiter.

In E3 war es Joakim Ljunggren (Husaberg), der sich den Sieg des ersten Tages sicherte. Der Schwede hatte seit dem verschneiten GP von Schweden in 2008 kein EWC-Rennen mehr gewonnen und brach damit die vierjährige Durststrecke. Ljunggren übte den ganzen Tag über Druck auf Christophe Nambotin (KTM) aus. Der Franzose beging schließlich einen Fehler, den Ljunggren ausnutze und gewann. Nambotin war am Ende Zweiter und der Estländer Aigar Leok Dritter.

Am zweiten Tag führte Nambotin, obwohl er Schwierigkeiten mit dem richtige Set-Up für das trockene Gelände zu haben schien. Aber über den Tag hinweg wurde er sicherer, gewann schließlich. Ljunggren wurde nach dem Franzosen Zweiter und Rodrig Thain (Gas Gas) mit einem soliden Ergebnis Dritter.

In der Enduro Junior-Kategorie war es Giacomo Redondi (KTM), der einen fantastischen Doppelsieg für sich beanspruchte. Im Enduro Youth-Cup gewann an beiden Tagen der Chilene Benjamin Herrera.


Die Enduro Weltmeisterschaft geht am 23./24. März in die zweite Runde.

read more about
Zur nächsten Story