Fast Talk: Graham Jarvis

Der Erzbergrodeo-Gewinner 2013 erzählt, wie er zum aktuellen Hard Enduro-König wurde.
Graham feiert seinen Erzberg-Sieg © Jonty Edmunds
Von Robert Lynn

In dieser Serie von Fast Talk Q&A Interviews versuchen wir, in die Köpfe einiger der besten Enduro-Fahrer zu gucken und sie ein bisschen besser kennenzulernen. Für diese Ausgabe sprach redbull.com mit Graham Jarvis.

RedBull.com: Graham, wie kamst du zum Motorsport?
Graham Jarvis: Hinter meinem Haus gab es ein Waldstück, und jeden Samstag traf sich eine Gruppe Jungs dort zum Biken. Ich verbrachte den ganzen Tag damit, ihnen zuzuschauen, und bettelte meinen Vater an, mir auch ein Trials-Bike zu kaufen – was er schließlich auch tat. Ich war erst zehn Jahre alt, als alles anfing.

RB: Was war dein schönstes Erlebnis?
GJ: Der Sieg beim Red Bull Romaniacs war das absolute Highlight meiner bisherigen Karriere. Es ist ein Event, der mir wahnsinning Spaß macht. Dort zu fahren ist super, und man braucht vier Tage, um zu gewinnen. Es ist kein einfaches Rennen, das ist sicher!

Jarvis auf dem Weg durch die Felsen am Erzberg © Jonty Edmunds

RB: Was war dein schlimmstes Rennerlebnis?
GJ: Da gibt’s mehrere, aber beim Erzberg dreimal ausgeschlossen zu werden, gehört zu den denkwürdigsten schlechten Erfahrungen! Von denen war glaube ich die schlimmste 2011, nachdem die Preisverleihung schon stattgefunden hatte. Ich hatte schon alle Interviews gegeben und dann sagte man mir, dass ich disqualifiziert worden sei. Das war ein harter Moment.

RB: Hast du Vorbilder im Motorsport?
GJ: Da ich mit Trials-Fahren großgeworden bin, sah ich immer zu Leuten wie Steve Saunders und Jordi Tirol auf. Sie waren das, was alle sein wollten – echt gute Fahrer mit hervorragendem technischen Können. Heute habe ich eine Menge Respekt für Leute wie Travis Pastrana und Taddy Blazusiak. Ihnen hat unser Sport viel zu verdanken, und sie haben dazu beigetragen, ihn zu dem zu machen, was er heute ist.

Unterwegs am Husaberg beim Hell's Gate 2013 © Jonty Edmunds

RB: Du verbringst viel Zeit im Fitnesstudio?
GJ: Mein Trainingsplan hängt immer ganz von der Art der Events ab, an denen ich teilnehme. Im Winter trainiere ich mehr im Fitnessstudio als auf dem Motorrad. Je näher es auf die Saison zugeht, umso mehr Zeit verbringe ich auf dem Bike, und weniger im Fitnessstudio. Generell versuche ich, einfach das zu machen, was am besten in die Vorbereitung für ein großes Rennen passt. Es ist wichtig, abzuwechseln, damit keine Langeweile aufkommt.

RB: Wieviel Zeit verbringst du damit, deine Maschine vorzubereiten?
GJ: Ähm... minimal. Ich habe ein Trainingsmotorrad zu Hause, das ich selbst in Schuss halte. Alles, was ich mache, ist tanken, den Luftfilter oder Reifen wechseln. Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Kolben ausgetauscht habe.

RB: Welches Event ist dein Lieblingsevent der Hard Enduro-Saison?
GJ: Der Red Bull Romaniacs ist mein Lieblings-Event des Jahres. Ich liebe es, da hinzufahren. Das Fahren ist einfach genial, und jeder Tag ist anders. Das sind vier reine Enduro-Tage – es ist ein unglaubliches Rennen.

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