Frühe Führung für Ogier in Argentinien

Das VW-Ass liegt vor dem Citroën-Duo Hirvonen und Loeb, während Sordo sich wieder mal überschlägt.
© Volkswagen Motorsport
Von Carl McKellar

Sébastien Ogier fuhr bei der Rallye Argentinien in eine frühe Führung vor dem Citroën-Duo Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb. Der Spanier Dani Sordo, der ebenfalls für den französischen Hersteller fährt, überschlug sich jedoch auf dieser Fahrt erneut.

Das Rennen startete am Mittwochabend mit der Auftaktprüfung, der Super Special Stage, bei der Ogier und Loeb direkt aufeinander trafen. Die etwa 70.000 Fans erwarteten gespannt das Duell-Revival, das der VW-Fahrer dieses Mal für sich entscheiden konnte.

Die erste Etappe am Donnerstagmorgen konnte Ogier dann als Zeitschnellster beenden. Auf der 27 km langen Santa Cataline/La Pampa-Prüfung ließ er neben seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala auch Hirvonen und Loeb hinter sich.

WRC Argentinien 2013 Mikko Hirvonen Citroen DS3 WRC
Mikko Hirvonen gab alles © McKlein Image Database

Bei der nachfolgenden 52 km langen Ascochinge/Agua de Oro-Etappe schlug Citroën zurück. Wieder kam Hirvonen vor Loeb ins Ziel und die beiden DS3s belegten die zwei Top-Plätze.

Die beiden Etappen lieferten mehr als eine Stunde Fahrt bei vollem Tempo und als Ogier am Mittag in den Servicepark am Rande von Villa Carlos Paz zurückkehrte, führte er nur 3,6 Sekunden vor Hirvonen. Auch Loeb liegt nur 2,4 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Das Citroën-Team, das seit 2004 in Argentinien ungeschlagen blieb, macht sich nun daran, dem Ogier/VW-Gespann die Führung zu entreißen. Dieselben Etappen werden auch am Nachmittag erneut gefahren.

Doch der Donnerstagvormittag blieb für Citroën nicht sorgenfrei. Der DS3 von Sordo überschlug sich auf der Ascochinga/Agua de Oro-Etappe erneut. Dieses Mal lag der Unfall an einem seltenen Fehler in den Notizen seines Co-Piloten Carlos del Barrio. Der Spanier konnte das Rennen in seinem beschädigten Wagen fortsetzen, verlor jedoch die Servolenkung und lag acht Minuten hinter dem Führenden zurück.

Für Sordo ist es der zweite Überschlag in dieser Woche, denn vor ein paar Tagen legte er sein Auto bereits bei einer Präsentation vor Fans aufs Dach.
 

WRC Argentinien 2013: Dani Sordos Citroen DS3 WRC nach dem Überschlag.
Sordos Auto hat schon bessere Tage gehabt © Carl McKellar

Der Unfall von Sordo verzögerte auch die Fahrt des heranstürmenden Ogier, der dazu sagte: „Beim Überholen von Dani habe ich etwas Zeit verloren, aber es hat mich nicht allzu viel gekostet. Außerdem bin ich mir sicher, dass es auch vielen anderen Fahrern so ging. Es läuft soweit alles gut, aber es ist eine sehr enge Geschichte. Wie ich schon sagte, mir ist es wichtiger, Mikko zu schlagen statt Séb, denn er ist mein Hauptrivale in dieser Weltmeisterschaft.“

Hirvonen ist durch die Rückkehr von Loeb in das Citroën-Team neu motiviert. Während er sich in den letzten zwei Rennen als Zweiter hinter Ogier geschlagen geben musste, erscheint er in Argentinien als neuer Mann. Er sagte: „Heute Morgen nach dem Aufstehen habe ich mich gut gefühlt und das Auto läuft wirklich rund. Ich glaube, es wird bis zum Ende ein enges Rennen. Nach Portugal dachten wir uns schon, dass wir hier mit dem Tempo mithalten könnten und es ist toll, dass wir bisher damit recht hatten.“

Loeb fügte hinzu: „In der ersten Etappe heute Morgen war ich nicht allzu glücklich mit meinem Wagen, aber vor der zweiten Etappe konnten wir die Stoßdämpfer neu einstellen und danach passte das besser zu meinem Fahrstil. Während der Service-Zeit werden wir noch mehr Veränderungen vornehmen und das sollte zu weiteren Verbesserungen führen.“

Hier geht’s zu den neuesten Etappenzeiten der Rallye Argentinien.

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