Klappe, die Zweite - Musquin gewinnt erneut

Die Eastern Regional 250SX Serie fand erneut in Indianapolis statt.
Marvin Musquin gewann in Indianapolis.
Marvin Musquin gewann in Indianapolis © KTM Images/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Wie sich die Eastern Regional 250SX-Serie 2013 in nur fünf Runden verändert hat? Nun, wenn der Auftakt der Eastern Regional Serie in Dallas das einzige Rennen ist, das ihr gesehen habt, besteht die Chance, dass ihr die Serie erst gar nicht wiedererkennt, vor allem dank einer wilden Nacht in Indianapolis.

Zu Beginn des Jahres war Dean Wilson der absolute Titelfavorit und nach einem scheinbar einfachen Sieg in Dallas konnte man glauben, dass die gerade begonnene Meisterschaft schon wieder vorbei war. In derselben Nacht wurde Wil Hahn Dritter und Marvin Musquin (Red Bull KTM) landete nach einem Sturz zu Beginn des Rennens auf einem enttäuschenden sechsten Platz.

Schnellvorlauf nach Indy, wo sich Wilson zum Start des Hauptevents der 250SX noch nicht einmal in der Nähe der Strecke aufhielt. Die Nacht und wohl auch die Meisterschaft endeten für Wilson, als er recht früh im Rennen einen Tuff-Block erwischte, schwer stürzte und eine gebrochene Rippe und eine kollabierte Lunge davontrug. Wilsons unglückliche Schicksalswendung beschränkte den Titelkampf auf Hahn und Musquin, von denen keiner auch nur annähernd vorne dabei war nach der ersten Runde im Lucas Oil Stadium.

Als Nächstes steht Toronto auf Marvins Programm.
Als Nächstes steht Toronto auf Marvins Programm © KTM Images/Red Bull Content Pool

Tatsächlich war Musquin sogar Letzter, nachdem er an einem Tuff-Block hängen blieb, der auf die Strecke geraten war. Unerschrocken und hart am Gas, schraubte sich der Franzose danach durch die Gruppe nach vorn. Er legte dabei die schnellste Runde des Rennens hin. Seine Beharrlichkeit, gepaart mit etwas Glück in Form von Blake Wharton, der kurz vor Schluss stürzte, zahlte sich aus. Nur eine Woche nach dem ersten Supercross-Sieg seiner Karriere fand sich Musquin erneut im Kreise der Gewinner wieder.

Dieser Sieg, der noch eindrucksvoller war als sein Sieg in Daytona, macht Musquin nicht nur zu einer Bedrohung für die samstäglichen Rennen, sondern auch zu einem legitimen Titelanwärter. Er liegt zwar noch neun Punkte hinter Hahn, aber das könnte sich bei vier verbleibenden Rennen schnell ändern.

Als Nächstes steht Toronto auf dem Programm, ein entscheidendes Rennen sowohl für Hahn als auch für Musquin. Die größte Bedrohung für Hahns WM-Führung, Dean Wilson, wurde durch einen drängelnden, zuversichtlichen Musquin ersetzt. Hahn muss somit das nächste Rennen gewinnen, denn ein dritter Sieg Musquins würde ihm teuer zu stehen kommen, sowohl an Punkten als auch an Zuversicht, da dies den Ton für die restliche Serie angeben könnte.

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