Loeb-Sieg in Argentinien in Reichweite

Für den neunmaligen Weltmeister steht ein weiterer Südamerika-Sieg an - seine Rivalen haben Probleme
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Von Carl McKellar

Nachdem Sebastien Loeb seine Führung über Sebastien Ogier in einem Nachmittag voller Überraschungen auf fast 40 Sekunden ausgebaut hatte, stehen nur noch die vier Samstags-Etappen zwischen ihm und dem achten Sieg in Folge bei der Argentinien Rallye.
Loeb fuhr am Freitagmorgen in seinem Citroen DS3 bei beiden Etappen-Prüfungen die schnellsten Zeiten. Und als Ogier mit einer Reifenpanne Zeit verlor, und Citroen-Teamkollege Mikko Hirvonen bei der Amboy-Yacanto-Prüfung anhalten musste, stand seiner Führung nichts mehr im Wege.
Ogier, der von der Straße in den Matsch rutschte und vom ersten auf den dritten Platz zurückgefallen war, konnte Zeit auf Hirvonen gutmachen, als dieser wegen andauernder elektronischer Probleme mit seinem DS3 mehr als fünf Minuten bei einem Amboy-Zacanto-Stopp verlor. In Folge fiel er auf einen abgeschlagenen sechsten Platz zurück.

WRC Argentina 2013 Sebastien Loeb Citroen DS3 WRC Sebastien Ogier Volkswagen Polo R WRC
Loeb und Ogier unterhalten sich © McKlein Image Database

 Loeb, der jetzt mit 39,8 Sekunden führt, sagte: “Ich hatte heute Morgen einen guten Lauf durch Amboy-Yacanto, und dieses Mal war es nicht so holprig, so dass das Risiko für eine Reifenpanne relativ gering war und ich richtig Gas geben konnte. Aber wir müssen vorsichtig sein, denn Mina Clavero – die erste und letzte Etappe am Samstag – ist ziemlich brutal für den Wagen.“
Der WRC-Führende Ogier, der beim Super Special Short Sprint am Freitagabend 0,5 Sekunden auf Loeb gutmachen konnte, meinte: “Ich bin die zweite Durchfahrt von Amboy-Yacanto langsamer angegangen – die Reifenpanne in der vorhergehenden Durchfahrt kostete mich vielleicht nur 4 Sekunden oder so, aber danach musste ich meinen einzigen Ersatzreifen austauschen. Danach wollte ich keine weiteren Risiken mehr eingehen. Außerdem hatte ich gesehen, dass Mikko, der in dieser Meisterschaft mein eigentlicher Konkurrent ist, ebenfalls Probleme hatte, demnach konnte ich mich ein bisschen entspannen. Wie gesagt, es geht diesmal nicht darum, Loeb zu schlagen.” Ein enttäuschter Hirvonen fügte hinzu: “Mein Strom ging an und aus, aber als wir nach einem Sprung landeten, ging er komplett aus. Ich musste anhalten, alles ausmachen, und dann wieder anschalten. Zum Glück sprang alles wieder an - aber leider zu spät.”

WRC Argentina 2013: Evgeny Novikov in seinem Ford Fiesta RS WRC.
Novikov ist jetzt auf dem dritten Platz © McKlein Image Database

Ogiers Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen hatten Freitagnachmittag ebenfalls Probleme. Latvala verlor fast zwei Minuten, als er in Amboy-Yacanto einen durchlöcherten Reifen wechseln musste, und Mikkelsen konnte an der Etappe gar nicht teilnehmen, weil er seinen Polo R bei der vorhergehenden Prüfung beschädigt hatte.
Das bedeutet, dass sich der russische M-Sport Fahrer Evgeny Novikov auf den dritten Platz vorgeschoben hat. Dank Hirvonens Problem bleibt Latvala auf dem vierten Platz und liegt nach dem Sieg beim Super Special von Freitagabend nur acht Sekunden hinter Novikov.
M-Sports Fahrer Thierry Neuville liegt auf dem fünften Platz und ist mit unter einer Minute Abstand Novikov noch hart auf den Fersen, allerdings nicht in Gefahr von Hirvonen, der weitere drei Minuten zurückliegt.
Mads Ostberg ist mit zehn Minuten Strafe Siebter, denn er konnte die beiden Etappen von Donnerstag aufgrund eines zerbrochenen Steuers seines M-Sport Fiesta nicht beenden. Interessanterweise liegt er fast genau zehn Minuten hinter dem zweitplatzierten Ogier, was zeigt, wie schnell er seit seinem erneuten Einstieg unter den Rallye2-Regeln geworden ist.
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