Coma gewinnt die Abu Dhabi Desert Challenge

Marc Coma (KTM) siegt bei der Abu Dhabi Desert Challenge im ersten Rennen nach seiner Verletzung.
© KTM Images
Von Robert Lynn

Marc Coma verpasste die Rallye Dakar 2013 aufgrund einer Verletzung, war aber rechtzeitig zum Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wieder fit und holte hier zum fünften Mal in Folge den Titel. Sein Sieg bei diesem Event, das gleichzeitig die Cross Country Rallies World Championship eröffnete, war für ihn ein erfolgreicher Start für die Mission Titelverteidigung.

"Ich bin einfach drei Tage lang entspannt gefahren und habe versucht, mich wieder an die Wüste zu gewöhnen”, so Coma. "Auf der letzten Etappe habe ich dann richtig rangeklotzt, aber ich wusste, dass ich um zu gewinnen sauber fahren musste und keine Fehler machen durfte."

Trotzdem kam der Sieg für den Spanier überraschend. Nachdem er den Großteil der Woche dem tonangebenden Sam Sunderland (Honda) hinterhergefahren war, bekam Coma den Sieg regelrecht geschenkt, als über Sunderland eine zehnminütige Zeitstrafe verhängt wurde.

Der bescheidene Sieger Coma: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg, aber Sam tut mir leid. Er war eindeutig der schnellste Fahrer während des Rennens und hätte den Sieg verdient. Aber so sind die Regeln und damit müssen wir alle klarkommen."

Heiße Gefechte bei der Abu Dhabi Desert Challenge
Heiße Gefechte bei der Abu Dhabi Desert Challenge © Speedbrain Rally

Sunderland sah schon wie der sichere Sieger aus. Doch aufgrund eines technischen Regelverstoßes in der vorletzten Etappe wurde dem in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebenden Briten Sunderland der Sieg entrissen.

Mit einem kaputten Auspuff hatte er sich durch die 266 Kilometer lange Etappe gekämpft. Dann vergaß Sunderland jedoch, durch die letzten beiden Gates zu fahren, nachdem er sich mit seinem Mechaniker beraten hatte, wie der Auspuff zu fixen sei. Er kassierte eine Zeitstrafe, die ihn den Sieg kostete und ihn auf den dritten Platz zurückwarf.

Sunderland zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Rennens, war aber ein guter Verlierer: "Es war wirklich eine tolle Woche für mich, aber ich habe auf der vorletzten Etappe einen Riesenfehler gemacht. Während der Liaison sprach ich mit meinem Mechaniker über den kaputten Auspuff. Anschließend vergaß ich die letzten zwei Gates und habe die Zeitstrafe kassiert. Ich bin echt enttäuscht, aber so sind nun mal die Regeln."

Taddy Blazusiak in einem schwierigen Moment
Taddy Blazusiak in einem schwierigen Moment © KTM Images

Durch Comas Regelverstoß rückte Paulo Goncalves von Husqvarna eine Position nach vorne und beendete das Rennen als Zweiter. Als Schnellster auf der letzten Etappe in Abu Dhabi kam Goncalves nur 32 Sekunden hinter Coma ins Ziel.

"Ich habe auf der letzten Etappe alles gegeben", so Goncalves. "Leider habe ich den Sieg um einige Sekunden verpasst - aber der zweite Platz ist großartig."

Sunderland war letztendlich also Dritter, vor Norwegens Pal Anders, der 50 Sekunden schneller war, als der fünftplatzierte Jakub Przygonski (KTM). Juan Salvatierra von Honda landete auf der Sechs.

Taddy Blazusiak gab bei der Abu Dhabi Desert Challenge sein Debüt. Der KTM-Fahrer beeindruckte durch Beständigkeit, Speed und einen guten siebten Platz.

"Diese Woche hat jede Menge Spaß gemacht", so Blazusiak. "Es war hart, durch den Sand zu fahren und dabei das Roadbook zu lesen, aber ich habe mich im Lauf der Woche daran gewöhnt. Ich musste viel lernen, aber es war eine großartige Erfahrung."

Die Runde zwei der FIM Cross Country Rallies Championship findet vom 21. bis 26. April in Katar statt.

Abu Dhabi Desert Challenge – die Ergebnisse

1. Marc Coma Camps (KTM) 14:23.51
2. Paulo Goncalves (Husqvarna) 14:24.23
3. Sam Sunderland (Honda) 14:32.36
4. Pal Anders Ullevalseter (KTM) 14:41.03
5. Jakub Przygonski (KTM) 14:41.53
6. Juan Salvatierra Carlos (Honda) 15:26.01
7. Taddy Blazusiak (KTM) 15:27.12
8. Miran Stanovnik (KTM) 15:41.22
9. Khalid Khamis Ozair (Honda) 16:05.43
10. Sean Linton (KTM) 16:22.02

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