Video: Levi Sherwood ist kein normaler FMX Star

Ob beim Sammeln von Titeln oder beim Chillen: Levi Sherwood ist ein glücklicher Mann.
© Graeme Murray/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Was sind deine frühesten Erinnerungen ans Freestyle Riding?

Ich war neun Jahre alt und bin über eine Rampe auf unserem Bauernhof gesprungen. So hat alles angefangen. Freestyle war etwas Neues und Aufregendes. Und anstatt Rennen zu fahren, war ich lieber zuhause und habe Freestyle-Tricks geübt.

Keine zehn Jahre später hast du dein erstes Red Bull X-Fighters in Mexiko gewonnen. Warst du von dem Ergebnis überrascht?

Als ich eingeladen wurde, war ich mir nicht mal sicher, ob ich das nötige Niveau mitbringen würde. Ich war ziemlich nervös, aber ich wusste, dass ich die Chance auf ein gutes Ergebnis hatte. Ich hatte keinen Grund, etwas anderes zu erwarten, denn ich war bisher bei jedem Wettkampf gut gefahren.

Die Dinge änderten sich nach Mexiko eigentlich schlagartig. Es war merkwürdig, an anderen Events teilzunehmen; auf einmal schauten alle auf mich um zu sehen, ob ich auf Strecken mit größeren Lines fahren könnte. Ich nahm es mir zu Herzen und begann, den Wettkampf mit den Erwartungen der Fans aufzunehmen. Nach meiner Verletzung in Madrid 2010 – einer Überdrehung bei einem Flip – merkte ich, dass ich derjenige bin, der raus geht und das Risiko sucht. Also sollte ich mich besser nur auf meine eigenen Erwartungen konzentrieren. Seitdem gehe ich einfach raus und mache das, was ich für richtig halte anstatt zu versuchen, es irgendwelchen Leuten recht zu machen.

Levi Sherwood in der Garage auf seiner Farm
Levi Sherwood in der Garage auf seiner Farm © Graeme Murray/Red Bull Content Pool

Warum hast du dich beim Red Bull X-Fighters in Brasilien geweigert, einen Single Flip zu performen?

Ich habe alle möglichen Erklärungen dafür gehört, warum ich keinen Flip gemacht habe. Ich war einfach wütend über die Punktrichter oder die Presse oder sonst wen. Ich hatte eine echt miese Woche. Mein Gepäck und Equipment kamen total spät an, so dass ich kaum Zeit zu trainieren hatte. Mir war meine Sicherheit wichtiger als ein bestimmtes Ergebnis. Nach der Qulifikation fühlte ich mich besser und versuchte ein paar Flips, aber ich fühlte, dass ich sie nicht landen würde. Und ich hatte keine Lust, in Brasilien im Krankenhaus zu liegen, also habe ich auf Sicherheit gesetzt. Das haben viele Leute überinterpretiert.

Baust du immer noch Schanzen auf deiner Farm in Neuseeland?

Am meisten Spaß macht es mir, neue Jumps zu bauen. Ich kann locker eine ganze Woche im Bulldozer sitzen und neue Bahnen und Schanzen bauen. Es ist großartig, den ganzen Tag dran zu bauen und sie dann auszuprobieren. Die meiste Zeit verbringe ich mit Fahren oder Reisen, aber ich mag keine großen Städte. Ich liebe das Land, meine Farm und das Leben in Neuseeland.

read more about
Zur nächsten Story