King of Supercross vs. Berg

Ein Rückblick auf das herausragende Rennen des Erzberg Rodeos 2006.
Erzberg Rodeo 2009
Erzberg-Klassiker © Red Bull Content Pool
Von Jonty Edmunds

Bei der 12. Veranstaltung des Erzberg Rodeos beeindruckte David Knight mit einem doppelten Erfolg: Er übernahm die Führung in den Zeitrennen der „2-Zylinder-Königsklasse“, die heutzutage nicht mehr stattfinden, und holte sich beim Hare Scramble den wohlverdienten Sieg.

Auch zwei der bekanntesten US-Motocross/Supercross-Fahrer ließen sich diesen Spaß nicht entgehen: Travis Pastrana und Jeremy McGrath. Nachdem Pastrana es beim Hare Scramble 2005 nicht bis in Ziel geschafft hatte, kehrte die Actionsport-Legende nun auf seiner Suzuki zum Berg zurück, erledigte seinen Job, und beendete das Rennen auf dem 11. Platz.

Der „King of Supercross“ Jeremy McGrath suchte eine Herausforderung, und fand sie in diesem Rennen, über das er nur wenig wusste. Schon beim Prolog beeindruckte er mit einer Qualifikationszeit, die nur vier Sekunden langsamer war als David Knights Zeit. „Hohe Geschwindigkeiten bereiten mir keine Probleme“, meinte der Honda-Fahrer 2006. „Ich wünschte nur, es gäbe ein paar mehr Sprünge auf dem Kurs.“

Das Hauptrennen – der Red Bull Hare Scramble – lief für McGrath allerdings nicht ganz nach Plan. Nachdem ihm in der ersten Rennphase mehrere Fehler unterliefen, schaltete der siebenmalige AMA 250cc Supercross Champion fast sofort in den Überlebensmodus um.

„Oh Mann, im ersten Teil des Rennens habe ich so viele Fehler gemacht“, kommentierte McGrath sein Rennen. „Den ersten und den dritten Berg habe ich total vermasselt. Dann fuhr ich wie eine gesengte Sau, um die Fahrer vor mir einzuholen. Ich überholte meine Kumpels, nur um dann zu stürzen, und sie erneut einholen zu müssen. Und das Ganze habe ich dann noch ein paar Mal wiederholt.“

Es ist wahrscheinlich das härteste Rennen, das ich je auf einem Motorrad gefahren bin.

„Aber es war trotzdem toll, ins Ziel zu kommen, denn es war wahrscheinlich das härteste Rennen, das ich je auf einem Motorrad gefahren bin. Einige der Felsabschnitte waren unglaublich, und ich habe bei diesem Rennen viel gelernt. Aufgeben kam für mich nicht in Frage, denn ich wollte mich unbedingt durchbeißen und ins Ziel kommen.“

„Natürlich war es anstrengend, und ich musste ein paar Pausen einlegen. Ich weiß nicht, ob ich mich hätte besser vorbereiten können, aber ein vernünftiger Start hätte sicher geholfen. Aber letztendlich hätte es wohl keinen großen Unterschied gemacht, denn vor allem in den Holz-Abschnitten fühlte ich mich wie ein Fisch auf dem Trockenen.“

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