Inside MX: Stefan Everts verrät alles - Teil 2

In diesem zweiten Teil des Interviews bringt uns der KTM Team Manager seine Athleten näher.
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Everts spricht mit Jeffrey Herlings © KTM Images/Archer R.
Von JCD

Nachdem wir im ersten Teil des Interviews gehört haben, wie die Dinge in 2013 laufen, gibt uns Stefan Everts einen Einblick in die Persönlichkeit seines amtierenden MX2 World Champion Jeffrey Herlings.

„Er ist sehr ehrgeizig. Er will immer gewinnen und manchmal fehlt ihm ein gewisses Selbstvertrauen“, sagt Everts.

Herlings trainiert wie ein Tier.

„Es mangelt ihm nicht am Glauben in seine Fähigkeiten als Athlet - worunter andere gerne leiden - sondern ihm fehlt das Selbstvertrauen bei kleinen Dingen, und das ist ganz und gar nicht nötig. Er ist einfach so wahnsinnig gut, und das sieht man, wenn er trainiert. Er trainiert wie ein Tier. Er macht so viele 40-Minuten-Motos und glaubt immer, es sei nicht genug, er will immer noch mehr.“

„Nun hat er einen gewaltigen Vorsprung und macht immer noch genauso diszipliniert weiter, wo man doch meinen könnte, er würde sich ein bisschen entspannen. Aber nein, er braucht das und will mehr. Wenn er einen Vorsprung von drei Sekunden hat, dann will er vier, fünf, und das ist der große Unterschied zwischen ihm und den anderen. Besondere Menschen mit speziellen Fähigkeiten sind auch irgendwie besonders. Man geht anders mit ihnen um und es lebt sich auch anders mit ihnen.“

„Das ist normal. Ich kann mich sogar selber in ihm wiedererkennen. Ich war ähnlich, als ich damals Rennen gefahren bin. Ich sehe diese Dinge nun klarer, weil ich es mit einigen solcher Charaktere zu tun habe, wie Tony [Cairoli], [Ken] Roczen und Jeffrey. Alle diese Athleten sind irgendwie anders, wie ich damals - einfach der verrückte Typ. Ich musste es so und so haben und nicht anders, und diese Jungs sind genauso.“

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Everts spricht mit Jordi Tixier in Thailand © KTM Images/Archer R.

Das scheint ein guter Zeitpunkt, Everts über seinen weiteren Einsatz in diesem Sport zu befragen...

„Diese Position ist mir sehr wichtig, weil mein Leben aus Motorcross besteht. Bevor ich Rennen gefahren und Champion geworden bin, war ich schon mit meinen Vater auf allen GP’s unterwegs (vierfacher World Champion Harry Everts), also drehte sich mein Leben seit jeher nur darum.“

„Nun bin ich 40, gehe also schon seit 40 Jahren zur Rennstrecke, entweder als Zuschauer, oder als Wettkämpfer. Und nun bin ich wieder da, mit all meinem Wissen aus vielen Jahren als Beobachter des Motorsports. Und ich bin froh, dieses Wissen nun an die Jungs weiterzugeben, ihnen zu helfen und meine Erfahrung dazu zu nutzen, ihnen gute Resultate zu verschaffen und sie glücklich zu machen.“

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Everts möchte sein Wissen weitergeben © KTM Images/Acevedo J.P.

„Ich weiß es sehr zu schätzen, dass KTM mir diese Gelegenheit geben. Wir begannen vor sieben Jahren zusammenzuarbeiten, und ich hatte große Träume, die alle wahr geworden sind... Wir sind heute meiner Meinung nach das stärkste Team im Paddock, und ich glaube, dass sich viele Athleten wünschen, auf unseren Bikes zu sitzen und von unserm Set-Up System zu profitieren.“

„Und ich glaube auch, dass der Grund für unseren Erfolg in diesem System zu finden ist.“

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