Red Bull Hare Scramble – Kommentare der Fahrer

Das Red Bull Hare Scramble wurde seinem Ruf als härtester Event des Rennkalenders gerecht.
Graham Jarvis auf Mission
Graham Jarvis auf Mission © Jonty Edmunds
Von Robert Lynn

Sintflutartiger Regen verwandelte die Startlinie des Red Bull Hare Scramble in einen Swimming Pool, und den vertikalen Hängen waren nicht viele der 500 Fahrer gewachsen.

Nach seinen zahlreichen Anläufen in den letzten Jahren konnte Graham Jarvis den Iron Giant endlich besiegen, und seinen Namen in den Geschichtsbüchern verewigen…

„Ich kann nicht glauben, wie glatt das Rennen für mich trotz des Wetters lief“, bestätigte ein strahlender Jarvis. „Ich schaffte es aus der Steinbruchsohle, ohne stecken zu bleiben, und gab von da an richtig Gas. Ich überholte einen Fahrer nach dem anderen, und ging letztlich in Führung. Karl’s Diner bin ich perfekt durchfahren, und das war mein Sieg. Ich bin so glücklich, endlich hier gewonnen zu haben.“

Wie Jarvis fuhr auch Andreas Lettenbichler ein fehlerloses Rennen, und sicherte sich den wohlverdienten zweiten Platz.

„Der Start war irre, aber ich bin zumindest nicht stecken geblieben. Ich fuhr etwa in der Mitte des Fahrerfeldes los, gab dann aber in den Wäldern Vollgas und übernahm schließlich die Führung. Ivan Cervantes fuhr dicht hinter mir, aber nach etwa 15 Minuten war ich allein, bis Jarvis mich schließlich überholte. Ich wusste, dass er kommen würde, aber ich konnte ihm nichts entgegensetzen. Er fuhr zu schnell für mich. Der zweite Platz fühlt sich für mich wie ein Sieg an.“

Andreas Lettenbichler fuhr ein fehlerloses Rennen
Andreas Lettenbichler fuhr ein fehlerloses Rennen © Jonty Edmunds

Im Kampf um den letzten Platz auf dem Podium konnte sich Alfredo Gomez schließlich gegen Jonny Walker durchsetzen.

„Ich dachte nicht, dass ich Dynamite überstehen würde – meine Kupplung funktionierte nicht“, berichtete Gomez. „Walker kam immer näher, und ich wurde etwas panisch. Zum Glück hatte ich genug Kraft, das Bike über den Hügel zu schleppen, und den Podiumsplatz zu ergattern. Das war definitiv das härteste Rennen, das ich je gefahren bin.“

Jonny Walker verfehlte das Podium nur knapp, und war über sein Rennen bitter enttäuscht.

„Ich kann gar nicht beschreiben, wie enttäuscht ich bin. Ich hatte den Holeshot, und dann ging mein Bike im Wasser aus. Als ich wieder weiterfahren konnte, gab ich Vollgas, um die verlorene Zeit gutzumachen. Doch es hat nicht gereicht, und ich habe das Podium verpasst. Der vierte Platz ist für mich wirklich deprimierend – ich wollte so sehr gewinnen.“

© Jonty Edmunds

Wie Walker hatte auch Ben Hemingway mit der überfluteten Startlinie zu kämpfen, und obwohl er fünf Minuten verlor, schaffte er es auf Platz fünf.

„Wie bei vielen anderen soff auch mein Bike in der Flut ab. Ich brauchte fünf Minuten, um es wieder zum Laufen zu bringen, aber ich habe einfach nicht aufgegeben. Ich bin jetzt zufrieden mit dem fünften Platz, denn es gab Momente, da dachte ich, ich würde es nicht einmal aus dem Steinbruch heraus schaffen.“

Und noch ein letzter Kommentar vom Pole-Sitter Lars Enöckl aus Österreich…

„In der ersten Kurve stieß ich gegen einen Felsen, und es riss mir den Lenker aus den Händen. Ich fiel ins Wasser und mein Bike soff ab. Ich bekam es wieder zum Laufen, als die Reihe zehn gestartet war, doch vor dem sechsten Kontrollpunkt gab es den Geist auf. Das war mein Heimrennen und ich bin von der Poleposition gestartet. Ich wollte wirklich mehr erreichen – vielleicht nächstes Jahr.“

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