Auf Goldkurs: Jeffrey Herlings Interview Teil 1

MX2-Weltmeister bleibt bisher diese Saison ungeschlagen. Der Niederländer sprach mit Redbull.com.
MX2 2013 Jeffrey Herlings Red Bull KTM Factory Racing
Jeffrey Herlings in Lierop © Ray Archer / Red Bull Content Pool
Von Redbull.com Team

Genau ein Drittel der 18 Rennen der Motocross Weltmeisterschaft 2013 liegt hinter uns, und der amtierende MX2 Champion Jeffrey Herlings hat - sagenhaft - noch keinen einzigen Punkt verloren.

Der 18-Jährige gewann dieses Jahr alle bisherigen 12 Rennen und ist auf dem besten Weg, seinen letztes Jahr überlegen gewonnenen Titel zu verteidigen.

Nach seinem jüngsten Triumph in Portugal sprach redbull.com mit Herlings, um von ihm zu hören, was er darüber denkt, vielleicht die gesamte Saison über ungeschlagen zu bleiben, wovon er sich inspirieren lässt und wie er sich seine Zukunft vorstellt...

Jeffrey, ein Drittel der Saison ist gelaufen und Du warst bisher unerreichbar. Du zielst immer noch darauf ab, ungeschlagen zu bleiben...
“Ungeschlagen zu bleiben war schon immer ein Traum von mir, und nach meinem Weltmeistertitel im letzten Jahr und im Wissen darum, dass starke Fahrer wie Tommy Searle, Jeremy van Horebeekund Joel Roelantsin eine andere Kategorie gewechselt haben, dachte ich mir, dass ich vielleicht ungeschlagen bleiben könnte.

“Dann gewann ich die beiden ersten Runden mit ungefähr 30 Sekunden Vorsprung und setzte mir tatsächlich ein neues Ziel: versuchen, ungeschlagen zu bleiben. Ich wusste, dass die Chancen, dass ich es schaffe, so ungefähr bei 0,1% liegen würden, aber jetzt haben wir ein Drittel der Saison hinter uns, und ich habe bisher jedes einzige Rennen gewonnen. Das heißt, ich komme meinem Ziel jedes Mal ein Stückchen näher.

Ich hoffe, dass ich es hinkriege! Es wird nicht leicht sein, wir müssen noch 11 Grand Prix-Rennen fahren und ich werde alles geben.

“So viele Dinge spielen eine Rolle. Wenn man zum Beispiel einen GP in matschigem Gelände fährt, dann kann viel Ungewöhnliches passieren. Bisher war alles ziemlich normal. Es kann immer vorkommen, dass man ein Rennen nicht beendet. Wenn das Motorrad irgendein Problem hat, dann ist es vorbei, aber solange das Rad nicht auseinanderfällt, bin ich ziemlich zuversichtlich, dass ich es schaffen kann."

Welcher Sieg war für dich im Jahr 2013 bisher am schönsten?
“Ich denkeValkenswaard. Es war der Grand Prix zuhause bei mir, und ich hatte zwei wirklich schlechte Starts vom 40. Startplatz. Ich lag also immer fast ganz am Ende des Felds und musste mich nach vorne durchschlagen, um dann zweimal zu gewinnen. Und mit all den niederländischen Fans war das echt cool.”

Mit welchen Idolen wolltest Du wetteifern, als Du jünger warst?
“Ich habe immer zu Ricky Carmichael aufgeschaut. Der Kerl war damals eine Maschine! Auch Stefan Everts, der heute mein Teamchef ist! Mit 10 Jahren war ich zum ersten Mal als Besucher bei einem GP, und Stefan war auf dem Weg zum Sieg. Und in dem Alter ist man immer auf der Seite der Gewinner! Man will immer genau wie er sein. Ich habe ihn stets als Vorbild gesehen.

Aber wenn ich mich auf einen Fahrer festlegen müsste, würde ich trotzdem Ricky Carmichael wählen, weil ich seinen Fahrstil wirklich gut fand – wild, aggressiv, er ließ wirklich die Sau raus.

“Stefan war eher korrekt, stand mit den Füßen auf den Rasten und hat nie etwas Unsinniges getan!”

Lesen Sie Teil Zwei des Interviews am Dienstag auf redbull.com.

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