Supercross Boot Camp

Wir sprechen mit MotoX-Star James Stewart über seine Vorbereitungen für die kommende Saison 2013.
James Stewart relaxt nach getaner Arbeit beim AMA Supercross 2012 in Anaheim, USA, am 4. Februar 2012
James Stewart © Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Red Bull: Wie war deine Off-Season?
James Stewart: Ich hatte eine echt gute Zeit mit einer Menge Testphasen. Erst ging es nach Unadilla und dann gab es erstmal sechs Wochen Pause vom Bike. Danach bin ich nach Kalifornien und seitdem teste ich dort. Wir waren echt produktiv und das Bike ist verdammt gut. Im Grunde hat sich am Motorrad seit Oktober wenig verändert. Aber ich hatte jetzt die Chance, in den vergangenen Monaten mit dem Bike richtig vertraut zu werden.

RB: Du bist die Suzuki im Supercross noch nicht gefahren. Wie sieht es da aus?
JS: Das stimmt, Supercross bin ich damit noch nicht gefahren. Aber ich hatte 2011 die Möglichkeit, ein paar Tage zu testen, bevor ich bei JGR unterzeichnete. So hatte ich zumindest ein Basissetup, aber leider nicht die Chance, es richtig zu nutzen. Damals war es gar nicht schlecht, aber kein Vergleich zu meinem Setup heute. Jeder hat inzwischen die Air Forks und dadurch hat sich einiges verändert. Ich glaube, der kniffligste Part war wirklich, mit den Air Forks klarzukommen. Inzwischen passt das aber ganz gut.

RB: Was ist das Besondere an den Air Forks?
JS: Die sind einfach anders. Am Anfang hatte ich noch meine Probleme, aber wenn du einmal damit zurechtkommst, merkst du auch schnell die Vorteile. Inzwischen nutzt die fast jeder: Das Werksteam von Kawasaki nutzt sie, Factory Honda nicht, aber Chad Reed bei seiner Honda und schließlich wir. Am Ende wird das vermutlich ähnlich sein wie bei den Viertaktern. Alle werden auf diesen Zug aufspringen.

RB: Deine Reifenauswahl im letzten Jahr schien dir einige Probleme zu bereiten. Dein altes Team behauptete, wegen zu weniger Tests an der Westküste. Wie sieht es in diesem Jahr aus, habt ihr an der Westküste mehr trainiert?
JS: In diesem Jahr war ich sogar mehr an der Westküste. Im Verhältnis vielleicht drei zu eins. Ich glaube, der einzige Grund für die Probleme lag darin, dass wir die Reifen erst eine Woche vor Anaheim bekommen haben. Schlecht waren sie auch nicht, wir wussten nur nicht, welche wir einsetzen sollten. Die Reifen an sich sind super. Wir hätten sie auch an der Westküste getestet, nur leider war das ganze Zeug nicht vor Ort. Wir hatten die Forks zwei Wochen vor der Saison getauscht und ich hatte die ganze Off-Season Zeit, die Yamaha zu testen. Die neuen Reifen kamen dann schließlich eine Woche vor Anaheim an. Dadurch hatten wir das Equipment so spät, dass wir erst während der Rennen vernünftig testen konnten.

James Stewart bei den AMA Pro Motocross Championships, Lake Elsinore Kalifornien, USA, am 8. September 2012
Stewart beim AMA Pro Motocross Championship 2012 © Red Bull Content Pool

Den zweiten Part von unserem Interview mit James Stewart gibt’s hier.

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