Taddy Blazusiak: "Worum es beim Rallyesport geht"

Taddy Blazusiak registriert sich für Runde 1 der FIM Cross-Country Rallye.
Teddy vor Heimatpublikum in Polen
Teddy vor Heimatpublikum in Polen © Lukasz Nazdraczew/Red Bull Content Pool
Von Robert Lynn

Taddy Blazusiak will Rallyeluft schnuppern und registriert sich für die erste Runde der FIM Cross-Country Rallies in Abu Dhabi vom 6. bis 11. April. Wir trafen uns mit Blazusiak, um mehr zu erfahren über diese Entscheidung für Abu Dhabi ...

Warum hast du dich dazu entschieden, die erste Runde der FIM Cross Country Rallies in Abu Dhabi zu fahren?

"Als ich mir mal meinen Terminkalender vorgenommen habe, ist mir eine kleine Lücke aufgefallen, die mir die Gelegenheit bot, das einmal auszuprobieren. Ich habe mit ein paar Leuten über diese Idee gesprochen und ziemlich schnell nahm das Ganze dann Form an. Einer meiner Sponsoren, Orlen, hat tatsächlich ein Team in der Series, und so war es mir möglich, zusammen mit Orlen, KTM, Red Bull, USWE und allen, die mich unterstützen, das Ganze zu verwirklichen."


Einen ersten Vorgeschmack auf den Rallyesport hast du bereits beim Desafio Litoral im Juli 2012 in Argentinien bekommen. Aber beim Rennen hier in Abu Dhabi wirst du zum ersten mal echte Rallyeluft schnuppern. Bist du schon aufgeregt?


"Ja, ich kann es kaum erwarten, da draußen zu sein. Beim Desafio Litoral, hatte ich echt Spaß, aber da musste ich es ja auch nicht mit Sanddünen aufnehmen. Hier in Abu Dhabi gibt es nichts anderes als Sanddünen und einige davon sind gigantisch. Das ist es, worum es im Rallyesport geht und warum ich bei diesem Rennen dabei sein wollte."

Teddy gab sein Cross-Country-Debüt in Argentinien
Teddy gab sein Cross-Country-Debüt in Argentinien © KTM Images/Red Bull Content Pool

Hast du jemals ein Rennen auf so viel Sand wie hier bestritten?

"Nein, noch nicht einmal mit meiner Enduro! Letzten Mittwoch haben wir ein paar Testfahrten gemacht und ich bekam ein erstes Gefühl für die Sache. Wir haben nur etwa 50 km zurückgelegt und es ist schwer in so kurzer Zeit etwas zu lernen, aber ich fühlte mich wohl, und ich weiß, was ich auf dem Motorrad kann."

Welche Ziele und Erwartungen hast du für dich selbst bei dem Event?


"Ich bin einfach nur hier, um Spaß zu haben und die Erfahrung zu genießen. Das ist nicht mein Sport, daher werde ich nichts riskieren, um zu gewinnen. Mein Hauptziel ist es, so viel wie möglich zu lernen und ein Gefühl für die Dinge zu bekommen. In Argentinien war mein Hauptproblem die Navigation. Bei hoher Geschwindigkeit ein Roadbook zu lesen ist mir immer noch ein Rätsel. Wenn es mir bis zum Ende der Woche gelingen sollte, mich daran zu gewöhnen ein Roadbook beim Rennen auf Sand zu lesen, dann habe ich eine Menge erreicht."

Angesichts deines Rallyeinteresses, verschwendest du ab und zu einen Gedanken an eine Teilnahme bei der Rallye Dakar?

"Jedes Mal, wenn ich mich auf ein Rallyemotorrad setze, fragen sofort alle 'oh, wie steht es denn eigentlich mit Dakar'. Natürlich ist das eine Sache, die mich interessiert. Es ist ein Rennen, das jeder, der jemals auf einer Enduro ein Rennen gefahren ist, mitfahren möchte, momentan aber sind diese Gedanken ganz hinten in meinem Hinterkopf vergraben. Der Endurocross ist mein einziger Fokus - und raubt meine ganze Zeit. Es ist nicht möglich, von meinem Endurocross-Motorrad auf ein Rallyebike umzusatteln und mit beiden abzusahnen."

Die X Games Brasilien stehen vor der Tür und viele Leute werden sich fragen, warum du hier eine Rallye fährst. Wie steht es um deine Vorbereitung für die X Games?


"Ich bin bereit. Ich habe mir den Hintern aufgerissen und kanns kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Die Superenduro Weltmeisterschaft war ein großer Teil dieser Vorbereitung und seit dem Finale dieser Series in Frankreich, habe ich tonnenweise Runden auf meiner Teststrecke gedreht. Ich freue mich echt total auf Brasilien. Die X Games-Series wird der Hammer und ich bin garantiert nicht nur zum Spaß dabei."

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